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22.04.1999

Bank Austria weiter voll auf Kurs

  • Betriebsergebnis 13,6 Mrd. Schilling: 2,1 % über Spitzenwert des Vorjahres
  • Jahresüberschuß sinkt nach hohen Risikovorsorgen auf 3,9 Mrd. Schilling
  • Position auf den wesentlichen Märkten gefestigt
  • Integration über Plan - Synergien greifen
  • Vereinheitlichung der Aktienkategorien abgeschlossen

Die Bank Austria-Gruppe hat 1998 ein sehr respektables Ergebnis erzielt. So konnte das Betriebsergebnis gegenüber dem ausgezeichneten Vorjahr nochmals gesteigert werden. Bank Austria Generaldirektor Gerhard Randa: “Wir liegen voll im Plan. Und heuer schließen wir wieder an das hervorragende Jahr 1997 an.”

Die strategische Ausrichtung der Bank Austria hat sich im Geschäftsjahr 1998 bestätigt. Als die führende Bank in Österreich und als eine der stärksten Auslandsbanken in Mittel- und Osteuropa konnte sie ihre Position weiter festigen. In den wesentlichen Geschäftssegmenten wurde der Marktanteil gehalten oder weiter ausgebaut. “Die Bank Austria ist eine europäische Regionalbank, die sich sowohl auf dem österreichischen Markt als auch in Mittel- und Osteuropa hervorragend positioniert hat. An diesem klaren Konzept werden wir weiter festhalten”, so Randa.

Sämtliche 1997 begonnenen Integrationsvorhaben wurden 1998 zeitgerecht und erfolgreich abgeschlossen. Mit der Entscheidung für die gemeinsame IT-Plattform der Gruppe wurde das letzte große Integrationsprojekt bereits in Angriff genommen. Die einheitliche Ausstattung der Gruppe mit dem bewährten System der CA soll bis Mitte 2000 umgesetzt sein. Randa: “Wir haben in den vergangenen zwei Jahren sehr hart gearbeitet und damit eine ausgezeichnete Basis für eine ertragreiche Zukunft der Gruppe gelegt”.

Starkes Betriebsergebnis
Mit einem Betriebsergebnis von 13,6 Mrd. Schilling (plus 2,1 %) übertraf die Bank Austria-Gruppe das Spitzenergebnis des Vorjahres. Der Jahresüberschuß wurde allerdings durch die stark gestiegenen Risikovorsorgen aufgrund der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten im 2. Halbjahr 1998 belastet und erreichte 3,9 Mrd. Schilling nach 5,6 Mrd. Schilling im Vorjahr. Noch zur Jahresmitte lagen Betriebsergebnis und Jahresüberschuß deutlich über den Vorjahreswerten und über den gruppeninternen Vorgaben.

Betriebserträge steigen auf 42,2 Mrd. Schilling
Die Betriebserträge stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,6 % auf 42,2 Mrd. Schilling. Bestimmende Ertragsposition war weiterhin der Nettozinsertrag, der mit 22,8 Mrd. Schilling gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb. Sowohl die starke Nachfrage nach Investmentfonds als auch das spürbar belebte Kreditgeschäft (Kreditprovisionen) im Inland spiegeln sich im stark gestiegenen Provisionsertrag wider. Gegenüber dem Vorjahr war ein Anstieg um 15,7 % auf 9,8 Mrd. Schilling zu verzeichnen. Sehr erfreulich entwickelten sich auch die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen, die um 19,2 % auf 4,4 Mrd. Schilling anstiegen. Darin kommt die gute Ertragslage der meisten Beteiligungen der Gruppe zum Ausdruck.

Die sonstigen betrieblichen Erträge waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die korrespondierende Position der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde allerdings noch stärker reduziert.

Moderate Entwicklung bei den Betriebsaufwendungen
Wie bereits in den Vorjahren konnte durch konsequentes Kostenmanagement der Anstieg auf der Aufwandsseite mit 1,4 % sehr moderat gehalten werden. Die Betriebsaufwendungen beliefen sich auf 28,5 Mrd. Schilling nach 28,2 Mrd. Schilling im Vorjahr. Der Personalaufwand stieg um 2,4 % auf 16,1 Mrd. Schilling, der Sachaufwand um 13,0 % auf 9,8 Mrd. Schilling. Ein starker Rückgang um 56 % auf 763 Mio. Schilling war bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen.

