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02.02.2004

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im Januar:
Industrie erwartet sehr starke Konjunktur im ersten Quartal

  • Aufträge aus dem Inland deutlich dynamischer
  • Maut und Rohstoffe erhöhen Einkaufspreise

Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex weist für den Jänner einen Wert von 55,1 aus. Damit liegt er nach dem starken Anstieg im Dezember auf 55,3 etwa gleich hoch wie vor einem Monat – und auf einem Niveau wie zuletzt Mitte 2000.  „Der Optimismus in der Industrie nimmt weiter spürbar zu“, interpretiert Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) die aktuellen Ergebnisse. „Jeder Wert, der deutlich über 50 liegt, lässt uns zunehmendes Wirtschaftswachstum erwarten“ ergänzt Marianne Kager, Chefvolkswirt der BA-CA.

Der Teilindex zu Produktionswachstum oder –rückgang liegt mit dem Wert 58 (nach zuletzt 58,9) weiterhin sehr hoch: „Die Einkaufsmanager erwarten eine sehr starke Industriekonjunktur im ersten Quartal“, analysiert Stefan Bruckbauer.

Bei den Auftragseingängen sind die Einkaufsmanager weiter sehr optimistisch. Sie sind mit den wachsenden Inlands- wie auch Auslandsaufträgen zufrieden. Besonders Aufträge aus Österreich haben zugelegt. Der Teilindex für den Auftragsbestand erreichte im Jänner mit 54,7 einen deutlich höheren Wert als noch im Dezember mit 52,2.

Trotz der erwarteten weiteren Beschleunigung der Industriekonjunktur liegt das Produktionsniveau offensichtlich noch immer unter seinem Potential. Damit steht trotz wachsender Produktion die Kostenreduktion noch im Vordergrund. Die Industriebetriebe versuchen unverändert, Kosten zu senken, in dem sie Lager abbauen, sowohl Vormaterial- als auch Fertigwarenlager, Kager: „Der Kostendruck ist noch immer größer als die Angst vor einer zu starken Nachfrage.“

Dies läßt sich auch an der weiterhin verhaltenen Entwicklung der Beschäftigung ablesen. Mit 50,6 liegt der Index für die Beschäftigung zwar weiterhin über der 50er Marke, allerdings nur knapp. Zudem hat sich der Wert erneut verringert. Die Ökonomen der BA-CA gehen davon aus, dass erst bei weiterer Zunahme der Nachfrage auch wieder mit leicht steigender Beschäftigung gerechnet werden kann. Die Erwartungen der Einkaufsmanager lassen eine solche Zunahme der Dynamik in den nächsten Monaten erwarten.

Als deutlich gestiegen bewerten die Einkaufsmanager die Einkaufspreise, der Index stieg von 54,3 auf 59,5. Dies ist der stärkste Anstieg seit dreieinhalb Jahren. Dieser stark Anstieg wird jedoch nicht auf die starke Nachfrage zurückgeführt, sondern auf steigende Metallpreise und steigende Frachtkosten. „Maut und Rohstoffpreise erhöhen die Einkaufspreise der Industrie“, vermerkt Bruckbauer.

Die Ökonomen der BA-CA gehen davon aus, dass sich die Industriekonjunktur im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres verstärkt. Allerdings dürfte sich die Zunahme, die bereits jetzt relativ hoch ist, vorläufig nicht weiter steigern. Der BA-CA EMI dürfte sich daher in den nächsten Monaten nur mehr in geringerem Umfang weiter beschleunigen. Diese Entwicklung bestätigt nach Meinung der BA-CA Ökonomen deren Konjunkturprognose für 2004 von 2,1% Wirtschaftswachstum.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

 Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com