Begleitung von entwicklungsverzögerten und behinderten Kindern und Jugendlichen zu einem selbstständigeren Leben

Eingereicht von: Schritt für Schritt – Verein zur Förderung behinderter Kinder, Susanne Schöllenberger-Baumgartner
Projektstart: 2009 (Fortführung bzw. Absicherung des Projekts)
Kategorie: Kinder/Jugendliche
Social-Media: http://www.schrittfuerschritt.at

Der Verein „Schritt für Schritt“ hat es sich zum Ziel gesetzt, entwicklungsverzögerte und behinderte Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu größtmöglicher Selbständigkeit zu unterstützen. Die Kinder sollen in ein selbständigeres Leben begleitet werden und dabei steht die bestmögliche Bewältigung des Alltags im Vordergrund.

Gegründet wurde der Verein von engagierten Eltern, die in anderen Bundesländern eine ganzheitliche Förderung erlebten und deren Kinder dort Fortschritte gemacht haben, die sie in Tirol mit den angebotenen Einzeltherapien zuvor nicht erreichen konnten. Dieses ganzheitliche Förderprogramm gibt es in Tirol in dieser Form nur bei „Schritt für Schritt“ und beinhaltet motorische sowie geistige Förderung, um die behinderten Kinder bei einer maximalen individuellen Selbstständigkeit zu unterstützen. Mehrmals pro Woche sind die Kinder und Jugendlichen einen ganzen Nachmittag zur Therapie bei „Schritt für Schritt“ – zum Teil werden sie vom Verein selbst aus Kindergarten und Schule abgeholt oder von ihren Eltern gebracht. Es gibt ein gemeinsames Mittagessen, das gesund und frisch zubereitet und bereits therapeutisch unterstützt wird – je nach Bedürfnis bzw. Beeinträchtigung des jeweiligen Kindes: Die Mithilfe durch Schneiden, Umrühren oder Kneten fördert die Feinmotorik, mit dem Decken des Tisches wird eine geistige Herausforderung erzielt, durch das Essen selbst wird etwa die Hand-Mund-Motorik angekurbelt und auch das eigenständige Sitzen auf einem Stuhl bedeutet eine physiotherapeutische Anstrengung. Diese Alltagssituationen können in den klassischen Therapieeinheiten der Logopädie, Ergotherapie oder Physiotherapie nicht ausreichend berücksichtigt werden, sind jedoch für das alltägliche Leben relevant!

Die anschließenden Therapien finden in einem spielerischen Rahmen entweder einzeln oder in Kleingruppen statt. Individuell gefördert werden – je nach Beeinträchtigung – motorische Grundfähigkeiten, Koordination und Feinmotorik, Lebenspraktisches, die kognitive Entwicklung sowie die Kommunikation. Wichtig sind dabei vor allem die Motivation der Kinder und Jugendlichen zur Teilnahme sowie die Freude an den Angeboten – denn nur so können auf Dauer Fortschritte erreicht und die Eltern inklusive ihrer Familie entlastet werden, deren Kinder meist eine lebenslange Therapie benötigen und die damit häufig an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geraten. Die jungen Menschen arbeiten zielgerichtet gemeinsam mit ihren Therapeutinnen bzw. Therapeuten und verfolgen dabei individuelle Zielsetzungen und Aufgaben. Mit dem Projekt wird das Ziel angestrebt, eine ganzheitliche und optimale Förderung anzubieten, die Kinder durch Gruppendynamiken zu motivieren, wiederkehrende Tagesabläufe und Alltagssituationen zu generieren, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und den jungen Menschen ein abwechslungsreiches Programm anzubieten – auch in den Ferien! Eine aktive Beteiligung für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Austria ist möglich, beispielsweise durch das Einbringen von Ideen für umsetzbare Charity-Veranstaltungen, durch diverse Formen der Unterstützung bei solchen Events oder auch durch die Betreuung und Förderung der Kinder auf jegliche andere Art und Weise.