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08.10.2004

Bank Austria Creditanstalt Asset Allocation für das 4. Quartal 2004: Volatile Entwicklung an den Weltbörsen

  • Themen: Ölpreis, US Präsidentschaftswahlen, attraktive Bewertungen
  • Aktien bleiben übergewichtet, Herbstrallye möglich
  • Empfehlung: Chancen bei Zyklikern

Die Entwicklung an den Weltbörsen ist heuer von großer Volatilität geprägt. Es gibt zwar immer wieder deutliche Erholungsphasen, aber insgesamt zeigt sich die Performance relativ verhalten. Ein zentraler Faktor ist die Tatsache, dass die Rahmenbedingungen kein wirklich eindeutiges Bild geben. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten haben, speziell in den USA, über den Sommer auf eine gewisse Abkühlung hingedeutet. Doch scheinen jüngste Indikatoren die Sichtweise der US-Notenbank zu bestätigen, dass der Rückgang nur temporär war.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht natürlich auch der Ölpreis, der sich allein im dritten Quartal um mehr als ein Drittel verteuert hat. Nun steht die Heizsaison in den großen Verbraucherregionen Nordamerika und Europa vor der Tür, die durch Hurricanes verursachten Schäden an den Förderplattformen im Golf von Mexiko werden möglicherweise nicht so schnell behoben sein und auch das Thema „Geopolitik“ ist noch nicht endgültig vom Tisch. Somit zeichnet sich ein unmittelbarer und deutlicher Rückgang des Ölpreises nicht wirklich ab.

Ein Thema speziell für die US-Aktienmärkte sind die bevorstehenden Präsidentschafts-wahlen. Hier gilt es, einerseits die „Affinität“ einzelner Sektoren zu den Republikanern (Tabak, Öl, Pharma, Rüstung) bzw. zu den Demokraten (Biotech, erneuerbare Energie) zu beachten. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass die Börse ganz grundsätzlich Kontinuität schätzt und daher einen Sieg von Bush bevorzugen würde.

Auf den Rentenmärkten folgte auf ein äußerst schlechtes zweites ein sehr gutes drittes Quartal, sodass sich in Summe seit Jahresbeginn eine recht zufrieden stellende Performance ergibt. Dennoch muss man auch hier möglicherweise auf Rückschläge gefasst sein, wenn sich die wirtschaftliche Datenlage weiter verbessert. Die niedrigen Renditen, zusammen mit einer sehr positiven Gewinnentwicklung bei den Aktien, machten zuletzt die relative Bewertung von Aktien wieder sehr attraktiv. Sollten die US-Wahlen ohne größere Zwischenfälle vonstatten gehen und / oder positive Überraschungen bei Unternehmens-ergebnissen bzw. Wirtschaftsdaten eintreten, so sehen wir das Potenzial für eine Jahresendrallye an den Börsen durchaus gegeben.


Fazit:
Das heurige Jahr war sowohl an den Aktien- als auch an den Rentenmärkten von hohen Volatilitäten geprägt. Trotz an sich ausgezeichneter Fundamentaldaten ließen sich die Börsen von zum Teil externen Faktoren verunsichern, die Kursanstiege blieben in Summe hinter den Gewinnanstiegen zurück. Zusammen mit den über den Sommer wieder gefallenen Renditen sorgt das mittlerweile für sehr attraktive Bewertungen an den Börsen. Branchenmäßig empfehlen wir, den Zyklikern wieder vermehrt Aufmerksamkeit zu widmen, da die Kursrückgänge in der ersten Jahreshälfte hier teilweise sehr attraktive Einstiegsniveaus geschaffen haben.

Asset Allocation
Die internationalen Börsen konnten sich von den Mitte August erreichten Jahrestiefs in den Folgewochen erholen. Obwohl allgemein eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik und der auf Rekordniveau befindlichen Gewinnwachstumsraten erwartet wird, veröffentlichte die amerikanische Notenbank bei ihrem Zinsentscheid im September ein positives Statement zur Lage der amerikanischen Wirtschaftsentwicklung. Die Bewertungen der Aktienmärkte erreichten zuletzt sehr günstige Niveaus. Sowohl das Fed-Model der amerikanischen Notenbank wie auch die KGVs einer Vielzahl von Standardwerteindizes weisen - historisch betrachtet - tiefe Bewertungen auf. Dies sehen wir als Grund, die Aktienquote weiterhin mit 45 Prozent überzugewichten. Der Anleihenanteil beträgt 52 Prozent, die Cash Allokation 3 Prozent.
 
Anleihen
Innerhalb der Rentenallokation wurden bei der Asset Allocation für das 4. Quartal keine Änderungen vorgenommen. Euroland bleibt mit 87 Prozent weiterhin übergewichtet, ebenso Rest Europa (inkl. CEE) mit 10 Prozent. Rest-Europa bedeutet derzeit Anleihen in den Währungen Dänenkronen, Schwedenkronen, Norwegerkronen und Schweizer Franken sowie Währungen aus dem CEE-Raum (via Fonds). Der Anteil in UK beträgt 3 Prozent. Nicht investiert sind wir in den USA, Japan und Sonstige Länder.

Aktien
Auch auf der Aktienseite haben wir keine Veränderungen vorgenommen und halten an der bisherigen Regionengewichtung fest. Die Anteile in Euroland, Japan und Sonstige Länder liegen mit 18 Prozent, 12 Prozent und 9 Prozent über jenen der Benchmark, während die USA mit 49 Prozent untergewichtet ist. Der Anteil Rest-Europa beträgt 3 Prozent, jener in UK 9 Prozent.


Rückfragen:  Bank Austria Creditanstalt Asset Management
 Monika Rosen, Bereichsleiterin Research, Tel. (01) 33 147 DW 5403;
 E-Mail: monika.rosen@amg.co.at