24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

Internetbanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Mehr erfahren
Climate Action-Fonds. Veranlagen in Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen reduzieren. Mehr erfahren ›

Kooperationen zwischen Banken und Fintechs sind heute Realität. Davon profitieren beide Seiten - und nicht zuletzt der Kunde.

"Bankdienstleistungen sind notwendig, Banken nicht", meinte Microsoft-Gründer Bill Gates 1994. Befeuert wurden solche Äußerungen nicht zuletzt vom Auftreten neuer Player im Finanzsektor: den Fintechs. Mit innovativen, technologielastigen Lösungen mischten sie die Branche gehörig auf. Die angekündigte Revolution blieb dennoch aus. Die traditionellen Geschäftsbanken sind heute nach wie vor stark aufgestellt. Herauskristallisiert hat sich allerdings ein klarer Trend: Kooperationen zwischen Banken und Fintechs.

Für Robert Fleischmann, Leiter Working Capital Solutions, UniCredit Bank Austria, stellt die Annäherung zwischen Banken und Fintechs eine Win-win-Situation für beide Seiten dar - im Sinne des Kunden, wohlgemerkt: "Tatsache ist, dass die Kunden voll digitalisierte bzw. automatisierte und vor allem schnelle Lösungen wollen. Auch wenn die Banken innovativer geworden sind und erfolgreich digitale Produkte entwickelt haben, stoßen sie oft an technische Grenzen. Diese Lücke können Kooperationen mit Fintechs füllen. Eine Partnerschaft zwischen Bank und Fintech ermöglicht es beiden Seiten, die jeweiligen Stärken einzubringen: Die Bank verfügt - neben der großen Kundenbasis und den auf Vertrauen und Kompetenz gewachsenen Kundenbeziehungen - vor allem über eine starke Kapital- und Finanzierungsbasis", so Fleischmann. Bei den Fintechs stehe wiederum die Technologielösung im Vordergrund: Sie erleichtert Unternehmen das Geschäftsleben, macht Prozesse schlanker und beschleunigt sie - und ist mit Kosteneinsparungen verbunden.

Working Capital Management

Die UniCredit arbeitet seit 2016 mit ausgewählten Fintechs im Bereich Working Capital Management zusammen, um vor allem Liquidität aus Lieferverbindlichkeiten (Trade Payables) für Kunden zu schöpfen. "Die angebotenen Leistungen stehen den Kunden in allen Märkten der UniCredit zur Verfügung", hält Fleischmann fest. Unter den Kooperationen mit Fintechs sei jene mit Taulia am weitesten fortgeschritten. Die Lösung des vor zehn Jahren von vier Deutschen mit SAP-Hintergrund in San Francisco gegründeten Fintechs ermöglicht Unternehmen, ihren Lieferanten Rechnungen bzw. Außenstände zur frühen Zahlung anbieten zu können.

Mehr Informationen zur Working Capital Optimierung
Frau schreibt in einem Notizbuch und ein Laptop daneben

Die Erfolgsformel: Kooperation

Sinne des Kunden, wohlgemerkt: "Tatsache ist, dass die Kunden voll digitalisierte bzw. automatisierte und vor allem schnelle Lösungen wollen." Auch wenn die Banken innovativer geworden sind und erfolgreich digitale Produkte entwickelt haben, stoßen sie oft an technische Grenzen. Diese Lücke können Kooperationen mit Fintechs füllen. Eine Partnerschaft zwischen Bank und Fintech ermöglicht es beiden Seiten, die jeweiligen Stärken einzubringen: Die Bank verfügt - neben der großen Kundenbasis und den auf Vertrauen und Kompetenz gewachsenen Kundenbeziehungen - vor allem über eine starke Kapital- und Finanzierungsbasis", so Fleischmann. Bei den Fintechs stehe wiederum die Technologielösung im Vordergrund: Sie erleichtert Unternehmen das Geschäftsleben, macht Prozesse schlanker und beschleunigt sie - und ist mit Kosteneinsparungen verbunden. Die UniCredit arbeitet seit 2016 mit ausgewählten Fintechs im Bereich Working Capital Management zusammen, um vor allem Liquidität aus Lieferverbindlichkeiten (Trade Payables) für Kunden zu schöpfen. "Die angebotenen Leistungen stehen den Kunden in allen Märkten der UniCredit zur Verfügung", hält Fleischmann fest. Unter den Kooperationen mit Fintechs sei jene mit Taulia am weitesten fortgeschritten. Die Lösung des vor zehn Jahren von vier Deutschen mit SAP-Hintergrund in San Francisco gegründeten Fintechs ermöglicht Unternehmen, ihren Lieferanten Rechnungen bzw. Außenstände zur frühen Zahlung anbieten zu können.