Der Personalstand der drei Aktiengesellschaften der Gruppe, Bank Austria, Creditanstalt und Bank Austria Creditanstalt International belief sich zu Jahresende 1998 auf 14.261. Das entspricht gegenüber 1997 einem Rückgang um 3,8 %.

Günstige Risikoentwicklung im Inland - hohe Vorsorgen im Ausland
Das strikte Kreditrisikomanagement der Gruppe führte im Vorjahr im inländischen Kreditgeschäft zu einer Verringerung des Vorsorgebedarfs um 14 % auf 3,7 Mrd. Schilling. Diese Entwicklung ist besonders erfreulich, da das aushaftende Volumen im Privat- und Kommerzkreditgeschäft gleichzeitig deutlich gesteigert werden konnte.

Insgesamt hat sich der Risikovorsorgebedarf der Gruppe im vergangenen Jahr allerdings von 5,4 auf 11,2 Mrd. Schilling erhöht. Die ergebniswirksamen Vorsorgen für Rußland beliefen sich auf 5,0 Mrd. Schilling, für Südostasien auf 1,2 Mrd. Schilling.

Die Vorsorgen für gefährdete Aushaftungen aus dem Rußland-Geschäft wurden in vollem Umfang in der Bilanz 1998 berücksichtigt.

Ziele für Unternehmenskennzahlen bleiben aufrecht

  

1997

1998

Ziel 2001

Kernkapitalquote
(Tier 1)

5,7

7,0 %

> 6 %

Return on Equity

10,8

6,7 %

> 12 %

Cost-Income-Ratio

67,8

67,7 %

< 65 %

Earnings per Share
(in ATS)

49

33

80

Betriebsergebnis je Mitarbeiter (in ATS)

723.441

<737.515

  

 

In Anbetracht der Umstände haben sich die Ertragskennzahlen auch im Jahr 1998 zufriedenstellend entwickelt. Bank Austria-General Randa: “Wir werden die Erfolgsziele, die wir uns für das Jahr 2001 gesetzt haben - ein Gewinn pro Aktie von 80 Schilling und ein ROE von über 12 % - erreichen.”

Per Jahresende 1998 verfügte die Gruppe über Eigenmittel in der Höhe von 102,7 Mrd. Schilling. Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindesterfordernisse wurden damit weit übertroffen.

Streubesitz über 50 % - starke Gruppenaktie wird verwirklicht
Durch den Verkauf von 6,6 Mio. Stück von der PTBG gehaltenen Bank Austria-Stammaktien im Februar des Vorjahres wurde die Privatisierung der Bank Austria endgültig umgesetzt. 4,6 Mio. Stück wurden über die Dresdner Bank an internationale Investoren weitergegeben, 2 Mio. Stück wurden breit in Österreich gestreut. Der Anteil des Streubesitzes an der Bank Austria erhöhte sich per Ende 1998 auf 55,4 %.

AV-Z und Wr. Holding gemeinsam bereits 1998 unter 25 %
Die im Zuge des Erwerbs der Creditanstalt eingegangene Verpflichtung, den gemeinsamen Anteil von AV-Z und Wiener Holding an der Bank Austria bis zum Jahr 2001 auf unter 25 % zu reduzieren, wurde bereits 1998 erfüllt. Aktuell liegt der gemeinsame Anteil bei 24,5 %. Randa: “Mit den bewährten strategischen Partnern WestLB, Cariplo und Wiener Städtische Versicherung sowie dem neuen Aktionär Wüstenrot verfügen wir über eine sehr starke und stabile Kernaktionärsstruktur.”

Im vergangenen Jahr wurde die Vereinheitlichung der Aktienkategorien auf Bank Austria-Stämme umgesetzt. Damit wird die Gruppe an der Börse durch ein starkes Papier repräsentiert, alle Aktionäre der Bank Austria sind stimmberechtigt.

