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Österreichs Welt-Star im Tennis, Dominic Thiem, nutzt seine Prominenz für Umwelt- und Tierschutzthemen. Nur daneben zu stehen und zu beobachten kommt für ihn nicht in Frage.

Leidenschaftlich ist Dominic Thiem auf dem Tennisplatz. Zielstrebig, mit vollster Konzentration. Aber auch abseits des Courts engagiert er sich intensiv für ein großes Anliegen: den Umwelt- und Tierschutz. In Indian Wells hat er 2019 im Finale Roger Federer besiegt. Normalerweise dürfen Spieler dann ihren Namen auf die Kameralinse schreiben. Doch Thiem schrieb „play for the ocean“ darauf, sodass Millionen von Fernsehzusehern bewusst geworden ist, wie wichtig die Rettung der Weltmeere ist. Thiem unterstützt die Organisation „4Ocean“, die das Ökosystem der Meere schützt und jährlich Tonnen von Müll aus den Ozeanen entfernt.

Bei den Rio Open im Februar 2020 wurde Thiem auch zum Botschafter für die Nachhaltigkeit der Natur ernannt. Er bekennt sich öffentlich dazu, den Genuss von Fleisch zu reduzieren und den Gebrauch von Plastik so weit wie möglich einzuschränken.

Das Engagement von Dominic Thiem für die Umwelt und die Tierwelt ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil seiner Botschaft, die er als erfolgreicher Sportler in die Welt tragen möchte.

Dominic Thiem
Dominic Thiem
"Ich nutze gerne meine Bekanntheit, um in der Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit von Umwelt- und Tierschutz hinzuweisen."

Auch wenn die Reisefreiheit momentan nach wie vor etwas eingeschränkt ist: üblicherweise legen Spitzensportler pro Jahr zigtausende Kilometer im Flieger zurück. Haben Sportler deshalb ein schlechtes Gewissen gegenüber der Umwelt?
Sicher habe ich gegenüber der Umwelt öfter ein schlechtes Gewissen, aber ich versuche das abzuwägen. Das Reisen gehört beim Tennis einfach dazu, das muss man als Profi in Kauf nehmen. Auf der anderen Seite weiß ich auch, dass ich für meine Fans ein gutes Vorbild zu den Themen Naturschutz, Umweltschutz und gesunde Ernährung sein kann. Da setze ich mich vehement ein, um einiges wettzumachen, was bei meinem Job nicht ideal für die Umwelt ausfällt.

Sie haben mit Ihren Erfolgen einen neuen Tennis-Boom bei der Jugend und auch bei Erwachsenen entfacht – können Sie Ihre Beliebtheit auch für den Umweltschutz einsetzen?
Ja, natürlich! Ich bin in der glücklichen Situation, viel Zuspruch der Fans zu haben – ein Privileg, das man nicht hoch genug schätzen kann. Ich nütze das positiv aus, um auf meine Anliegen und Themen hinzuweisen. Ich kooperiere beispielsweise intensiv mit dem WWF und setze mich gegen zu viel Plastik ein. Zum Glück bekomme ich dabei auch Hilfe von meinem Ausrüster Adidas und anderen Partnern. Personen oder Sportler, die in der Öffentlichkeit stehen, haben für solche Aktionen eine optimale Vorbildwirkung.

Sie haben einmal gesagt „Wir müssen auf die Umwelt besser aufpassen“. Könnten Sie uns ein paar „Trainings“- & Erfolgstipps dafür geben?
Klar habe ich einige Tipps parat: Für mich ist es etwa extrem wichtig, den Plastikkonsum einzuschränken, wo es nur geht. Da passe ich wirklich fanatisch auf, vor allem im Haushalt. Ich kaufe meistens nur in Bioläden ein, wähle Lebensmittel, Obst und Produkte aus unserer heimischen Region. Auch auf Kleidung aus Österreich lege ich viel Wert.

Sascha Zverev trägt gerne Goldketten um den Hals – Sie bevorzugen Plastikbänder am Handgelenk. Warum?
Das sind Armbänder vom gemeinnützigen Unternehmen 4Ocean, die hauptsächlich aus recycelten Materialen hergestellt werden. Gegen Schmuck gibt es gar nichts einzuwenden, ich selbst trage auch gerne Ringe, Ketten oder Uhren. Mittlerweile gibt es auch einige Designer, die für einen guten Zweck ihre Kollektionen entwerfen. Da spielt das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit eine tragende Rolle, bei einigen Ringen zum Beispiel wird der Erlös des Gewinns komplett gespendet. Solche Geschichten faszinieren mich, da bin ich gerne dabei!

Sie sind bekannt für Ihr Engagement für die Organisation „4Ocean“ – wieso gerade der Fokus auf das Meer, es gäbe doch auch in den Alpen wichtige ökologische Themen.
Meine Beziehung zu 4Ocean entstand eher zufällig. Plastik in den Meeren ist ein gewaltiges Problem unserer heutigen Zeit, deshalb engagiere ich mich dafür so sehr. Auch Adidas unterstützt diese Aktion und ist voll involviert. Der Parley-Schuh besteht etwa aus aufbereitetem Plastikmüll, der auf abgelegenen Inseln, an Stränden oder in Küstenregionen gesammelt wurde. Eine gute Sache! Keine Frage, auch in unseren Alpen gibt es viele wichtige ökologische Themen, die in meinem Kopf verankert sind. Wir haben das Glück, dass wir in einem wunderschönen Land leben. Österreich ist ein Paradies. Umso mehr müssen wir alle auf die Umwelt aufpassen!

Haben Menschen, die wie Sie im Brennpunkt der Öffentlichkeit stehen, eine besondere Verantwortung für die Gesellschaft?
Wenn man in der Öffentlichkeit steht, sollte man diese Position auch positiv für gute und sinnvolle Zwecke nützen. In diesem Fall spiele ich meine Bekanntheit durchaus aus, um auf den Umwelt- und Tierschutz hinzuweisen. Das sind meine Themen.

Zur aktuellen Ausgabe des Magazins "Unternehmerbank konkret – Nachhaltigkeit".