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"Wissen teilen"

Wirtschaft trifft Umwelt. Bank Austria Vorlesungen zur Nachhaltigkeit.

Dreizehnte Vorlesung: Gender. Über das soziale Geschlecht und die Nachhaltigkeit.

Gender – das soziale Geschlecht – ist für das Ringen um eine nachhaltige Entwicklung von großer Bedeutung. Rollenzuschreibungen wirken sich auf die Verteilung von Lebenschancen und die Betroffenheit von ökologischen Veränderungen ebenso aus wie auf die Veränderungsmöglichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft.

Gendermythen im Management

Edeltraud-Hanappi-Egger"Es gibt in keinem Land Geschlechtergerechtigkeit", so der erschütternde Beginn von Univ.Prof.DI.Dr. Edeltraud Hanappi-Egger, Leiterin des Instituts für Gender und Diversität in Organisationen, Wirtschaftsuniversität Wien, am Beginn ihres Vortrages. Frauen hätten häufiger einen Universitätsabschluss, aber keine aliquoten Jobs. Es gäbe eine höhere Bewertung aller männlichen Arbeiten; Erziehung, Bildung - jeder soziale Beruf sei niedriger bewertet.

Die Zuschreibung von Management als Männerberuf stamme aus der Zeit der industriellen Revolution, so Hanappi-Egger. Da Managament eine Kontrollaufgabe ist, war es damals wichtig, flexibel und frei von sozialen Verpflichungen zu sein.

Noch gäbe es konkrete Vorstellungen davon, was gutes Management sei: Eines davon: Führen in Teilzeit sei nicht möglich. Hanappi-Egger rief dazu auf, diese Management-Mythen in Frage zu stellen: "Mythen dienen zur Erhaltung der Systeme, aber irrationales Verhalten darf nicht lukrativ sein."

Folien der Vorlesung zum Download

 Gender und urbane Freiräume

Gerda Schneider"Gender braucht urbane Freiräume", so O.Univ.Prof.Dr.-Ing. Gerda Schneider, Leiterin des Instituts für Landschaftsplanung am Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur, Universität für Bodenkultur Wien.

Es gehe darum, "dem Weiblichen eine postive Wertschätzung zu geben" - beispielsweise die Arbeit in Haus und Garten wertzuschätzen.

Dies müsse auch baulich sichtbar gemacht werden.

Schneider schlug auch eine Brücke zur Nachhaltigkeit: "Für Nachhaltigkeit ist ein friedfertiges Verhältnis der Geschlechter notwendig.

Dass das Thema "Gender" die Gemüter bewegt, zeigten nicht nur die gut gefüllten Reihen im Oktogon, sondern auch die vielen Diskussionen beim Buffett nach der Veranstaltung.

Alle Bilder: Copyright: Nick Albert

Zur Reihe

Aktuelle Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen nachhaltiger Entwicklung(en) lassen sich nur disziplinenübergreifend verstehen. Ob Klimawandel, Finanzkrise, Armutsprobleme oder globale Entwicklungsfragen – unsere vernetzte Welt verlangt Antworten, die verschiedene Perspektiven und Ansätze berücksichtigen.

Das gilt für die wissenschaftliche Theorie ebenso wie für die gesellschaftliche Praxis. Diese Vorlesungsreihe zur Nachhaltigkeit setzt hier an und trägt deshalb die Überschrift "Wirtschaft trifft Umwelt".

Der Name ist Programm: Es geht darum, ökonomische und ökologische Fragestellungen, Themen und Lösungsansätze zusammen zu bringen. Die österreichische Hochschule für ökonomische Themen – die Wirtschaftsuniversität Wien – und die österreichische Hochschule zu Umweltfragen – die Universität für Bodenkultur Wien – bringen ihre spezifischen Kompetenzen in diese Reihe der Bank Austria ein.

Zu einem Thema gibt es jeweils zwei Beiträge, einen aus natur- und einen aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive. Zentrale Themen der Zeit werden somit fundiert von zwei Seiten beleuchtet. Dabei sollen die erörterten Themen erhellt, darüber hinaus aber auch unterschiedliche Perspektiven und Methoden wissenschaftlichen Denkens anschaulich gemacht werden.

"Wissen teilen" ist ein Programm, mit dem die Bank Austria ihr gesellschaftliches Engagement deutlicher an ihr Kerngeschäft anschließen will. Was gehört zum Kerngeschäft einer Bank? Geld, Wissen und Vertrauen – unsere Wirtschaftskompetenz einzubringen, ist uns deshalb ein wichtiges Anliegen. Unser Wissen mit der Gesellschaft zu teilen ist nicht zuletzt ein Beitrag zur Vertrauensbildung.

Ganz konkret beteiligten wir uns zum Beispiel an Forschungsprojekten und Kooperationen mit Hochschulen. Und wir schaffen Räume für offene Diskussionen über wichtige gesellschaftliche Themen.

Unser Engagement erschöpft sich dabei nicht in der (sehr wichtigen) finanziellen Unterstützung – wir bringen unsere Kompetenz aktiv ein. Das gilt für unsere Mitwirkung im Bereich Forschung ebenso wie beispielsweise bei öffentlichen Vorlesungen, die wir gemeinsam mit der Universität Wien organisieren.

Veranstaltungsreihe "Zukunft denken"


Wir haben mit dem European Support Centre des Club of Rome eine sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe "Zukunft denken" initiiert. All das gehört für uns zu "Wissen teilen".

In Zukunft wollen wir uns unter dieser Überschrift auch verstärkt um die Vermittlung ökonomischer Kompetenz an Kinder und Jugendliche kümmern (Stichwort "financial literacy").

"Wissen teilen" entspricht auch dem Nachhaltigkeitsverständnis der Bank Austria: Wir sehen eine nachhaltige Entwicklung als dauernden Such- und Lernprozess.

Für diesen Prozess sind Austausch, gegenseitiges Verständnis und Diskussionen von sehr großer Bedeutung. In diesem Sinne pflegen wir auch einen regelmäßigen Austausch mit unseren wichtigen Stakeholdern.

2052 - A Global Forecast for the Next Forty Years

Am 13. September stellte Jorgen Randers, Mitautor der Grenzen des Wachstums, in Wien einen neuen Bericht an den Club of Rome vor.

Unter dem Titel "2052 - A Global Forecast for the Next Forty Years" untersucht Randers ob die Nahrungsmittelproduktion und Energievorräte für die wachsende Weltbevölkerung ausreichen werden, wie sich Europa und die anderen Weltregionen unterschiedlich entwickeln und wie der Weg zu einer möglichen ökonomischen Dominanz Chinas aussehen könnte.

Die Veranstaltung wurde in der Reihe "Zukunft Denken" gemeinsam mit Bank Austria durchgeführt.

Über "Zukunft Denken"
ZUKUNFT DENKEN ist eine Veranstaltungsreihe der Bank Austria und des Club of Rome (Austrian Chapter und European Support Centre) in Wien, die sich mit Zukunftsfragen der Wirtschaft beschäftigt und einen Blick auf mittel- und langfristige Entwicklungen und Trends wirft, die noch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Gesellschaft liegen.