Unveränderte Dividende
Für das Jahr 1998 wird der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende in der Höhe von 1,02 Euro (14 %) pro Aktie bzw. pro Partizipationsschein vorgeschlagen.

Bilanzsumme steigt auf 1.646,5 Mrd. Schilling
Zum 31. 12. 1998 erreichte die Bilanzsumme der Bank Austria-Gruppe einen Wert von 1.646,5 Mrd. Schilling, das entspricht einem Anstieg um 5 % oder 78 Mrd. Schilling gegenüber Ende 1997. Beigetragen zur Ausweitung des Geschäfts-volumens hat auf der Aktivseite insbesondere das in- und ausländische Kreditgeschäft. Die Forderungen an Kunden stiegen demzufolge um 94,4 Mrd. Schilling oder 11,5 % auf 918,4 Mrd. Schilling. Davon entfielen zwei Drittel oder 618 Mrd. Schilling auf inländische Kunden.

Passivseitig war das Bilanzsummenwachstum von den um 11,8 % oder 61,3 Mrd. Schilling auf 582,9 Mrd. Schilling stark gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden geprägt. Wesentlich bestimmt war diese Position von der sehr guten Entwicklung bei den Termineinlagen, aber auch bei den Spareinlagen konnte ein leichtes Plus von rund 670 Mio. Schilling verzeichnet werden.

Gruppe behauptet Top-Position in Österreich
Die Bank Austria-Gruppe konnte 1998 ihre Position als Marktführer in Österreich festigen. 1998 standen mehr als 1,6 Mio. Privatkunden mit der Gruppe in Geschäftsbeziehung, die Kontenanzahl stieg um 5,2 % auf über 1,3 Mio. Konten. Bei den gehobenen Privatkunden liegt der Marktanteil der Gruppe bei 28 %.

In vielen Geschäftssparten konnten sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Besonders der Electronic Banking-Markt entwickelte sich sehr dynamisch. Das ständig erweiterte und verbesserte Produkt- und Dienstleistungsangebot in diesem Bereich erfreute sich sowohl bei Privat- als auch bei Firmenkunden hoher Beliebtheit. So konnte allein in der Bank Austria AG die Anzahl der online verwalteten Konten im Jahresvergleich von 35.000 auf 52.000 erhöht werden (plus 48,5 %). Ebenfalls ganz ausgezeichnet verlief das Fondsgeschäft der Gruppe: Das von der Bank Austria-Gruppe verwaltete Fondsvolumen stieg gegenüber 1997 um 27 % auf 157,4 Mrd. Schilling.

Sehr gutes Auslandsgeschäft - Erfolge in westlichen Finanzzentren
Das Auslandsgeschäft der Bank Austria-Gruppe verlief im Vorjahr - abgesehen von Rußland - sehr zufriedenstellend. Die Niederlassungen in den wichtigen westlichen Finanzzentren in Großbritannien und in den USA verzeichneten eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung. Die Filiale London konnte sich in ihren Kerngeschäfts-segmenten gut behaupten. Darüber hinaus führte sie erfolgreich Finanzierungen im Flugzeug- und Telekommunikationssektor durch.

Die Bank Austria-Gruppe erzielte in den USA in allen Geschäftsbereichen deutlich über Budget liegende Erträge. Wesentlich zur Steigerung des Betriebsergebnisses (plus 10,8 %) auf 1,02 Mrd. Schilling haben die gute Performance des Aktienmarktes und die starke Kreditnachfrage beigetragen.

Starke Position in Mittel- und Osteuropa behauptet
Die Bank Austria-Gruppe konnte ihre sehr starke Position in den Reformstaaten Mittel- und Osteuropas weiter festigen. In dieser Region beschäftigt die Gruppe in 122 Niederlassungen knapp 3.900 Mitarbeiter. Damit gehört sie zu den führenden Auslandsbanken. Darüber hinaus hat die Bank Austria ihren Anteil an der polnischen PBK auf 28 % aufgestockt. Die PBK zählt mit 233 Niederlassungen und 6.400 Mitarbeitern zu den größten polnischen Kreditinstituten. 1998 erzielte sie eine Bilanzsumme von 47 Mrd. Schilling und ein Ergebnis vor Steuern von rund 1,4 Mrd. Schilling.

