31.07.2003

BA-CA liegt deutlich über dem Vorjahr

Ergebniszahlen zum 1. Halbjahr 2003:

  • Ergebnis nach Steuern um 47 Prozent auf 202 Millionen Euro gestiegen.
  • Betriebsergebnis um 64 Prozent auf 315 Millionen Euro erhöht.
  • Geschäftsfeld Zentral- und Osteuropa liefert bereits 30 Prozent des BA-CA Ergebnisses. Eigenkapitalrentabilität liegt über 20 Prozent.

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) hat im ersten Halbjahr 2003 in einem unverändert schwierigen Umfeld ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen stieg um 47 Prozent auf 202 Millionen Euro (1. Halbjahr 2002: 137 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis stieg um 64 Prozent auf 315 Millionen Euro (2002: 192 Millionen Euro). Sehr erfreulich entwickelte sich vor allem das Geschäft in Zentral- und Osteuropa. Dieses Geschäftsfeld erzielte ein Ergebnis vor Steuern von 90,7 Millionen Euro; bei einer Eigenkapitalrentabilität von über 20 Prozent.

BA-CA Vorstandsvorsitzender Karl Samstag: „Das Ergebnis zeigt, dass unsere strategische Ausrichtung stimmt. Wir profitieren jetzt davon, dass wir in den vergangenen Jahren unsere Hausaufgaben gemacht haben und stetig in das Osteuropageschäft investiert haben. Wir setzen auf das große Wachstumspotenzial in dieser Region und verfügen durch unseren Börsegang über eine sehr solide Kapitalbasis für die weitere Expansion.“

Die BA-CA weist zum 30. Juni 2003 bei einem Kernkapital von 4,472 Milliarden Euro eine solide Kernkapitalquote von 6,7 Prozent aus. Mit dem Erlös aus dem Börsegang wird sich die Kernkapitalquote nochmals signifikant erhöhen. Die BA-CA wird damit auch im internationalen Vergleich über eine sehr gute Kapitalausstattung verfügen und deutlich vor den anderen österreichischen Großbanken liegen.


Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Zinsüberschuss sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 um 10,5 Prozent auf 1.059 Millionen Euro (2002: 1.183 Millionen Euro). Dieser Rückgang ist einerseits auf das niedrige Zinsniveau und die unverändert schwache Marktlage in Österreich und andererseits auf den stark gesunkenen Kurs des polnischen Zloty zurückzuführen. Zudem hat das BA-CA Treasury sein Geschäft vermehrt über Instrumente abgewickelt, die sich im Handelsergebnis niederschlagen. Besonders deutlich konnte im ersten Halbjahr das Kreditrisiko reduziert werden: um 28,4 Prozent auf 229 Millionen Euro (2002: 320 Millionen Euro). Hier zeigt das straffe Risikomanagement der BA-CA Wirkung.

Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,2 Prozent auf
543 Millionen Euro zurück (2002: 556 Millionen Euro). Hier schlug das nach wie vor flaue Wertpapiergeschäft durch. Sehr gut entwickelte sich das Handelsergebnis, das von
55 Millionen Euro im Vorjahr auf 187 Millionen Euro stieg. Das BA-CA Treasury konnte die Zinsentwicklung optimal ausnutzen. Auf der Kostenseite setzte sich die Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort. Der Verwaltungsaufwand war weiter rückläufig; er sank um 2,8 Prozent auf 1.240 Millionen Euro (2002: 1.276 Millionen Euro). Unter dem Strich ergab sich ein Betriebsergebnis von 315 Millionen Euro. Damit lag die BA-CA um 63,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 192 Millionen Euro.

