UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
Allgemeine Anfragen
Kartensperren
UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
OnlineBanking | BusinessNet
Vorlesen

Marktmeinung

Die Entwicklung der nationalen und internationalen Kapitalmärkte wird von den Expertinnen und Experten des Bank Austria Private Banking laufend beobachtet und analysiert. Daraus resultiert die jeweils aktuelle Marktmeinung. Diese ist Grundlage für die Anlagestrategie des Bank Austria Private Banking und unsere individuelle Vermögensberatung.

Anleihen

Renditen von Anleihen der Kernländer entwickelten sich in den vergangenen Wochen zunächst uneinheitlich. Vor allem die in Europa bevorstehenden Wahlen sorgten für etwas Verunsicherung, woraufhin sich deutsche Staatsanleihen gefragt zeigten. Hinweise von hochrangigen Vertretern der US-Notenbank Fed, dass eine weitere Zinserhöhung unmittelbar bevorstehen könnte, ließen dann jedoch die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks wieder höher tendieren. Darüber hinaus übten neuerlich steigende Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone Druck aus.
Mittelfristig erwarten wir eine Weiterführung des eingeschlagenen Trends zu höheren Renditen. Demzufolge gewichten wir Renten in Summe bzw. EUR-Staatsanleihen weiterhin unter. Bei Unternehmensanleihen gehen wir selektiv vor, da wir das aktuelle Kursniveau nur noch bedingt für attraktiv erachten. Äußerste Vorsicht lassen wir jedoch bei Hochzinsanleihen walten. Hingegen bieten globale inflationsindexierte Staatsanleihen im Zuge langsam anziehender Verbraucherpreise Opportunitäten. Auch Schwellenländeranleihen weisen langfristig Potenzial auf und bleiben vorerst übergewichtet, zeigen sich doch die Fundamentaldaten vieler Schwellenländer verbessert.

Aktien

Das positive Momentum hielt an den internationalen Aktienmärkten zuletzt weiter an, infolgedessen setzten die meisten Börsen ihren Aufwärtstrend weiter fort. Selbst der Umstand, dass der US-Präsident keine Details zu seinen in Aussicht gestellten Maßnahmen präsentierte, tat dieser Entwicklung keinen Abbruch. Erfreuliche Konjunkturdaten befeuerten das Sentiment zusätzlich, und ließen auch politische Unsicherheiten in den Hintergrund treten.
Im Zuge der äußerst positiven Entwicklung der Börsen in den letzten Wochen und Monaten ist unsere Aktienquote deutlich angestiegen. Die Stärke an den Aktienmärkten wollen wir nutzen, um die Gewichtung etwas zu reduzieren, der Erlös wird zwischenzeitlich in Liquidität geparkt. In Summe bleiben Aktien aber weiterhin übergewichtet. Die anhaltende Expansion der Weltwirtschaft, solide Bilanzen und die positive Gewinnentwicklung vieler Unternehmen sowie die günstige Bewertung im Vergleich zu Anleihen stellen hierfür die Hauptgründe dar. Die Gewichtung der einzelnen Regionen bleibt unverändert, womit wir Europa, Japan und die Schwellenländer weiterhin favorisieren.
Der optimistischere Wachstumsausblick für Europa und ein vorerst schwächerer Euro unterstützen die Gewinnentwicklung und damit europäische Aktien. Zudem sollte sich die zunächst anhaltende expansive Geldpolitik der EZB unterstützend auswirken. Bei japanischen Aktien sind wir der Ansicht, dass sich deren Attraktivität langfristig durchsetzen wird, da die Bewertung vor allem relativ zu anderen Aktienregionen günstig erscheint. Darüber hinaus dienen Aktienrückkauf-Programme sowie die zunehmende Gewinndynamik als mögliche kurstreibende Faktoren. Wir bleiben bei unserer positiven Haltung zu den Schwellenbörsen, die von der Aussicht auf eine anziehende Konjunktur sowie der sich fortsetzenden Erholung der Rohstoffmärkte profitieren sollten - Selektivität ist aber gefragt. Die USA haben wir, aufgrund der hohen Bewertung, untergewichtet. Zudem erachten wir viele positive Effekte der angekündigten Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung schon als eingepreist, was die Wahrscheinlichkeit von negativen Überraschungen erhöht.

Alternative Veranlagungen

Die Anlageklasse der Absolute-/Total-Return-Produkte sowie jene der Rohstoffe nutzen wir weiterhin zur Steigerung der Diversifikation und zur Optimierung des Risiko-/Ertrags-Verhältnisses.

Datum: 9. März 2017.

Lesen Sie unsere Analyse des aktuellen Geschehens auf den Finanzmärkten.

Anleihen

Bevorstehende Wahlen in Europa warfen im Februar ihre Schatten voraus, was die Nachfrage nach sicheren Häfen wie jenen von deutschen Bundesanleihen befeuerte. Zum Monatsende erfuhren diese aber wieder vermehrt Gegenwind, nachdem sich eine zunehmende Entspannung an der politischen Front eingestellt hatte. Zusätzlich übte die Inflationsrate in der Eurozone Druck aus, die im Februar auf 2 % gestiegen war.
Die pessimistische Stimmung gegenüber Staatsanleihen wurde Anfang März von der EZB verstärkt. Diese hielt im Rahmen ihrer Rats-Sitzung grundsätzlich an ihrer expansiven geldpolitischen Ausrichtung fest. Gleichzeitig schlug die Notenbank aber einen etwas zuversichtlicheren Ton an, um dem verbesserten Konjunkturausblick Rechnung zu tragen.

