24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

OnlineBanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
MegaCard – gratis für alle zwischen 14 und 20 Jahren Informieren Sie sich jetzt ›
05.03.2004

Tschechiens Bankenmarkt orientiert sich neu

  • Sanierung des Bankenmarkts weitgehend abgeschlossen.
  • Bankenmarkt fest in ausländischer Hand.
  • BA-CA viertstärkste Kraft in Tschechien.

Der tschechische Banksektor befindet sich nach den turbulenten Zeiten Mitte und Ende der 90er Jahre in einer Phase der Neuorientierung. Dies äußert sich in erster Linie in der verhaltenen Entwicklung des Kreditgeschäfts sowie der Überliquidität des Bankenmarktes. Auch dem seit einigen Jahren einsetzenden Wirtschaftsaufschwung steht der Bankensektor noch vergleichsweise reserviert gegenüber, so die jüngste Analyse der BA-CA Konzernvolkswirtschaft über den tschechischen Bankenmarkt. „Vielmehr scheinen die meisten Kreditinstitute die gegenwärtige Erholungsphase zur strategischen Neupositionierung sowie zur weiteren Kreditportfoliobereinigung zu nutzen“, sagt Marianne Kager, Chefökonomin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Folglich gewinnt der Bankenmarkt zunehmend an Effizienz und Profitabilität.

Das Wachstumspotenzial des tschechischen Bankenmarktes bleibt trotz des für Zentral- und Osteuropa hohen Monetarisierungsgrades (aggregierte Bilanzsumme des Bankensektors in Prozent des BIP) von 111% weiterhin gut (EU: 200%). Die unmittelbar bevorstehende EU-Mitgliedschaft dürfte speziell für den Bankenmarkt weitere Wachstumsimpulse liefern, so die BA-CA Volkswirtschaft.

Sanierung des Bankenmarkts weitgehend abgeschlossen
Im Vergleich zu anderen Transformationsländern Zentral- und Osteuropas hatte die Reform des Bankenmarktes in Tschechien lange Zeit keine Priorität. Die Neuauflage des Transformationsschocks Mitte der Neunziger machte allerdings den Reformbedarf im Bankensektor offenkundig. „Im Zuge einer großangelegten Restrukturierungs- und Privatisierungsoffensive Ende der neunziger Jahre, die für den Staat mit hohen Kosten verbunden waren, hat man aber den Bankenmarkt weitestgehend saniert und eine solide Basis für die weitere Entwicklung gelegt“, sagt Kager. Auch auf dem Gebiet der Rechtsangleichung konnte das Land in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielen. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden EU-Beitritts am 1. Mai 2004 wurde mit dem Bankgesetz aus dem Jahre 2002 das tschechische Bankenrecht bereits vollständig in Einklang mit EU-Standards gebracht.

Internationale Banken prägen das Bild

Angesichts der konsequenten Privatisierungsstrategie der Regierung haben ausländische Kreditinstitute in den Jahren 1999-2001 die dominierende Rolle am tschechischen Bankenmarkt übernommen. Gemessen am Kapital hielten sie Ende 2002 einen Marktanteil von 82 Prozent. Etwa 70 Prozent des gesamten ausländischen Kapitals stammt dabei aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, wobei Österreich einer der Hauptinvestoren ist. Vergleicht man nach der Bilanzsumme des gesamten Bankensektors, entfallen auf die Auslandsbanken sogar 93 Prozent des Bankenmarktes.

Das Herzstück des tschechischen Bankenmarktes bilden die drei ehemals staatlichen Kreditinstitute, die CSOB, Ceska Sporitelna und die Komercni Banka. Als viertstärkste Kraft etablierte sich die HVB Bank Czech Republic, eine Tochtergesellschaft der BA-CA. Die BA-CA ist innerhalb der HVB Group für die Märkte in Zentral- und Osteuropa zuständig.


 Tabellen: Die zehn größten tschechischen Kreditinstitute und der tschechische Bankenmarkt

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Edith Holzer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 57126
E-Mail: edith.holzer@ba-ca.com