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Allen Vorteilen der digitalen Transformationen zum Trotz, wünschen sich viele Fahrer weniger "Daten-Gläubigkeit".

Auch wenn die Digitalisierung - ausgehend vom US-Profisport - in immer mehr Sportarten Fuß fasst, kann eines mit Sicherheit behauptet werden: Die Formel 1 ist die mit Abstand am stärksten digitalisierte Sportart der Welt. Nicht weniger als 250.000 Gigabyte an Daten werden in jedem Rennen generiert. Mehr als 200 Sensoren liefern in Echtzeit Daten von den Autos an die Boxen. Das ermöglicht es, die Renntaktik laufend zu aktualisieren. So kann unter anderem etwa eruiert werden, wann der richtige Zeitpunkt für einen Reifenwechsel ist. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass nicht jedermann über die Digitalisierung der Formel 1 erfreut ist. Vor allem die Fahrer haben wiederholt ihren Unmut kundgetan. Sebastian Vettel hat nicht nur einmal gemeint, dass er sich weniger Technik in der Formel 1 wünsche.

»Ich würde lieber wie früher nach Instinkt fahren und nicht nur nach Daten. Dann würde die Entscheidung wieder mehr in den Händen von uns Fahrern liegen«
Lewis Hamilton, April 2019

Dem vorausgegangen war ein Softwarefehler beim Grand Prix von Melbourne, der den Briten letztlich den Sieg kostete.

Affen in der Formel 1

"Ich habe immer gesagt, ein Affe kann mit den heutigen Formel-1-Autos fahren", kommentierte der legendäre Niki Lauda den technischen Fortschritt auf diesem Gebiet gewohnt pointiert. Während seiner aktiven Zeit - und auch vor noch nicht allzu langer Zeit - ging es dort bekanntlich noch ganz anders zu, der Rennfahrer hielt das Steuer noch
wirklich selbst in der Hand. Aber auch neue Regeländerungen, die eigentlich dazu führen sollten, dass der Wettbewerb unter den Teams ausgeglichener wird, haben zuletzt dazu geführt, dass viele Fans wehmütig an frühere Zeiten zurückdenken.

Die "Magie der Formel 1" will man auch beim Vermarkter Liberty Media zurückholen. Bislang wartet man in diesem Zusammenhang allerdings vergeblich auf Neuigkeiten. Vielmehr sprechen die jüngsten Entwicklungen eine andere Sprache: Im Frühjahr wurde eine Kooperation zwischen der Formel 1 und Amazon Web Services bekannt gegeben. Diese soll vor allem dazu beitragen, den Fans unvergleichliche Einblicke in den Rennbetrieb und völlig neuartige Analysen zu bieten, wurde verkündet. Das ambitionierte Ziel: die auf Rennstrecken generierten Daten in Echtzeit zu verarbeiten, um sie - bzw. die Leistung der Fahrer - mit Daten aus über 65 Jahren Rennhistorie zu vergleichen.

Algorithmen analysieren Emotionen

Künftig sollen etwa Algorithmen die Emotionen der Formel-1-Fahrer analysieren - auch um die Möglichkeiten eines Comebacks zu eruieren. Nicht umsonst warnt man beim Marktforschungsunternehmen Gartner vor der Gefahr, dass durch die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehende Verarbeitung einer Flut an Daten der Sport zu Tode analysiert werden könnte. Die Teams selbst profitieren freilich von der digitalen Transformation. Zum Beispiel ermöglichen es heute einschlägige Technologien, in weniger als einem Tag ein neues Auto zu designen. Früher dauerte das bis zu zwei Monate.

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