In einer Rede Anfang März stieß die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, die Tür für eine Zinserhöhung Mitte März weit auf. Wenn sich die Datenlage weiter so entwickelt wie erwartet, dann wäre eine Zinsanhebung bei der nächsten Offenmarktsitzung höchstwahrscheinlich angemessen, so Yellen. Untermauert werden Yellens Aussagen von dem Umstand, dass das Doppelmandat der Fed zu großen Teilen erfüllt ist. In Anbetracht dessen erscheint die Marktmeinung weiterhin sehr vorsichtig. Bis Ende 2018 sind insgesamt gerade einmal vier Zinsanhebungen eingepreist. Im Gegensatz dazu rechnen wir nun, wie auch die Fed selbst, mit drei Zinsanhebungen allein im heurigen Jahr.

Aktien

Mit Spannung wurde die Rede von Donald Trump vor dem US-Kongress erwartet. Doch obwohl diese keine neuen Impulse lieferte, befinden sich die amerikanischen Börsen weiter in Champagnerlaune. Da allerdings die Kurs- der Gewinnentwicklung davongestürmt ist, hat sich bei US-Aktien eine stattliche Erwartungsprämie gebildet. So handelt der S&P 500 auf Basis der für die nächsten zwölf Monate geschätzten Gewinne auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,1, woraus sich ein erhöhtes Rückschlagspotenzial ergeben könnte.

Auch europäische Börsen zeigten sich beflügelt. Der deutsche Leitindex DAX überwand zwischenzeitlich die Marke von 12.000 Punkten, wenn auch nur im Tagesverlauf. Ermutigende Firmenbilanzen und eine besser als erwartet in Schwung kommende Konjunkturerholung sorgten für eine gute Stimmung. Zusätzlichen Schub lieferte der schwächelnde Euro. Das positive Umfeld findet auch auf Unternehmensebene in Form von verbesserten Gewinnrevisionen und steigenden Gewinnen einen Niederschlag. Zunächst aufkeimende politische Unsicherheiten rückten damit wieder in den Hintergrund.

Die Tokioter Börse legte zuletzt eine Verschnaufpause ein, profitierte doch kaum eine andere Börse so sehr vom US-Wahlausgang. Denn seit diesem Zeitpunkt hat der Yen über sechs Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren. Dadurch haben sich die Exporte japanischer Unternehmen verbilligt, was deren Aktien beflügelt. Neuerliche Unterstützung von dieser Seite könnten weiter steigende US-Zinsen liefern. Auch zeigte sich Japans Konjunktur zuletzt etwas aufgehellt.

Die Schwellenländer verzeichneten zuletzt weiterhin Kurszuwächse. Einen zentralen Punkt dieser Entwicklung stellt die Erholung der chinesischen Wirtschaft im Verlauf des letzten Jahres dar, wurde doch zeitweise eine harte Landung befürchtet. Dieser Optimismus könnte nun als zündender Funke dienen, der eine positive Wechselwirkung zwischen Investitionen, höherer Produktivität und stärkerem Wachstum in Gang setzen könnte.

Währungen und Rohstoffe

Zuletzt hat sich der Preis der Rohölsorte Brent auf einem höheren Niveau stabilisiert. Als Nutznießer der höheren Ölpreise stellen sich die US-Ölproduzenten dar. Diese weiteten ihre Produktion neuerlich aus, woraufhin die Rohöllager in den Vereinigten Staaten Rekordstände erreichten, und damit die Bemühungen der OPEC-Mitglieder und ihrer Verbündeten konterkarieren. Einige Ölanalysten sehen den Ölpreis daher in einem Seitwärtstrend gefangen.

In den vergangenen Wochen erhielt Gold von mehreren Seiten Unterstützung. Zu nennen sind dabei die in vielen Regionen nach wie vor günstigen Zinsniveaus, die Rückkehr der Inflation in Amerika aber auch in Europa und die von der Politik ausgehende Verunsicherung. Seit November des Vorjahres sind die Erwartungen an höhere Zinsen gestiegen, stellte doch die US-Notenbank Fed drei Zinserhöhungen für dieses Jahr in Aussicht. Diese sollten sich auf den Preis des unverzinsten Goldes zwar tendenziell belastend auswirken, andererseits lassen steigende Inflationsraten die Nachfrage nach Sachwerten wie Gold steigen.

Hinter der US-Dollar-Stärke, die dem US-Wahlausgang gefolgt war, stand zum Teil eine Euphorie über die positive Entwicklung der US-Stimmungsindikatoren und des Aktienmarktes. Wir haben allerdings den Eindruck, dass ein Großteil des Anstiegs in diesen Stimmungsindikatoren hinter uns liegt. Darüber hinaus sollte EUR-USD etwas Unterstützung erhalten, sobald die politischen Risikoprämien ausgepreist werden, die den Aufwärtsspielraum des Währungspaares im ersten Halbjahr begrenzen.

Datum: 9. März 2017.