Wie das österreichische Start-up Refurbed mit überholten Smart-Phones und Computern die Umweltbilanz verbessert.

Die Geschichte des österreichischen Start-ups Refurbed beginnt mit einem Problem. Peter Windischhofer erwarb im Internet ein gebrauchtes iPhone, weil er bewusst kein neues kaufen wollte. Das Gerät ging jedoch nach nur wenigen Wochen kaputt und ohne Garantie musste er den Schaden aus eigener Tasche bezahlen.

Die Idee für Refurbed (Englisch für „überholen“, „aufpolieren“) war geboren: eine Plattform für runderneuerte, aber qualitativ hochwertige Produkte, die einheitliche, hohe Standards hinsichtlich Qualität und Sicherheit erfüllen und die mit einer mindestens einjährigen Garantie weiterverkauft werden. Ein sehr nachhaltiges Businessmodell, denn bei der Produktion eines neuen Smartphones werden etwa 79 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Durch das „Refurbishen“ von Smartphones und Computern rund 70 Prozent davon eingespart. Zudem werden wertvolle Ressourcen eingespart, die für die Produktion neuer elektronischer Geräte benötigt würden und die andernfalls nur Elektroschrott wären, der teuer entsorgt werden müsste.

Die Öko-Bilanz des im Jahr 2017 von Windischhofer gemeinsam mit Kilian Kaminski und Jürgen Riedl gegründeten Unternehmens ist beeindruckend: Bis September 2021 hat Refurbed mehr als 32.000 Tonnen CO2 eingespart, was dem CO2-Ausstoß von 18.000 Autos in einem Jahr entspricht.

Und die Kunden haben über Refurbed nicht nur die Möglichkeit, einfach und ohne Risiko nachhaltige Geräte zu kaufen. Über Refurbed BuyBack können nun auch Privatpersonen ihre Geräte zurück in den Kreislauf bringen. Je nach Alter und Zustand werden die Geräte für die Weiterverarbeitung angekauft oder sachgemäß recycelt. Das Potenzial des Unternehmens ist noch groß. Das Ziel ist, ein Refurbed-Produkt in jeden Haushalt Europas zu bringen und die Konsumgesellschaft nachhaltig zu verändern. Dafür wird das Angebot laufend um neue Kategorien wie Haushaltsgeräte oder E-Scooter erweitert.

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