Unsere Betreuerinnen und Betreuer unterstützen Unternehmen dabei, ihre ESG-Ziele in den Bereichen Ökologie, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung zu definieren und zu erreichen.

Nachhaltigkeit ist in der Wirtschaft das Gebot der Stunde. Unabhängig von der Größe des Betriebes kommt kein Unternehmen mehr daran vorbei, die sogenannten ESG-Kriterien – nach den englischen Abkürzungen für ENVIRONMENTAL (Umwelt und Ökologie), SOCIAL (Soziales) und GOVERNANCE (nachhaltige Unternehmensführung) – zu berücksichtigen und sich entsprechend auszurichten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kunden orientieren sich daran, Abnehmer fordern die Einhaltung der ESG-Kriterien zunehmend von ihren Lieferanten ein und nicht zuletzt entwickeln sich ESG-linked Finanzierungen – Kredite, Anleihen oder andere Darlehen, die an das Erreichen bestimmter Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind – zu einem festen Bestandteil der modernen Unternehmensfinanzierung. Die Einhaltung der ESG-Kriterien sichert den langfristigen Zugang zu Liquidität, und damit gewinnt das Thema Nachhaltigkeit in allen Facetten bei Unternehmern und Vorständen weiter an Gewicht.

Günter Schubert, Vorstand UniCredit Bank Austria, Corporates
Günter Schubert, Vorstand UniCredit Bank Austria, Corporates

„Bis vor zwei bis drei Jahren war das Bewusstsein der Unternehmensmanager, was das Umdenken in den Geschäftsmodellen angeht, noch nicht so geschärft. Bei all den Gesprächen, die ich mit Firmenchefs und CEOs in letzter Zeit hatte, kann man nun aber sagen, dass sie das Thema ‚nachhaltiges Wirtschaften‘ als Priorität auf ihre persönliche Agenda genommen haben.“

Handeln aus Überzeugung

Viele kleine und mittelständische Unternehmen setzen bereits aus Überzeugung auf ressourcenschonende Produktion oder erneuerbare Energien und achten auf gute und faire Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter. Oft tun sie das aber, ohne ihre Nachhaltigkeits-Initiativen zu dokumentieren oder deren Ergebnisse festzuhalten. Um eine Finanzierung für Investitionen erhalten zu können, die sich an der Erreichung von ESG-Zielen orientiert, sind konkrete Daten erforderlich, die das Resultat der damit finanzierten Maßnahmen belegen. Unternehmen müssen sich dafür etwa Fragen wie „Wo möchte ich bei meiner CO2-Bilanz im Jahr 2025 stehen?“ oder „Wie möchte ich die Ziele meiner Gender-Strategie umsetzen und bis wann?“ stellen, die Ziele klar definieren und sie in Folge auch nachweislich verfolgen und im Idealfall auch erreichen.

ESG messbar machen

Genau hier wird es für viele Unternehmen kompliziert. Wie sind die ESG-Kriterien überhaupt messbar? Und wie kann das Erreichen überprüft werden? Und von wem? Eine besondere Herausforderung und Aufgabe ist das für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeits-Strategie noch nicht in konkrete Ziele und wichtige Indikatoren, die sogenannten Key Performance Indicators (KPIs), übersetzt haben. Als strategischer Finanzpartner für Österreichs Unternehmen bieten wir unseren Firmenkunden exzellente Beratung und Betreuung, wenn sie den Weg von der klassischen hin zur nachhaltigen Finanzierung einschlagen wollen. Wir helfen dabei, die ESG-Fitness messbar zu machen, um die geeigneten Finanzierungsformen wählen zu können. Denn jene Betriebe, die sich bereits jetzt darauf vorbereiten, diese Entwicklungschancen zu nutzen, werden in Zukunft große Vorteile haben – gerade auch mit Investitionen in Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit ist dabei keinesfalls auf das Klimarisiko zu reduzieren. Auch die Kriterien SOZIALES und GOVERNANCE bekommen eine immer größere Bedeutung. Daher setzen wir auf einen gesamthaften Dialog mit unseren Firmenkunden. Wir haben bereits jetzt ein sehr breites Produkt- und Beratungsangebot. Unternehmen sind eingeladen, im Dialog mit ihrer Hausbank die individuell passenden Lösungen zu erarbeiten.

Ein Sonnenblumenfeld mit einem Windrad im Hintergrund

Was für eine Nachhaltigkeitsfinanzierung spricht

  • Günstigere Konditionen:
    Bei ESG-Schuldscheinen und -Krediten Zinsreduktion bei Erreichung von definierten Nachhaltigkeitszielen.
  • Erhöhte Wahrnehmung:
    Geschäftspartner und Mitarbeiter nehmen das Commitment zur Nachhaltigkeit positiv wahr.
  • Leadership: Bekenntnis zur sozialen Verantwortung in einem sich dynamisch entwickelnden Markt.
  • Visibilität: Reputationsvorteile und positives Marketing durch Berichterstattung in Presse und Social Media.
  • Zielanpassung: Angleichen der Unternehmensfinanzierung an ESG-Ziele/ESG-Strategie des Kreditnehmers.
Wofür die ESG-Kriterien stehen

Unter dem Begriff ENVIRONMENTAL (E) werden sämtliche Bemühungen von Unternehmen, Umwelt- und Klimaschutz voranzutreiben, zusammengefasst,
z. B.:

  • Einsatz von und Investitionen in erneuerbare Energien
  • Effizienter Umgang mit Energie und Rohstoffen
  • Umweltverträgliche Produktion
  • Gezielte Reduktion von Emissionen und Treibhausgasen

Der Begriff SOCIAL (S) umfasst sämtliche gesellschaftliche Auswirkungen der Firmentätigkeit und sorgt somit für gerechte Arbeitsbedingungen,
z. B.:

  • Einhaltung zentraler Arbeitsrechte
  • Hohe Standards bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Faire Bedingungen am Arbeitsplatz, angemessene Entlohnung sowie Aus- und Weiterbildungschancen
  • Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit
  • Durchsetzung von Nachhaltigkeitsstandards bei Zulieferern

Das dritte Kriterium GOVERNANCE (G) zielt auf nachhaltige Unternehmensführung ab,
z. B.:

  • Transparente Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption und Bestechung
  • Verankerung des Nachhaltigkeitsmanagements auf Geschäftsführer-, Vorstands- und Aufsichtsratsebene
  • Verknüpfung der Vorstandsvergütung mit dem Erreichen von Nachhaltigkeitszielen
  • Der Umgang mit Whistleblowing

Quelle: UniCredit HVB

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