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1918-1938

1934 Credit-Anstalt übernimmt Wiener Bank-Verein

1934 wird die Credit-Anstalt mit dem Wiener Bank-Verein fusioniert, und heisst von nun an "Österreichische Creditanstalt - Wiener Bankverein". Auch die Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft, d.h. ihre Mobilbank-Aktivitäten werden in die Creditanstalt integriert. Damit ist die Notverstaatlichung durch das sonst keineswegs staatswirtschaftlich orientierte Ständestaat-Regime abgeschlossen. Von sieben Großbanken überleben an Ende nur zwei: die Länderbank und die Creditanstalt. Für die österreichischen Banken bedeutet die Krise, dass sie ihre seinerzeitig dominanten Positionen auf den ostmitteleuropäischen Markt weitgehend einbüßen. Ab 1936 heißt der Generaldirektor der Großbank Josef Joham.

1934 Errichtung des autoritären Ständestaats und Bürgerkrieg

In Folge einer Panne bei der Abstimmung über ein Bundesbahngesetz kommt es 1933 zum Rücktritt aller drei Parlamentspräsidenten. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß nützt dieses Ereignis zur Erweiterung seiner wirtschaftlichen und politischen Handlungsspielräume und errichtet in Folge einen autoritären Ständestaat. Die immer heftigere politischen Gegnerschaft mündet im Februar 1934 in einen offenen Bürgerkrieg. Nach dessen Niederschlagung wird mit der Maiverfassung vom 1. Mai 1934 das autoritär-faschistisches Regierungssystem etabliert und der Parlamentarismus in Österreich abgeschafft. Beim letztlich erfolglosen Juliputsch österreichischer Nationalsozialisten wird Dollfuß 1934 im Bundeskanzleramt ermordet. Neuer Bundeskanzler wird Kurt Schuschnigg.

1929 Crash der American Stock Exchange

"Der ""Schwarze Donnerstag"" des 24. Oktober 1929 an der Wall Street Stock Exchange markiert den Beginn der Großen Depression der 1930er Jahre. Der Kurssturz der Aktien löst eine Verkaufspanik und in Folge eine Liquiditätskrise aus, die sich rasch international verbreitet. Nach dem New Yorker Börsencrash kommt es zum volkswirtschaftlichen Einbruch in allen Industrienationen. Der Konjunktureinbruch führt zu einem dramatischen Preisverfall, zu Produktionsbeschränkungen und zu Entlassungswellen. In Österreich, das an Strukturschwächen und chronischem Kapitalmangel leidet, erweist sich das absolute Festhalten an der Deflationspolitik und die strikte Ausrichtung an einem ausgeglichenen Budget innerhalb des durch den Völkerbund vorgegebenen Rahmens als krisenverschärfend. Die Arbeitslosigkeit steigt nach 1929 bis zum Höhepunkt der Krise auf über 650.000 (1933: 35%). Zwischen 1929 und 1933 fällt in Österreich die Industrieproduktion um fast 38%, das gesamtiwrtschaftliche Investitionsvolumen schrumpft um 60%. Parallel dazu verhärten sich die Gegensätze und Auseinandersetzungen zwischen den politischen Lagern und ihrer paramilitärische Verbände (Heimwehr, Republikanischer Schutzbund).

1929 Zusammenbruch der Boden-Credit-Anstalt

Schon vor dem New Yorker Börsenkrach wurde die bislang als Retter fungierende Allgemeine Österreichische Boden-Credit-Anstalt (Übernahme der Allgemeinen Verkehrsbank und der Union-Bank im Jahr 1927) de facto insolvent, als deren zugehöriger Industriekonzern um die Steyr-Werke in Probleme geriet. Im Frühjahr 1929 verdichten sich die Gerüchte über die "angespannte" Lage der Boden-Creditanstalt. Nachdem sich die Krise des Instituts im Herbst zuspitzt, setzt die Regierung Schober den Verwaltungsratspräsidenten der Credit-Anstalt und Chef des Bankhauses S.M. v. Rothschild, Louis Nathaniel Freiherr von Rothschild unter massiven Druck und zwingt ihn zur Übernahme der Verpflichtungen der Boden-Credit-Anstalt. Dabei erhalten die Aktionäre der Boden-Credit-Anstalt zwar nur Credit-Anstalt-Aktien im Ausmaß von einem Achtel des letzten Kurswerts, ein formeller Zusammenbruch wird aber vermieden. Die Fusion mit der Boden-Credit-Anstalt überfordert die Kräfte der übernehmenden Bank und ist mit erheblichen Verlusten bei der Credit-Anstalt verbunden.

1926 Credit-Anstalt übernimmt Anglo-Oesterreichische Bank

Das Bankgeschehen in Wien in den Jahren 1925/26 ist gekennzeichnet von Skandalen, Zusammenbrüchen und einer Konzentration im Bankwesen. 1926 bricht die Centralbank der deutschen Sparkassen zusammen, die knapp zuvor noch mit der Industrie- und Handelsbank, der Niederösterreichischen Bauernbank und der Steirerbank fusioniert worden war. Die Postsparkasse weist in ihrer Bilanz aufgrund vorangegangener Börsenspekulationen und dubioser Transaktionen im gleichen Jahr einen Verlust von 125 Millionen Schilling aus und muss durch eine Bundeshaftung gestützt werden. Eine der realisierten Fusionen betrifft auch die Übernahme der Wiener Niederlassung der Anglo-Austrian Bank Limited mit Sitz in der Strauchgasse 1 durch die Credit-Anstalt.