Auch die Ertragszahlen der Tochterbanken in Mittel- und Osteuropa (ohne Rußland und PBK) bestätigen die ausgezeichnete Performance der Gruppe in dieser Region. Die Kommerzbanktöchter leisteten mit einem Betriebsergebnis von 1,2 Mrd. Schilling (plus 16,6 %) einen wesentlichen Beitrag zum Gruppenergebnis. Der Nettogewinn in diesen Ländern lag 1998 bei 813 Mio. Schilling und damit um 33,2 % höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalverzinsung lag bei ausgezeichneten 21,4 % (1997: 19,5 %). Die Bilanzsumme konnte gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % auf 55,1 Mrd. Schilling ausgeweitet werden.

Insgesamt erreichte die Bank Austria Creditanstalt International (BA/CA-I), in der die Auslandsaktivitäten der Gruppe zusammengefaßt sind, 1998 ein Betriebsergebnis von 3,5 Mrd. Schilling. Das Jahresergebnis lag aufgrund des Vorsorgebedarfs für das Rußlandgeschäft bei minus 84 Millionen Schilling. Alarich Fenyves, stellvertretender Vorsitzender der Bank Austria Creditanstalt International AG: “In ihrer Substanz ist die BA/CA-I kerngesund und als eine der führenden Banken vor allem in Mittel- und Osteuropa, aber auch auf den wichtigsten internationalen Finanzplätzen, hervorragend positioniert. Und diese Position werden wir weiter ausbauen.”

Integrationsmodule termingerecht abgeschlossen - Großprojekt IT-Plattform
Sämtliche Integrationsmodule, die 1997 in Angriff genommen wurden, konnten im Vorjahr zeitgerecht und erfolgreich abgeschlossen werden. Die wesentlichen neu geschaffenen Konzernfunktionen sind das Group Treasury, der Bereich Financial Institutions, die neuen Investmentfonds- und Kapitalanlagegesellschaften der Gruppe, die zusammengelegten Back-Office-Bereiche wie Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung, Konzernorganisation/IT sowie das Konzernrechnungswesen und Konzerncontrolling.

Auch die Zusammenführung und Reorganisation aller Auslandseinheiten der Gruppe in der Bank Austria Creditanstalt International AG wurde 1998 erfolgreich abgeschlossen.

Neue, schlagkräftige Organisationsstruktur
Mit Wirkung vom 1. Mai 1999 tritt in der Bank Austria unter dem Titel “Divisionalisierung” eine neue Organisationsstruktur in Kraft. Diese neue Struktur sieht eine noch stärkere Ausrichtung des Unternehmens nach Kundengruppen vor. Auf diese Weise wird die Bank Austria noch schneller und gezielter auf den Markt reagieren. Gleichzeitig wird damit den jeweiligen Ressorts eine klare und eindeutige Ergebnisverantwortung für ihre Bereiche zugeordnet. “Die Neustrukturierung ist ein wichtiger Schritt, um die Schlagkraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu erhöhen”, so Bank Austria-General Randa.

Aufarbeitung einer historischen Verantwortung Im Sommer und Herbst 1998 wurde die Bank Austria wie auch andere Banken mit Ansprüchen von Opfern des 2. Weltkrieges konfrontiert. Die Bank Austria hat diese Ansprüche sehr ernst genommen und sich im Bewußtsein einer moralischen Verpflichtung gegenüber den Leidtragenden sowie aus wirtschaftlicher Verantwortung gegenüber Kunden und Aktionären mit diesem Thema mit größter Sorgfalt auseinandergesetzt. Im Frühjahr 1999 wurde, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung und des Prozeßgerichts vom Vorstand mit den Vertretern der Opfer ein Settlement Agreement abgeschlossen. Die Vereinbarung wurde bereits vom Aufsichtsrat genehmigt.

Rückfragen: Bank Austria, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 71191 DW 57011

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