Das Finanzanlageergebnis lag mit 19 Millionen Euro um 52,7 Prozent unter dem Vorjahreswert (2002: 41 Millionen Euro, im Wesentlichen bedingt durch Verkäufe von Beteiligungen). Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen 32 Millionen Euro und lagen damit auf Vorjahresniveau (2002: 31 Millionen Euro). Somit erzielte die
BA-CA ein Ergebnis vor Steuern von 301 Millionen Euro und lag um 50,1 Prozent über dem Vorjahr (2002: 201 Millionen Euro). Die Ertragsteuern erhöhten sich um 91,8 Prozent auf
66 Millionen Euro (2002: 35 Millionen Euro). Damit ergab sich ein Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen von 202 Millionen Euro; was einem Anstieg von 47,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Diese Ergebnisverbesserung wirkte sich folgendermaßen auf die Finanzkennzahlen aus:

  • Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern stieg von 8,4 Prozent auf 13,1 Prozent. 
  • Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern erhöhte sich von 5,7 Prozent auf 8,8 Prozent. 
  • Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich von 71,3 Prozent auf 69,5 Prozent. 
  • Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich von 1,21 Euro auf 1,78 Euro.
  • Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) verbesserte sich deutlich von 27,1 auf 21,6 Prozent. 
  • Die Kernkapitalquote betrug 6,7 Prozent, nach 6,8 Prozent im Vorjahr. 
  • Die Gesamtkapitalquote stieg von 11,2 Prozent auf 11,3 Prozent.

Das Ergebnis der Geschäftsfelder

Die BA-CA hat ihre Geschäftsfelddarstellung verbessert und damit die Transparenz erhöht. Die Zahl der Geschäftsfelder wurde von sieben auf fünf reduziert. Zudem wurden die Kosten praktisch zur Gänze den operativen Geschäftsfeldern zugeordnet. Der Vergleich mit dem Vorjahr erfolgt hier nicht mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres, sondern mit der Hälfte des adaptierten Gesamtjahresergebnisses 2002.

Die Märkte in Zentral- und Osteuropa (CEE) spielen in der Strategie der BA-CA eine herausragende Rolle. In dieser Wachstumsregion, die durch die EU-Erweiterung einen weiteren wirtschaftlichen Schub bekommen wird, verfügt die Bank bereits heute mit Niederlassungen in 11 Ländern über das führende Netzwerk. Sie beabsichtigt, auf Basis der durch die Kapitalerhöhung über die Börse nun deutlich gestärkten Kapitalausstattung, weiter konsequent in CEE zu expandieren.

Das Geschäft in der Region lief auch im ersten Halbjahr gut. Die Tochterbanken der BA-CA in CEE erhöhten das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 um 36 Prozent auf 156 Millionen Euro (2002: 115 Millionen Euro). Nach Berücksichtigung von Firmenwertabschreibungen und Konsolidierungseffekten verblieb für das
Geschäftsfeld CEE ein Ergebnis vor Steuern von 91 Millionen Euro. Die Hälfte des Vorjahresergebnisses lag bei 74 Millionen Euro. Mit diesem Ergebnis von 91 Millionen Euro lieferte das Geschäftsfeld 30,1 Prozent des Vorsteuerergebnisses der BA-CA. Die Eigenkapitalrentabilität stieg von 18,3 Prozent auf 21,7 Prozent. Die Cost/Income-Ratio sank von 72,6 auf 71,1 Prozent.

Die weiteren Geschäftsfelder im Detail:

Das Geschäftsfeld Privatkunden Österreich erzielte im ersten Halbjahr 2003 ein Ergebnis vor Steuern von 61 Millionen Euro (Hälfte 2002: 86 Millionen Euro). Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen durch den Rückgang des Zinsüberschusses aufgrund des niedrigen Zinsniveaus geprägt. Die Eigenkapitalrentabilität betrug 16,8 Prozent
(Hälfte 2002: 23,3 Prozent). Die Cost/Income-Ratio lag bei 81,7 Prozent
(Hälfte 2002: 79,4 Prozent).

Das Geschäftsfeld Firmenkunden Österreich erzielte ein Ergebnis vor Steuern von
98 Millionen Euro (Hälfte 2002: 88 Millionen Euro). Diese Ergebnisverbesserung konnte vor allem durch einen höheren Zinsüberschuss und ein deutlich niedrigeres Kreditrisiko erzielt werden. Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 9,8 Prozent (Hälfte 2002: 8,1 Prozent). Die Cost/Income-Ratio betrug 55,6 Prozent (Hälfte 2002: 52,8 Prozent).

