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10.05.2012

Ergebnis für das erste Quartal 2012:
Bank Austria startet mit 399 Millionen Euro Nettogewinn ins Jahr

  • Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand dank solidem Kundengeschäft, flacher Kostenentwicklung und neuerlich gesunkenem Risikoaufwand um 20 Prozent verbessert
    o Kreditvolumen steigt gegenüber der Vorjahresperiode um 3,7 Prozent auf 133,4 Milliarden Euro, Kundeneinlagen wachsen um 7 Prozent auf 105,4 Milliarden Euro
    o Kreditrisikoaufwand sinkt in Österreich und in CEE; insgesamt um 25 Prozent auf 284 Millionen
    o Bankensteuern verursachen 24,3 Millionen Euro Kostenbelastung
    o Rückkauf von Hybridinstrumenten schlägt als positiver Sondereffekt mit 124 Millionen Euro vor Steuern zu Buche
  • Ergebnis vor Steuern um 18 Prozent auf 527 Millionen Euro verbessert
  • Konzernergebnis nach Steuern um 17 Prozent auf 399 Millionen Euro gesteigert
  • Kernkapitalquote Core Tier 1 beträgt exzellente 10,5 Prozent
  • Leverage Ratio1 (Fremdverschuldungshebel) sinkt weiter auf 12,6x

Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko: „Mit einem Nettogewinn von fast 400 Millionen Euro bin ich mit unserem Start in das heurige Jahr durchaus zufrieden. Besonders wichtig ist, dass das kommerzielle Kundengeschäft solide Ergebnisse bringt, wir die Kosten gut im Griff haben und die Risikokosten sowohl in Österreich als auch in Zentral- und Osteuropa weiter rückläufig waren. Zusätzlich hatten wir im ersten Quartal durch den Rückkauf von Hybridinstrumenten einen positiven Sondereffekt zu verbuchen. Allerdings ist die Nachfrage am Markt unverändert verhalten und hat nach wie vor noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht. Und die auf europäischer Ebene anhaltenden Diskussionen zu Spar- versus Wachstumsprogrammen sowie jene zur Bankenregulierung machen das Marktumfeld nicht eben einfacher. Aber ich sehe unser Haus sehr solide und konservativ aufgestellt und mit einer Kernkapitalquote von 10,5 Prozent und einer Primärmittelausstattung von fast 102 Prozent unseres Kreditvolumens gut für die Zukunft gerüstet.“

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Der Nettozinsertrag war mit 1.105 Millionen Euro trotz des Niedrigzinsumfelds auch im ersten Quartal dieses Jahres die wichtigste Ertragsstütze und blieb damit mit minus 2 Prozent nur knapp unter dem Vorjahreswert (Q1 2011: 1.128 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich vergleichsweise schwächer und fiel mit 383 Millionen Euro um 7,1 Prozent niedriger aus als in der Vorjahresperiode (Q1 2011: 413 Millionen Euro), was auf die angesichts des volatilen Marktumfelds anhaltende Zurückhaltung insbesondere im Wertpapiergeschäft zurückzuführen ist.

Das Handelsergebnis nahm im Vorjahresvergleich stark zu, was zum einen auf die höhere Erfolgsbeteiligung aus der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division, in die das Geschäft der CAIB eingebracht wurde, sowie das verbesserte Handelsergebnis in Zentral- und Osteuropa (CEE) zurückzuführen ist. Zum anderen schlägt in dieser Position auch der Erfolgsbeitrag in Höhe von 124 Millionen Euro aus dem Rückkauf von Hybridinstrumenten im ersten Quartal zu Buche. Im Vergleich zur Vorjahresperiode legte das Handelsergebnis um 79,4 Prozent auf 293 Millionen Euro zu (Q1 2011: 164 Millionen Euro).

In Summe lagen die Betriebserträge aus dem operativen Geschäft mit 1.811 Millionen Euro um 1,6 Prozent über dem Wert des ersten Quartals des Vorjahres (Q1 2011: 1.783 Millionen Euro).

Die Betriebsaufwendungen lagen mit 961 Millionen Euro nur um moderate 3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, was auf die strikte Kostendisziplin und fortlaufende Effizienzsteigerungen im laufenden Geschäftsbetrieb zurückzuführen ist (Q1 2011: 934 Millionen Euro). Die Bankensteuern in Österreich und einigen CEE-Ländern erhöhten die Betriebsaufwendungen um 2,6 Prozent.

Die Bankenabgaben belasteten kostenseitig die Bank Austria Gruppe mit 24,3 Millionen Euro, wovon 24,0 Millionen Euro in Österreich, 2,4 Millionen Euro in der Slowakei und 0,2 Millionen Euro in Slowenien anfielen. In Ungarn fielen 7 Millionen Euro Bankensteuer an, denen allerdings ein positiver Einmaleffekt aufgrund der teilweisen Anrechenbarkeit der Verluste aus dem vorzeitigen Rückzahlungsprogramm für Fremdwährungskredite in Höhe von 9,3 Millionen Euro gegenübersteht.

