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18.02.2004

BA-CA Konjunkturindikator
Aufschwung setzt sich fort – Breite fehlt noch

  • Industrie setzt Erholung fort, private Nachfrage enttäuscht vorläufig
  • Trotzdem weitere Belebung der Konjunktur seit Jahresbeginn

Der monatliche Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) zeigte im Jänner keine Verbesserung gegenüber dem Dezember. Er blieb damit seit September 2003 auf etwa dem gleichen Niveau (2,5). „Österreichs Wirtschaft hat ihren zu starken Optimismus vom Herbst etwas korrigiert, der Aufwärtstrend bleibt jedoch ungebrochen“, fasst Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt die aktuelle Entwicklung zusammen.

Parallel zur Stimmung im gesamten Euroraum folgte auch in Österreich einem stark gestiegenen Optimismus im Herbst eine etwas realistischere Beurteilung der wirtschaftlichen Situation zur Jahreswende. Diese Entwicklung wurde auch durch die Verschlechterung der internationalen Wettbewerbssituation des Euroraumes aufgrund des starken Euroanstiegs verstärkt. Trotzdem startet die Industrie deutlich optimistischer ins Jahr 2004 als dies vergangenes Jahr der Fall war und dies gilt sowohl für Österreich als auch für alle wichtigen Handelspartner.

„Anders als die Industrie sind jedoch die Konsumenten in Österreich heute pessimistischer als vor einem Jahr“, beschreibt Bruckbauer einen Trend, der im gesamten Euroraum bemerkbar ist. Trotz einer Verbesserung der Stimmung nach dem Sommer bleiben die Konsumenten vorläufig insgesamt noch recht skeptisch. Dies ist nach Meinung der BA-CA Ökonomen auch der Grund für die weiterhin doch noch recht enttäuschende private Nachfrage.

Eine wesentliche Ursache für den noch immer vorhandenen Pessimismus der Konsumenten vermuten die Ökonomen der BA-CA darin, dass die Konsumenten zwar davon ausgehen, dass sich die Wirtschaft zunehmend erholt, auch sind sie deutlich optimistischer hinsichtlich des Arbeitsmarktes, für ihre eigene finanzielle Situation sehen sie jedoch noch keine Verbesserung. „Der beginnende Konjunkturoptimismus der Konsumenten wird in vielen Ländern des Euroraumes durch die Diskussion um die Haushaltskonsolidierung und das Sozialsystem gebremst“, erklärt Stefan Bruckbauer. Damit wird die normal immer etwas später einsetzende Konsumkonjunktur zusätzlich etwas verzögert. Die Ökonomen der
BA-CA gehen jedoch davon aus, dass die zu erwartende weitere Steigerung der Industriekonjunktur auch die Stimmung der Konsumenten verbessern wird.

Trotz der leichten Korrektur der Stimmungsverbesserung im Verlauf des Herbstes zeigt der BA-CA Konjunkturindikator insgesamt für das vierte Quartal in Österreich, dass es  zu einer Konjunkturbeschleunigung gekommen ist. Das Wachstum dürfte von knapp über 1 Prozent (zum Vorquartal auf Jahresbasis) auf  knapp unter 2 Prozent angestiegen sein. Gegenüber dem Vorjahr könnte dies ein Wachstum von knapp unter 1,5 Prozent nach nur 0,8 Prozent im dritten Quartal bedeuten. Die Industrieproduktion dürfte sich weiter beschleunigt haben. Im Vergleich zum schwachen vierten Quartal 2002 könnte der Zuwachs bei der Industrieproduktion sogar relativ stark ausgefallen sein.

Entsprechend der Skepsis der Konsumenten verlief die private Nachfrage jedoch erneut enttäuschend,  vor allem der Einzelhandel litt unter der Verunsicherung der Konsumenten, aber auch unter der relativ starken Preiserhöhung bei Lebensmittel.

Die Exportdynamik dürfte nach Meinung der BA-CA Ökonomen trotz der voranschreitenden Erholung der Weltwirtschaft unter dem starken Euro gelitten haben, vor allem aber von der noch immer schwachen Nachfrage aus Deutschland gebremst worden sein. Positiv entwickelten sich jedoch die Exporte in die EU-Beitrittsländer, auch wenn die nachlassende Binnenkonjunktur in Ungarn die Dynamik bremste.

Die Importe zeigten sich nicht zuletzt aufgrund der schwachen privaten Nachfrage in Österreich ebenfalls noch wenig dynamisch, legten aber mehr als die Exporte zu. Auch hier waren besonders die Importe aus den Beitrittsländern dynamisch. Trotzdem wird Österreich 2003 wieder einen deutlichen Handelsbilanzüberschuss mit den EU-Beitrittsländern erzielen, wenn auch geringer als in den vergangenen Jahren.

Die BA-CA Ökonomen gehen davon aus, dass sich nach der Konsolidierung der Stimmung in den letzten Monaten diese sich nun wieder verbessern sollte. Dafür spricht zum einen die weitere Stimmungsverbesserung in der Weltwirtschaft und zum anderen auch die zu erwartende Konsolidierung am Arbeitsmarkt. Insgesamt gehen die Ökonomen der BA-CA weiter davon aus, dass Österreichs Wirtschaft heuer rund 2 Prozent wachsen kann, daran sollte auch ein Euro zwischen 1,20 und 1,30 nichts ändern. „Sollte der Euro spürbar über 1,30 gehen und dort bleiben, wäre Europas Aufschwung gefährdet“, meint jedoch Bruckbauer. Allerdings gehen die Ökonomen der BA-CA zumindest für heuer nicht davon aus.

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Rückfragen
: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com