Das Geschäftsfeld International Markets erwirtschaftete ein sehr gutes Ergebnis vor Steuern von 41 Millionen Euro (Hälfte 2002: 32 Millionen Euro), die Steigerung basiert vor allem auf einem ausgezeichneten Handelsergebnis. Die Eigenkapitalrentabilität lag bei
37,1 Prozent (Hälfte 2002: 23,8 Prozent). Die Cost/Income-Ratio betrug 67,1 Prozent
(Hälfte 2002: 62,5 Prozent).

Im Geschäftsfeld Corporate Center verbuchte die BA-CA ein Ergebnis vor Steuern von
11 Millionen Euro (Hälfte 2002: minus 29 Millionen Euro).

Die Darstellung in der Geschäftsfeldrechnung der HVB Group

Der Gewinn vor Steuern, den die BA-CA erzielt hat, fließt folgendermaßen in die Geschäftsfeldrechnung der HVB Group ein: Die 301 Millionen Euro werden zunächst durch Firmenwertabschreibungen und kalkulatorische Refinanzierungskosten sowie andere Konsolidierungseffekte reduziert. Es verbleiben 175 Millionen Euro. Dieser Betrag wird dann den Geschäftsfeldern der HVB Group zugeteilt: dem Geschäftsfeld Österreich und CEE
158 Millionen Euro, Corporates & Markets 23 Millionen Euro und Sonstige minus 6 Millionen Euro.

Die Bilanz der BA-CA

Die Bilanzsumme der BA-CA belief sich zum 30. Juni 2003 auf 144,4 Milliarden Euro
(31.12.2002: 148,0 Milliarden Euro).

Auf der Aktivseite der Bilanz wurden die Forderungen an Kreditinstitute zurückgenommen - und zwar gegenüber dem Jahresende 2002 um 17,2 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro (2002: 29,6 Milliarden Euro). Dem steht - bedingt durch den vermehrten Einsatz derivativer Finanzmarktinstrumente - ein entsprechender Anstieg bei den Handelsaktiva gegenüber. Die Forderungen an Kunden gingen insgesamt leicht um 1,6 Prozent auf 75,1 Milliarden Euro zurück (2002: 76,4 Milliarden Euro). Hier sank vor allem die Nachfrage nach kurzfristigen Geldmarktinstrumenten, während bei den Darlehen ein Zuwachs zu verzeichnen war. Die Finanzanlagen sanken ebenfalls moderat um 2,5 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro (2002: 18,0 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite ergibt sich folgendes Bild: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken leicht um 1,7 Prozent auf 40,4 Milliarden Euro (2002: 41,0 Milliarden Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen um 4,5 Prozent auf 54 Milliarden Euro zurück (2002: 56,6 Milliarden Euro). Die Spareinlagen blieben stabil, die anderen Verbindlichkeiten gingen dagegen zurück. Die verbrieften Verbindlichkeiten sanken insgesamt um 10,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro (2002: 20,0 Milliarden Euro). Das Eigenkapital stieg leicht um 1,5 Prozent auf 4.680 Millionen Euro (2002: 4.610 Millionen Euro).


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Martin Hehemann, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 57007; E-Mail: martin.hehemann@ba-ca.com 


 Gewinn- und Verlustrechnung der BA-CA für das 1. Halbjahr 2003

 Zentral- und Osteuropa (CEE)

 Privatkunden Österreich

 Firmenkunden Österreich

 International Markets

 Corporate Center

 Bilanz der BA-CA zum 30. Juni 2003

 Gewinn- und Verlustrechnung der BA-CA - Quartalsübersicht

 

 Die Charts zur Halbjahres-Pressekonferenz 2003 stehen Ihnen rechts unter Download zur Verfügung.