1918 Verlust von Bankbeteiligungen und Filialen

Mit dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie 1918 verlieren die Credit-Anstalt und die Länderbank den Großteil ihrer Bankbeteiligungen und Filialen in den Nachfolgestaaten außerhalb des Gebietes der Republik Österreich.

1936 Erste Länderbank-Dividende nach Weltwirtschaftskrise

Frankreich wird von der Weltwirtschaftskrise schwer getroffen und muss seine Währung 1936 abwerten. Die starken Erhöhungen in den Bilanzen der Banque des Pays de l’Europe Centrale im Folgejahr sind teilweise ein Ergebnis dieser Abwertung. Ab 1936 kann die Länderbank als erste unter den österreichischen Banken wieder eine Dividende ausschütten. Die Wiener Niederlassung trägt in diesem Jahr 85 % zum Gesamtgeschäft bei.

1936 Zusammenbruch der Phönix und Juliabkommen

Zu den Schwierigkeiten am Finanzmarkt kommt die durch den "Phönix-Skandal", den Zusammenbruch einer der größten mitteleuropäischen Versicherungsgesellschaften (Verlust von 250 Millionen Schilling), eine Vertrauenskrise im Versicherungswesen hinzu. Der Versicherungsskandal erschüttert das austrofaschistische Schuschnigg-Regime zutiefst. Er gilt als einer der Auslöser zur Regierungsumbildung (Aufnahme der dem Nationalsozialismus nahestehenden Politiker Edmund Glaise-Horstenau als Minister ohne Portefeuille und Guido Schmidt als Staatssekretär für Äußeres in die Regierung) im Zusammenhang mit dem Juliabkommen (11. Juli 1936), das dazu beiträgt, dass Österreich in stärkste Abhängigkeit zu NS-Deutschland gerät.

1931 Geschäftsrückgang bei Länderbank

Nach dem Rückgang in der Kreditvergabe im Jahr 1931, sind die nächsten Jahre durch einen Stillstand der Geschäfte gekennzeichnet. Zwischen 1930 bis 1935 zahlt die Länderbank ihren Aktionären keine Dividende aus.

1927 Umbenennung in Österreichische Länderbank

1927 wird die Zentraleuropäische Länderbank in Österreichische Länderbank umbenannt.

1921 Verlegung des Länderbank-Hauptsitzes nach Paris

Am 7. Oktober 1921 entspricht der Nationalrat dem Verlangen einer stärkeren Anlehnung der Länderbank an ausländisches Kapital und beschließt das Länderbankgesetz. Der Anteil des Syndikats am Kapital der Bank wird von 40 auf 60 Millionen Francs erhöht. Nach der ausserordentlichen Versammlung der Aktionären am 22. Jänner 1922 in Wien ist die „Francisation“ der Länderbank vollendet. Der Hauptsitz der Bank wird nach Paris, 12, rue de Castiglione verlegt und das Institut in „Zentral-Europäische Länderbank“ (Banque des Pays de l’Europe Centrale=BPEC) umbenannt. Trotz veränderter Eigentumsverhältnisse setzt die Länderbank ihre Tätigkeit mit Schwergewicht in Österreich fort. Über Wien werden die Investitionen in Ostmitteleuropa, vor allem die industriellen Unternehmungen in Österreich, der Tschechoslowakei, Polen, Rumänien geführt. Der Verwaltungsrat in Paris und besonders die Direktionskommission besitzen jedoch Vollmacht über alle Geschäfte.

1918 Verlust von Bankbeteiligungen und Filialen

Mit dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie 1918 verlieren die Länderbank und die Credit-Anstalt den Großteil ihrer Bankbeteiligungen und Filialen in den Nachfolgestaaten außerhalb des Gebietes der Republik Österreich.

1932 25 Jahre Zentralsparkasse

Im Jahr 1932 ist die Zentralsparkasse 25 Jahre alt. Sie hat mittlerweile 23 Geschäftsstellen und 335 Mitarbeiter. Jeder fünfte Wiener hat ein Z-Sparbuch.

1932 Lausanner Protokoll

Am 14. Juli 1932 wird das Lausanner Protokoll unterzeichnet und damit Österreich ein Kredit von 300 Millionen Schilling zur Stützung der Währung zur Verfügung gestellt.

1923 Vereinigung von Kommunal- und Zentralsparkasse

1923 erfolgt die Vereinigung der Kommunalsparkassen in Rudolfsheim (Sparkasse in Sechshausen seit 1881), Hernals (Sparkasse seit 1890), Währing (Sparkasse seit 1884), Döbling (Sparkasse seit 1883) und Floridsdorf (Sparkasse seit 1881) mit der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien.

1921 Ausweitung der Geschäftstätigkeit der Zentralsparkasse

Zu Beginn der 1920er Jahre übernimmt die Zentralsparkasse kleinere Banken in Wien und weitet ihr Geschäft auf den Giro-Geldverkehr und später auf den Wertpapierhandel aus. In den Jahren bis 1934 beteiligt sie sich intensiv an den von Finanzstadtrat Hugo Breitner entworfenen Finanzierungs- und Investitionsprogrammen des „Roten Wien“ und erhält von der Stadtverwaltung meist die Möglichkeit bei größeren Gemeindebauten und städtischen Siedlungen eine Filiale einzurichten. Für die Wiener Sozialdemokraten ist die Zentralsparkasse das Geldinstitut ihrer Wahl.