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23.1.2001

Bank Austria-Wirtschaftsprognose 2001 für Osteuropa: Harte Zwischenlandung in den USA kostet Osteuropa rund ½ Prozentpunkt vom Wachstum 2001

Im Rahmen der Vorstellung der aktuellen Wirtschaftsprognosen 2001 für die Region Zentral- und Osteuropa haben die Volkswirte der Bank Austria neben einem weltwirtschaftlichen Hauptszenario, das die Grundlage für ihre Prognosen bildete, ein weiteres für den Fall einer "harten Zwischenlandung in den USA" und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Reformländer entwickelt.

Wirtschaftsprognose Osteuropa 2001 - Hauptszenario

Die Volkswirte gehen im Hauptszenario, dem eine Wahrscheinlichkeit von 60 % zugrunde gelegt wird, von einem Wirtschaftswachstum in den USA von 2 % aus. Das Wachstum in der Eurozone liegt demnach bei 2,7 %.

In diesem wirtschaftlichen Umfeld wird sich das Wachstum in den Reformländern Zentral- und Osteuropas auf durchschnittlich 4,2 % belaufen:

Ungarn (5 %) und Slowenien (4,5 %) werden das stärkste Wachstum, Tschechien (3,5 %) und die Slowakei (2,9 %) das relativ schwächste aufweisen.

Die Wachstumsdifferenziale werden aber heuer wesentlich geringer sein, als im vergangenem Jahr. Der Grund dafür liegt im heuer erwarteten Konjunkturaufschwung der bisherigen Nachzügler Tschechien und Slowakei.

Wirtschaftsprognose Osteuropa 2001 - Alternativszenario

Dem mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 40 % skizzierten Alternativszenario liegt ein stärkerer Rückgang der US-Wirtschaft im heurigen Jahr auf 1 % zugrunde. Euroland wird in diesem Crashszenario für die amerikanische Wirtschaft ein Wachstum von 2,3 % aufweisen.

Das von den Bank Austria-Volkswirten entwickelte Erklärungsmodell setzt beim Außenhandel als Hauptursache der Wachstumsverlangsamung an. Dieser wird vom Euroraum dominiert. Mehr als 60 % der Exporte sind für diese Länder bestimmt, während die USA Abnehmer für nur rund 3 % der Exporte sind.

Die direkten Auswirkungen einer Abschwächung des EU-Wachstums auf den Außenhandel der Reformländer wäre daher wesentlich gravierender als eine Abschwächung in den USA. Andererseits bedeutet ein EU-Wachstum von 2,3 % eine nur unwesentliche Verlangsamung gegenüber dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 1997-1999 von 2,5 % p.a. Ein Rückfall des jährlichen Wachstums im Außenhandel der Reformländern auf einen Wert, der weit unter dem Wachstum des vergangenen Boomjahres von real 14,2 % und knapp unter der Dynamik der Jahre 97-99 (+ 9,6 %) liegt, hätte daher im Modell der Bank Austria nur einen vergleichsweise geringen negativen Effekt. Dieser direkte negative Effekt über den Außenhandel im Zusammenspiel mit sogenannten "Zweitrundeneffekten" durch die Anpassung der Wirtschaftspläne der Unternehmer in den Ländern sowie eine kleine Abschwächung des privaten Konsums wird von den Bank Austria-Ökonomen auf rund ½ Prozentpunkt geschätzt, was als Resultat zu einem regionenweiten Wachstum von 3,7 % führen sollte.

Länderspezifisch wäre Ungarn mit einem um rund 0,6 Prozentpunkte niedrigeren Wachstum im Modell der Bank Austria am stärksten von solch einer weltweiten Abschwächung betroffen, Polen und die Slowakei mit nur 0,4 Prozentpunkten am geringsten. Für die Slowakei, deren Volumen an Exporten und Importen rund 60 % des Niveaus des Bruttoinlandsprodukts erreicht, ist der Effekt deshalb nicht so gravierend wie z.B. in Ungarn, weil die Verschränkung mit dem europäischen und amerikanischen Wirtschaftsraum die relativ geringste der fünf untersuchten Länder ist.

Das Wirtschaftswachstum in den Ländern Zentral- und Mitteleuropas erweist sich also auch gegenüber einem drastischeren Rückgangs der amerikanischen Konjunktur als relativ resistent.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Margit Schmid-Weihs, Tel. 711 91 DW 52371

E-Mail: margit.schmid-weihs@bankaustria.com