"Unternehmen erhalten für jede frühere Zahlung eine frühere Diskontierung", erklärt Michael Rieskamp, Director European Supply Chain Finance bei Taulia, die Grundzüge einer Dynamic- Discounting-Lösung. Dadurch könnten Zahlungsfristen verlängert werden, während Lieferanten Zugang zu frischem Kapital erhalten. "Einige Kunden verfügen über überschüssige Liquidität, können ihr Geld - angesichts der historisch niedrigen Zinsen - aber nicht für sich arbeiten lassen", so Fleischmann. Die Lösung sei, in die eigene Supply Chain zu investieren und die Lieferanten früher - mit einem Abschlag - zu bezahlen.

Michael Rieskamp, Director European Supply Chain Finance bei Taulia, erklärt das Motiv hinter der Gründung von Taulia
Michael Rieskamp, Director European Supply Chain Finance bei Taulia, erklärt das Motiv hinter der Gründung von Taulia
"Die Idee war, die Automatisierung von Prozessen voranzutreiben. Wir haben uns der Herausforderung gestellt, Papier in den Buchungssystemen der Unternehmen zu eliminieren."

Das Fintech hat sich im Laufe der Jahre in den Bereichen Dynamic Discounting und Payables - gepaart mit Künstlicher Intelligenz - jedenfalls toll entwickelt. Die unternehmenseigenen Lösungen verbinden heute 1,6 Millionen Unternehmen in 168 Ländern und haben bislang Zahlungen im Umfang von 97 Milliarden US-Dollar geführt. Allein unter den europäischen Kunden finden sich so klingende Namen wie AstraZeneca, Henkel, DB Schenker, Airbus und FROSTA.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit von UniCredit und Taulia vorstellen? "Neben unseren eigenen Angeboten können wir die Kunden auch auf die Produkte von Taulia hinweisen und sie gemeinsam mit unserem Fintech-Partner bei der Auswahl von maßgeschneiderten Lösung unterstützen", erläutert Fleischmann. Taulia werde auch in Zukunft ein wichtiger Partner bleiben. In die gleiche Kerbe schlägt Rieskamp: "Dass etwa die UniCredit Bank Austria sagt, wir haben Taulia geprüft und für gut befunden, ist für viele Kunden wichtig", nennt er einen von vielen Vorteilen der Zusammenarbeit.

Laut Fleischmann sollen aber auch mit anderen Fintechs weiterhin ausgewählte Partnerschaften eingegangen werden. Man beobachtet nach wie vor sehr genau, was sich am Markt tut, und weiß über den ständigen Dialog mit den Kunden, wie zufrieden diese sind und welche Lösungen sie benötigen. Ausschließlich mit einem Fintech wolle man nicht zusammenarbeiten. "Schließlich setzt jede Situation ein anderes Know-how voraus", so der Experte.

Zur aktuellen Ausgabe des Magazins "Unternehmerbank konkret".

Die Zusammenarbeit zwischen UniCredit Bank Austria und Bellin Kooperation

Seit mittlerweile zwei Jahren kooperiert die UniCredit Bank Austria mit Bellin, einem deutschen Unternehmen, das zu den größten Herstellern von Treasury-Management-Systemen gehört. "Gemeinsam bieten wir ein – von Bellin entwickeltes – Treasury Management System (= tm5), das auf SAP aufsetzt, an", erklärt Robert Lörincz, Head of Cash Management Sales, Bank Austria. Interessant sei das für Unternehmen mit einem Umsatz ab 200 bis 250 Millionen Euro. "Das liegt daran, dass sich gerade bei großen Unternehmen der Trend zeigt, statt einem eigenen Banking-System lieber eines zu nutzen, das in ein Buchhaltungs- bzw. Treasurysystem integriert ist und einen zentralen Überblick über den gesamten Zahlungsverkehr und alle Finanzdaten – und damit auch eine langfristige Liquiditätsplanung – ermöglicht." Konkret könne mit tm5 jede Bank flexibel angebunden werden. Eine eigene Software oder Online-Abwicklung ist nicht notwendig – gearbeitet wird mit einer bankübergreifenden Plattform, auf die weltweit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sämtlicher Tochtergesellschaften zugreifen. tm5 ermöglicht vollständige Transparenz über Cashflows, Kontosalden, Planungen und die Kontrolle aller Abläufe. "Aufwendiges Datensammeln und Reporting ist nicht mehr notwendig", so Lörincz. Von der Kooperation profitieren beide Seiten. "Einerseits erweitert Bellin mit uns sein Sales Team. Andererseits können wir unsere Kunden ganzheitlich beraten." Dadurch erweitere die UniCredit Bank Austria ihre Expertise und könne sich vom Mitbewerb differenzieren.