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5.10.2001

Bank Austria Konjunkturindikator für Österreich: Konjunkturtief noch nicht erreicht

Industrie erneut verstärkt pessimistisch
Konsumentenstimmung trübt sich deutlich ein
Weitere Verschlechterung zu erwarten
Industrie erneut verstärkt pessimistisch

Der monatliche Konjunkturindikator der Bank Austria für Österreich zeigt für das dritte Quartal eine nochmalige Verschlechterung der Konjunktur an. Die Industrie, sowohl in Österreich als auch in der gesamten Eurozone, ist über den Sommer nochmals pessimistischer geworden. "Die europäische Industrie verspürte bereits vor dem 11. September die Rezession in den USA", so Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft. Die Stimmung ist damit so schlecht wie Anfang 1999 nach der Russlandkrise. Die direkten Effekte des Terroranschlages sind in dieser Stimmung noch gar nicht enthalten. Darum ist mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen. "Wir rechnen damit, dass die Stimmung in der Industrie nochmals schlechter wird, allerdings nicht auf das Tief der Rezession von 1993 fallen wird", so Bruckbauer weiter. Die Bank Austria geht davon aus, dass die Exporte und die Industrieproduktion im zweiten Halbjahr praktisch stagnieren werden. Eine Erholung ist derzeit nicht erkennbar.

Konsumentenstimmung trübt sich deutlich ein

Blieb die Stimmung der Konsumenten bisher relativ optimistisch, so ist nun mit einer spürbaren Eintrübung zu rechnen. "Die Hoffnung, die Konsumenten würden durch die deutlich rückläufigen Inflationsraten optimistischer werden und die Konjunktur retten, ist nun verschwunden", so die Bank Austria. Zwar werden die positiven Effekte der sinkenden Inflation verbunden mit rückläufiger Sparquote den Konsum vor einem Einbruch retten, das unsicher gewordene Konjunkturklima und vor allem die steigende Arbeitslosigkeit lassen jedoch keine Konsumeuphorie aufkommen.

Konjunkturtief noch nicht erreicht – Rezession aber eher unwahrscheinlich

Die veränderte Konjunkturlage in der Welt hat zwar das Konjunkturbild für 2001 wenig verändert, dafür aber für 2002 umso mehr. Im Sommer gab es erste Anzeichen einer Erholung gegen Jahresende. Nun muss davon ausgegangen werden, dass diese Erholung für die Industrie erst im Verlauf des ersten Halbjahres 2002 einsetzen wird, für die private Nachfrage werden jedoch die Impulse fehlen. Die private Konsumnachfrage wird zwar helfen, eine Rezession zu verhindern, wird aber zu schwach bleiben, um die negativen Folgen der globalen Abkühlung aufzufangen. Wir erwarten daher für nächstes Jahr im Durchschnitt kaum mehr Wachstum als heuer. "Weiterhin halten wir allerdings eine Rezession in Europa und damit auch in Österreich für unwahrscheinlich", so Bruckbauer abschließend gedämpft optimistisch.

Rückfragen: Bank Austria Konzernvolkswirtschaft

Stefan Bruckbauer, Tel. 71191 DW 51054;

E-Mail: stefan.bruckbauer@bankaustria.com