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Zugang zur Arbeit im Bereich Upcycling für bildungsferne und armutsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsene in Krisensituationen

Eingereicht von: Verein Fensterplatz-Initiative für Arbeitssuchende, Silvia Jölli
Projektstart: 2017 (Fortführung bzw. Absicherung des Projekts)
Kategorie: Kinder/Jugendliche, Integration/Migration
Social-Media: http://www.heidenspass.cc

Das Prokjekt „heidenspass“ ist ein hybrid-finanziertes Social Business, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, bildungsfernen und armutsgefährdeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Krisensituationen einen unbürokratischen Zugang zu Arbeit im Bereich Upcycling anzubieten.

„heidenspass“ richtet sich an junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren, die in einer hauseigenen Manufaktur gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern Designprodukte für Einzelkundinnen und -kunden sowie für Unternehmen entwickeln, produzieren und verkaufen – wie etwa Kleinmöbel oder aber auch Raumgestaltungen für Büros und Cafés. Das Projekt nimmt sich damit einem großen Problem der Gesellschaft an: Die Zahl junger Menschen, die nicht mehr in den Arbeitsmarkt integriert werden können, ist steigend. Häufig fallen Kinder und Jugendliche schon in jungen Jahren aus dem Schulsystem heraus und sind aufgrund ihrer Herkunft mit diversen sozialen Problematiken vorbelastet: Armut, Abhängigkeit von Transferleistungen oder ein schlechtes Bildungsniveau beherrschen häufig bereits den Alltag der Elterngeneration und werden oftmals von den Kindern weiterübernommen.

Daraus resultiert für die Betroffenen eine Position am Rande der Gesellschaft, die unterschiedliche Gefahren birgt: Ein Hang zur Radikalisierung, Resignation, Depression, eine niedrige Frustrationstoleranz, geringe Leistungsbereitschaft und Desinteresse an der gesellschaftlichen Teilnahme können die Folge sein. Um diese Spirale zu durchbrechen und den jungen Menschen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind und von der Gesellschaft gebraucht werden, bietet das Projekt jährlich etwa 100 Jugendlichen eine stundenweise Arbeit – mehr als 55% der jungen Menschen finden danach einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz! Die verwendeten Materialien zur Herstellung der Endprodukte sind dabei allesamt gebraucht: So kann ein alter Feuerwehrschlauch zu einem Sesselbezug mutieren oder aus PET-Flaschen werden hippe Lampenschirme hergestellt. Die Besonderheit der Produkte liegt in ihrem hohen Qualitätsstandard, ihrem Esprit und ihrer Einzigartigkeit.

Ein neuer Bestandteil von „heidenspass“ sind Workshops, bei denen Interessierte unter fachkundiger Anleitung der Jugendlichen selbst upcyceln und eigene Produkte herstellen können. Die Zielgruppe der Workshops sind Einzelpersonen, Unternehmen oder Firmengruppen, die dort den gesamten Ablauf – von der Generierung einer Produktidee bis zur Umsetzung – durchlaufen. Beim Zusammenbringen der Jugendlichen mit erfolgreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Unternehmen, kommt es zu einem Rollentausch, indem die jungen Leute die lehrende Position einnehmen. Während die Workshops den Heranwachsenden einen Expertenstatus verleihen, der sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein und ihre Motivation auswirkt, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein individuelles und eigens gefertigtes Produkt. Zudem tragen sie einen Teil zur nachhaltigen Finanzierung bei, vermitteln den Gedanken von Upcycling und Nachhaltigkeit in der praktischen Anwendung und sensibilisieren für die Thematik. Eine aktive Beteiligung – auch für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Austria – ist etwa möglich durch die Teilnahme an den Workshops, das Umsetzen einer Raumgestaltung, die Produktentwicklung für ein b2b-Produkt oder durch die Spende von nicht mehr benötigten Materialien.