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03.11.1999

Branchenanalyse der Bank Austria:
Österreichische Holzwirtschaft international konkurrenzfähig

  • Seit 1995 verzeichnet der Sektor ein durchschnittliches Wachstum von 6 % im Jahr
  • Handelsbilanzüberschuß mit Holzwaren erreichte 1998 10,5 Mrd Schilling
  • Möbelexporte sind 1993 um durchschnittlich 13 % im Jahr gestiegen

Eine aktuelle Branchenanalyse der Bank Austria kommt zu einer sehr positiven Bewertung des heimischen Sektors Holz. Dazu Mag. Marianne Kager, Leiterin der Volkswirtschaftlichen Abtei-lung der Bank Austria: "Österreichs Holz-Sektor hat in allen Verarbeitungsstufen seine Konkur-renzfähigkeit bewiesen. Auch die Möbelindustrie ist sehr erfolgreich."

Die Produktionsleistung der heimischen Holzverarbeitung ist in den letzten Jahren überdurch-schnittlich rasch gewachsen, seit 1995 um 6 % im Jahr. Im Vergleich dazu betrug der Zuwachs im EU-Durchschnitt rund 1 % jährlich und in Deutschland, dem anteilsmäßig größten "Holzbear-beitungsland" in der EU, stagnierte die Produktionsleistung praktisch im selben Zeitraum.

Basis der bemerkenswerten wirtschaftlichen Erfolge der heimischen Branche sind nicht nur die reichlich vorhandenen Ressourcen in unseren Wäldern. Holz- wird als Roh- und Werkstoff weiter an Bedeutung gewinnen. Die zentralen Faktoren, die diesen Trend unterstüt-zen, sind die praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit des Rohstoffes und vor allem der Trend zum "gesunden Wohnen". Nicht zuletzt gewinnt Holz als Baumaterial wachsenden Stellenwert in den einzelnen Bauordnungen der Länder, auch im Segment Mehrgeschoßbau.

Eine wichtige Rolle spielten auch massive strukturelle Anpassungen in den einzelnen Sparten. In Teilbereichen der Branche, beispielsweise der Sägeindustrie oder der Plattenherstellung, haben sich die heimischen Unternehmen damit bereits einen technologischen Vorsprung gesichert.

Die internationale Konkurrenzfähigkeit der heimischen Holzwirtschaft beweist sich auch an den laufenden Exportüberschüssen. 1998 erreichte der Handelsbilanzsaldo mit Roh- und Schnittholz, Faserplatten und sonstigen Holzwaren bereits 10,5 Mrd. Schillinge. Seit 1993 hat sich dieser Überschuß von 5,9 Mrd. S Jahr für Jahr fast verdoppelt. Die Entwicklung ist im Licht der währungsbedingten Wettbewerbsnachteile der österreichischen Anbieter von 1993 bis 1996, v.a. gegenüber dem Hauptabnehmer Italien, noch bemerkenswerter. Nach Italien werden immerhin 39 % der Exporte von Holz- und Holzprodukten geliefert, bei Schnittholz sind es sogar 60 %.

Selbst die österreichischen Möbelhersteller konnten in den vergangenen Jahren beachtliche Exporterfolge erzielen. In den Jahren 1993 bis 1998 sind die Möbelexporte um durchschnittlich 13 % im Jahr gestiegen, die Importe nur um 7 %. Das traditionelle Handelsbilanzminus mit Mö-beln ist auf knapp 5 Milliarden Schillinge gesunken.

Der Holzkreislauf schließt sich wieder beim Brennstoff. Daß noch mit beachtlichen Anteilszu-wächsen der Biomasse am Energieaufkommen in Österreich zu rechnen ist, zeigt sich an der starken Zunahme der Zahl der Hackschnitzelheizungen. Letztere wird durch legistische Maß-nahmen sowohl in Österreich als auch EU-weit gestützt.

Der Waldreichtum Österreichs bleibt die Basis für den traditionell hohen Stellenwert des Sektors Holz im Land. Die Forstbilanz macht deutlich, daß der Sektor auch langfristig keinen Rohstoff-mangel erleiden wird. So ist der Nettoholzvorrat in unseren Wäldern in den letzten Jahren um durchschnittlich 0,7 % pro Jahr gestiegen. In der Forstwirtschaft, der Sägeindustrie, der Holz-verarbeitung, bei den Zimmereien und Tischlern arbeiten mehr als 3 % aller unselbständig Be-schäftigten. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt von etwa 3,3 %, bereits vergleichbar mit dem des Beherbergungs- und Gaststättenwesens, wird noch zunehmen.

Die Analyse ist in der Bank-Austria Publikation "Report - Berichte und Analysen zur Wirt-schaftslage" abgedruckt.

Rückfragen: Bank Austria, Öffentlichkeitsarbeit
Karl Mauk 
Tel. 711 91 DW 51373