Das Betriebsergebnis blieb dank des soliden operativen Geschäfts und trotz der zusätzlichen Belastungen aus dem Titel „Bankenabgaben“ mit 850 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (Q1 2011: 849 Millionen Euro).

Der Kreditrisikoaufwand fiel im ersten Quartal 2011 mit 284 Millionen Euro um 92 Millionen Euro oder 24,5 Prozent deutlich niedriger aus als in der Vergleichsperiode (Q1 2011: 376 Millionen Euro). Die Reduktion der Risikokosten konnte sowohl im österreichischen Kundengeschäft als auch in Zentral- und Osteuropa erzielt werden. In Österreich sank der Kreditrisikoaufwand um 36 Prozent auf 65 Millionen Euro (Q1 2011: 102 Millionen Euro), in CEE um 20 Prozent auf 219 Millionen Euro (Q1 2011: 274 Millionen Euro). Insgesamt gaben die Risikokosten (Kreditrisikoaufwand gemessen an den durchschnittlichen Kundenforderungen) im Vorjahresvergleich von 116 Basispunkten (bp) auf 85 bp nach.

Das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand, das als zentrale Kennzahl die Performance im operativen Geschäft darstellt, zeigt im ersten Quartal dieses Jahres eine deutliche Verbesserung um 19,6 Prozent auf 566 Millionen Euro gegenüber der Vorjahresperiode (Q1 2011: 473 Millionen Euro). Treiber dieser positiven Entwicklung waren die solide Entwicklung des operativen Kundengeschäfts sowie die weiter gesunkenen Risikokosten.

Von diesem operativen Ergebnis sind die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 8 Millionen Euro abzuziehen, die um 24 Millionen Euro geringer ausgefallen sind als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Zu den nicht-operativen Positionen zählt des Weiteren das Finanzanlageergebnis, das mit minus 31 Millionen Euro negativ ausfiel. 

Das Ergebnis vor Steuern stieg im 1. Quartal 2012 um 17,5 Prozent auf 527 Millionen Euro (Q1 2011: 448 Millionen Euro). Die Ertragsteuern stiegen mit 110 Millionen Euro um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr, woraus sich ein effektiver Steuersatz von 20,9 Prozent ergibt (Q1 2011: 19,8 Prozent).

Das Ergebnis nach Steuern beträgt 417 Millionen Euro, was einer Steigerung von 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (Q1 2011: 360 Millionen Euro). Nach Abzug der Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie der Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte ergibt sich damit ein Konzernergebnis von 399 Millionen Euro, das um 17,3 Prozent über der Vorjahresperiode liegt (Q1 2011: 340 Millionen Euro).

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:

  • Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern beträgt 12,0 Prozent.
  • Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern beträgt 9,4 Prozent.
  • Die Cost/Income-Ratio beläuft sich auf 53,1 Prozent.
  • Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) beträgt 25,0 Prozent.
  • Die Gesamtkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) beläuft sich auf 12,23 Prozent.
  • Die Tier 1 Quote (bezogen auf alle Risiken) beträgt 10,72 Prozent.
  • Die Kernkapitalquote Core Tier 1 (bezogen auf alle Risiken) beläuft sich auf 10,50 Prozent

Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe (PKMB), Private Banking, Corporate & Investment Banking (CIB) sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe (PKMB) hat im ersten Quartal 2012 das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zur Vorjahresperiode um 22,2 Prozent auf 20 Millionen Euro gesteigert (Q1 2011: 16 Millionen Euro). Neben dem strikten Kostenmanagement hat dazu vor allem auch der deutlich gesunkene Risikoaufwand beigetragen, der gegenüber dem Vorjahr um 39,7 Prozent gesunken ist. Die Cost/Income-Ratio beläuft sich auf 80,9 Prozent (Q1 2011: 75,2 Prozent).

Die Division Private Banking konnte im ersten Quartal den Nettozinsertrag mit 35 Prozent deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern, aber der Provisionsüberschuss fiel aufgrund der Zurückhaltung der Anleger angesichts des unverändert volatilen Marktumfelds um 7,2 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Insgesamt erzielte die Division ein Ergebnis vor Steuern von 10 Millionen Euro, womit es um 7,7 Prozent über dem Vorjahr lag (Q1 2011: 10 Millionen Euro). Die Cost/Income-Ratio sank leicht auf 69,8 Prozent (Q1 2011: 71,6 Prozent).

Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) erzielte im ersten Quartal dieses Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 122 Millionen Euro, womit es um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückblieb (Q1 2011: 132 Millionen Euro). Grund dafür sind zwei gegenläufige Entwicklungen: Während sich das Zinsergebnis positiv entwickelte und die Risikokosten weiter gesunken sind, blieb der Provisionsüberschuss deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 37,8 Prozent (Q1 2011: 34,4 Prozent).

Die Division Zentral- und Osteuropa (CEE) erwirtschaftete im ersten Quartal des laufenden Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 367 Millionen Euro, was einer neuerlichen Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode von rund 4 Prozent entspricht (Q1 2011: 353 Millionen Euro). Zu konstanten Wechselkursen ist das ein Plus von 8,8 Prozent. Dazu trugen das solide operative Kundengeschäft und die strikte Kostendisziplin ebenso bei, wie die um 20,1 Prozent abermals deutlich niedrigeren Kreditrisikokosten. Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 47,9 Prozent (Q1 2011: 45,9 Prozent).

Die Bank Austria steuert als Subholding der UniCredit das führende Bankennetzwerk in Zentral- und Osteuropa, mit mehr als 51.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zirka 2.750 Filialen in 18 Ländern. Im ersten Quartal 2012 hat die Region Zentral- und Osteuropa von einem stärkeren Risikoappetit auf Schwellenmärkte profitiert, der insbesondere durch die Liquiditätsspritzen der EZB gestützt worden ist. Obwohl sich die Marktstimmung weiter verbessert, zeigt der Konjunkturzyklus unverändert in Richtung Verlangsamung mit leicht schwächeren EinkaufsManagerIndices und einer niedrigeren Exportdynamik. Die politischen Ankündigungen von einzelnen EWU-Ländern könnten dabei den Risikoappetit belasten und so wiederum eine vergleichsweise gedämpfte Konjunkturentwicklung auch im 2. Quartal begünstigen. Insgesamt rechnen die UniCredit-Experten damit, dass die Wirtschaft der CEE-16 heuer um 3,4 Prozent wachsen wird.

„Der Bankenmarkt Zentral- und Osteuropas ist länderweise durchaus stark in das neue Jahr gestartet. Vor allem die großen Länder wie Russland oder die Türkei sollten sich heuer positiv entwickeln“, sagt Gianni Franco Papa, stellvertretender CEO und Chef der CEE Division der Bank Austria. „In genau diesen Märkten forcieren wir auch unseren Geschäftsausbau und investieren weiter. Das größte Risiko stellt gleichzeitig aus heutiger Sicht die Flut an neuen, nationalen Regulierungen dar, die mehr europäische Abstimmung braucht.“

Die Bilanz
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 31. März 2012 auf 200,9 Milliarden Euro und war damit um 1,6 Milliarden Euro höher als zum Vorjahresultimo (31.12.2011: 199,2 Milliarden Euro). Auf der Aktivseite beliefen sich die Kundenforderungen per Ende März auf 133,4 Milliarden Euro (31.12.2011: 134,9 Milliarden Euro) und die Forderungen an Kreditinstitute auf 27,1 Milliarden Euro (31.12.2011: 25,6 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen leicht auf 105,4 Milliarden Euro (31.12.2011: 104,7 Milliarden Euro) und die verbrieften Verbindlichkeiten auf 30,3 Milliarden Euro (31.12.2011: 29,9 Milliarden Euro). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen und somit die Refinanzierung aus Quellen des kommerziellen Geschäfts, belaufen sich auf 135,7 Milliarden Euro beziehungsweise 67,5 Prozent der Bilanzsumme. Damit waren die Kundenforderungen mit 101,7 Prozent mehr als zur Gänze durch das Primärmittelaufkommen gedeckt.

Die Eigenmittelquoten per 31. März 2012 veränderten sich gegenüber dem Jahresultimo 2011 nur geringfügig. Die Tier 1 Quote bezogen auf alle Risiken beläuft sich aktuell auf 10,72 Prozent (31.12.2011: 10,88 Prozent) und die Kernkapitalquote ohne Hybridkapital – Core Tier 1 bezogen auf alle Risiken beträgt 10,50 Prozent (31.12.2011: 10,55 Prozent).

Der Personalstand der Bank Austria Gruppe inklusive der bei Tochtergesellschaften  der UniCredit in Österreich beschäftigten MitarbeiterInnen beläuft sich zum 31. März 2012 auf 61.662 MitarbeiterInnen (FTE; Stand 31. März 2011: 62.128 MitarbeiterInnen). Davon waren 10.594 Vollzeitarbeitskräfte (FTE) in Österreich und 51.068 FTE in den CEE-Ländern beschäftigt.

IR Release (PDF; 220 KB)
Tabellen (PDF; 217 KB)

Rückfragen:
Bank Austria Corporate Relations
Günther Stromenger
Tel. +43 (0)50505-57232
E-Mail: guenther.stromenger@unicreditgroup.at