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20.08.2004

BA-CA Konjunkturindikator:
Konjunktur erreicht Höhepunkt

  • Konjunktur erreicht im zweiten Halbjahr vorläufigen Höhepunkt 
  • Öl- und Rohstoffpreise belasten 2005, insgesamt kosten sie 0,75 Prozent Wachstum
  • 2005 läßt Konjunkturdynamik wieder nach

Der monatliche Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) zeigt für den Juli einen Anstieg von 2,2 auf 2,4. Damit erreicht der Konjunkturindikator den höchsten Wert seit Ende 2002. Die Verbesserung des Indikators erfolgte dabei auf breiter Basis. "Sowohl bei der Industrie als auch bei den Konsumenten kam es im Juli erneut zu einer leichten Stimmungsverbesserung", sagt Stefan Bruckbauer von der BA-CA Konzernvolkswirtschaft. Auch das Industrievertrauen im Euroraum legte im Juli erneut leicht zu. Allerdings zeigen einige internationale Vorlaufindikatoren, vor allem im Euroraum, dass vorläufig mit keiner weiteren Verbesserung der Stimmung zu rechnen ist.

Weiterhin bleibt die Industrie in ihrer Dynamik deutlich über dem privaten Verbrauch, der auch im zweiten Quartal nur wenig zulegen konnte. Trotzdem dürfte die starke Industriekonjunktur zu einer spürbaren Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal beigetragen haben. So wie im Euroraum hat auch Österreichs Wirtschaft im zweiten Quartal an Fahrt gewonnen. "Wir erwarten ein Wachstum von rund 1,8 Prozent für das zweite Quartal, für das zweite Halbjahr rechnen wir mit über 2 Prozent", sagt Bruckbauer. Weiterhin zeigen die Exporte und damit auch die Industrieproduktion sehr starke Zuwächse, der private Konsum enttäuscht weiterhin, wird sich jedoch im Verlauf des zweiten Halbjahres verbessern, meinen die Ökonomen der BA-CA.

Nach Ansicht der BA-CA Ökonomen machen sich derzeit die hohen Öl- und Rohstoffpreise noch nicht so stark bemerkbar, da sie durch die robuste Weltkonjunktur mehr als ausgeglichen werden. Daher bleiben die Ökonomen der BA-CA auch bei ihrer Wachstumsprognose von 2 Prozent für 2004.

Für 2005 sind die Ökonomen der BA-CA nun jedoch etwas pessimistischer, was zum Teil mit der negativen Wirkung des Ölpreises, vor allem aber mit der sich nun wieder abschwächenden Weltkonjunktur zu tun hat. "2005 wird die weltwirtschaftliche Dynamik von 4 auf 3 Prozent zurückgehen, damit wird der Export als Wachstumsmotor weniger stark wirken", meint Bruckbauer. Zwar gehen die Ökonomen davon aus, dass sich der private Konsum aufgrund der leichten Verbesserung am Arbeitsmarkt und der Steuerreform 2005 dynamischer zeigen wird als 2004, Export und Investitionen werden jedoch nachlassen. Auch der Ölpreis, den die Ökonomen der BA-CA im Jahresdurchschnitt auf 40 US-Dollar schätzen, wird sich leicht dämpfend auswirken. Da die BA-CA bereits bisher nur mit einem leichten Rückgang des Ölpreises 2005 um rund 5 Prozent rechnete, führt der nun zu erwartende Anstieg um rund 10 Prozent lediglich zu einer Revision der Wachstumsprognose für 2005 von rund 0,2 Prozentpunkten auf 2 Prozent. "Insgesamt kostet der Ölpreisanstieg von 29 US-Dollar im Jahresdurchschnitt 2003 auf 40 US-Dollar im Jahresdurchschnitt 2005 0,75 Prozentpunkte Wachstum", meint Bruckbauer.

Damit dürfte die Konjunkturdynamik im zweiten Halbjahr 2004 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. "Wir rechnen 2005 mit einem Rückgang der Konjunkturdynamik im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2004, wobei weniger die negativen Wirkungen des hohen Ölpreises auf Österreichs Wirtschaft als vielmehr die nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft dafür verantwortlich ist", meint Bruckbauer.

 Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com