Im Rahmen des Disability Managements unterstützen und fördern wir die nachhaltige Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und setzen gezielt Maßnahmen um, ihnen den Arbeitsalltag bzw. die Zusammenarbeit mit uns als Bank zu erleichtern.
Das Disability Management wurde am 1. April 2010 in der Bank Austria installiert. Ursprüngliche Motivation war die Unterstützung der vielen behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern. Als erster Schritt wurde das Aufgabengebiet des Disability Managements erweitert, von behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch auf behinderte Bankkundinnen und -kunden.

Aufgaben des Disability Managements:

  • Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit lang andauernder Leistungseinschränkung
  • Gezielte Einstellung von Menschen mit Behinderung
  • Leitung des Disability Networks mit rund 60 Personen
  • Erweiterung des Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter-Pool für Gebärdensprache
  • Trainings zum Umgang mit Menschen mit Behinderung
Erwin Schauer, Bank Austria Disability Manager

„Barrierefreiheit ist ein Allround-Projekt, denn es betrifft alle Unternehmensbereiche.“

„Produktentwickler, Prozessmanager, Softwareentwickler und viele, viele mehr müssen sich in ihrer Denkweise umstellen, denn sie müssen Produkte und Prozesse schaffen, die auch den Bedürfnissen behinderter Menschen gerecht werden.“

Wenn Erwin Schauer, Disability Manager der Bank Austria, von seinem Job spricht, strahlt sein Gesicht. Und man merkt: Er ist mit Leidenschaft dabei. Hier kann er seine eigenen Erfahrungen zum Thema "behindert sein und behindert werden" einbringen. Er ist das Gesicht und das Herz des Disability Managements.

Seit seinem "Amtsantritt" am 1. April 2010 konnte er bereits eine Vielzahl von Projekten umsetzen. Dazu zählt beispielsweise das Shuttleservice, die barrierefreien Filialen, die BankCard für Blinde und Sehschwache und die Mitarbeit bem Gebärdensprachlexikon.

Soziale Kompetenz mit konkretem Handeln

Erwin Schauer, Bank Austria Disability Manager: „Barrierefreiheit muss in einem Großunternehmen dauerhaft gelebt werden - von der Filialgestaltung bis zur barrierefreien Software. Wir versuchen hier Projekte für alle Gruppen behinderter Menschen zu entwerfen. Das ist natürliche eine dementsprechende Herausforderung."

  • Bankkarte für Menschen mit Sehschwäche: Die Bank Austria entwickelte die erste Bankkarte für Menschen mit Sehbehinderung in Österreich. Sie verfügt über besonders gute Lesbarkeit durch eine extragroße Schriftgröße und eine stärkere Kontrastierung sowie eine Kennzeichnung in Braille-Schrift.
  • Barrierefreier Zugang: Eine bauliche Investitionsoffensive hat zum Ziel, nahezu alle Filialen der Bank Austria komplett barrierefrei zu gestalten.
  • Shuttle-Service:
  • Barrierefreie Webseite: Die Bank Austria bietet für blinde und sehbehinderte Menschen, für gehörlose Menschen und Menschen mit Lernschwierigkeiten eigene Webseiten an, die über die Bank Austria, ihre Aktivitäten und Produkte informieren: http://barrierefrei.bankaustria.at
  • Bewusstseinsbildung: Aufbau eines Disability-Network, dem 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehören. Sensibilisierung für das Thema "Menschen mit Behinderung" im Rahmen von Gesprächen, Seminaren und bei der Produktentwicklung.
  • Barrierefreie Kommunikationstechniken: Aufbau eines Pools von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Gebärdensprache oder Brailleschrift beherrschen.
  • Kontaktpflege und Kooperation mit anderen Unternehmen, Ministerien sowie Behindertenorganisationen.
Erwin Schauer, Bank Austria Disability Manager

Das Disability Management der Bank Austria erreichte beim internationalen DisAbility Performance Check Bestnoten und gilt somit in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion als High Performer.

Wichtig ist Erwin Schauer vor allem die Bewusstseinsbildung und die Sensibilisierung für die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Unterstützt wird er dabei vom Disability Netzwerks der Bank Austria, das derzeit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst.

Erwin Schauer, Disability Manager der Bank Austria : „Diese Personen bringen ihre ganz spezielle Sichtweise in unsere Projekte ein, stellen Kontakte her, entwickeln Ideen, arbeiten mit. Nur so können wir unsere Projekte auch realisieren. Diese 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind entweder selbst behindert, haben ein nahes Verhältnis zu behinderten Menschen, weil sie zum Beispiel ein Familienmitglied behindert ist oder wollen sich einfach für behinderte Menschen einsetzen.“