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Digital Natives und der Umgang mit digitalen Medien

Eingereicht von: Verein Amazone, Katharina Buhri
Projektstart: 2018 (Fortführung bzw. Absicherung des Projekts)
Kategorie: Kinder/Jugendliche
Social-Media: https://www.amazone.or.at

 Ergebnis:
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Katharina Buhri

Interview mit Dipl. Sozpäd.in Katharina Buhri

„Gewinner des Bank Austria Sozialpreises 2018 in Vorarlberg“: Wie hört sich das an? Was war Ihre erste Reaktion?

Ich finde, das kann sich definitiv hören lassen, das gefällt mir sehr gut, immer wieder gerne. Die Mitarbeiterinnen des Vereins Amazone haben gejubelt und natürlich gefeiert! Wir sind sehr glücklich über den Gewinn und die Anerkennung, die das Projekt dadurch erhält.

Wie haben Sie selbst die letzten Wochen und Tage des Votings erlebt?

Spannung pur! Alle Mitarbeiterinnen und auch AmazoneMädchen haben die letzten Wochen mitgefiebert. Besonders die letzten Tage waren sehr aufregend und je näher das Ende rückte, desto größer wurde die Nervosität. Die Freude war natürlich riesig, als endlich das ersehnte E-Mail eingetrudelt ist.

Beschreiben Sie bitte noch einmal kurz, was das Besondere an ihrem Projekt ausmacht?

Das Besondere an #followme ist, dass das Projekt ein Thema aufgreift, über das viel gesprochen wird, allerdings vor allem in problematisierender und kaum in konstruktiver Weise. Kaum ein Thema spaltet die Generationen so stark wie der Umgang und die Handhabung von Sozialen Medien. Tatsache ist aber, dass diese „neuen“ Medien zur Lebensrealität von Jugendlichen gehören. In den Workshops werden Inhalte jugendgerecht vermittelt, aber auch rechtliche Informationen weitergegeben und Handlungsstrategien erarbeitet. Es geht darum, positive Aspekte von Digital Media für sich zu nutzen und negative Aspekte zu erkennen, kritisch zu betrachten und mit ihnen umgehen zu lernen. Eine weitere Besonderheit von #followme ist, dass neue Tendenzen integriert und die Workshops ständig weiterentwickelt werden – gemeinsam mit Jugendlichen. Damit sich die Workshops konsequent an den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen orientieren können, ist es notwendig, Themen und Fragestellungen auch spontan miteinzubeziehen und gemeinsam zu betrachten.

Wie werden Sie das Preisgeld von 6.000,- EUR konkret für Ihr Projekt einsetzen?

Das Preisgeld gibt uns die Möglichkeit, das Projekt und unsere Methoden weiterzuentwickeln. Wir können das Projekt ganz grundlegend in unseren Angeboten verankern, breitere Zugänge schaffen und neue Zielgruppen erreichen – etwa Lehrpersonen oder Eltern.

Warum ist es aus Ihrer Sicht notwendig, Projekte ins Leben zu rufen, die einen Nutzen für Kinder/Jugendliche/die Gesellschaft stiften?

Aus meiner Sicht ist das notwendig, weil wir in einer Gesellschaft leben, in der manche Stimmen weniger gehört werden als andere. Daher ist es eine gesellschaftliche Aufgabe, Aktivitäten zu setzen, die diese Stimmen lauter machen. Im Projekt #followme geht es gewissermaßen auch darum, die Stimmen von Jugendlichen hörbarer und ihre Anliegen sichtbarer zu machen. Wir merken sehr häufig, dass die verstärkte Nutzung von virtuellen Räumen durch Jugendliche von Erwachsenen stark kritisiert wird, ohne sich direkt mit Bedürfnissen und Motivationen von Jugendlichen auseinanderzusetzen. Auch geschlechtsspezifische Aspekte haben im Projekt einen Platz.


Das Projekt

Die Workshops #followme wurden ins Leben gerufen, um Sicherheit durch Medienkompetenz zu schaffen. Jugendliche, als Generation der Digital Natives, nutzen das Internet in starkem Ausmaß und oft sogar als einzige Informationsquelle. Social-Media-Kanäle wie YouTube, Instagram, Snapchat und Co. sind damit allgegenwärtig in ihrem Leben. Aber auch Cybermobbing, Sexting, Cybergrooming, Hasspostings und Sexismus im Netz sind Teile davon. Die kritische Auseinandersetzung mit den persönlichen, sozialen, gesellschaftlichen und politischen Wirkungen digitaler Medien ist daher ein wichtiges Thema, das Gesellschaften in den nächsten Jahren immer stärker beschäftigen wird. Es braucht Austausch und Diskussion, Strategien und Hilfestellungen, um mit diesen Fragestellungen in adäquater Weise umgehen zu können.

Das Ziel von #followme besteht darin, die Medienkompetenz Jugendlicher in Hinblick auf digitale Medien zu steigern und damit gleichzeitig Unsicherheiten abzubauen, Strategien zu erarbeiten und Hilfestellungen zu geben. Mit dem Projekt werden aber nicht nur Reflexionsräume und Austausch geschaffen, sondern es fokussiert auch darauf, gegenseitiges Verständnis, Akzeptanz und Unterstützung zu fördern und damit eine Verbindung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen herzustellen, die vor allem in Bezug auf digitale Medien besonders weit auseinanderdriften.

Eine besondere Stärke der #followme-Workshops liegt darin, dass diese gemeinsam mit den Jugendlichen konzipiert werden. Inhalte und Themen werden kontinuierlich im Rahmen von Workshops, Umfragen und Gesprächen bearbeitet, angepasst und miteinbezogen. Auf aktuelle Themen- und Fragestellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in der Durchführung Rücksicht genommen und diese auch integriert. Methodisch basiert der Workshop auf folgenden Grundprinzipien: Partizipativ ausgelegte Methodik und Didaktik, interaktive und spielerische Methoden, Diskussion-, Reflexions- und Erkenntnisschleifen, Methoden der Gewaltprävention, Methoden der Sexualpädagogik, präventive Spiele und Methoden.

Die kontinuierliche Miteinbeziehung und Thematisierung von Erkenntnissen und Erfahrungen der Jugendlichen sowie die Berücksichtigung dieser, verleiht dem Projekt seinen innovativen Charakter und in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal, da Thematik und Herangehensweise des Projekts relativ neu und bis dato, in der Arbeit für und mit jugendlichen Personen, wenig entwickelt sind. Dass die Förderung von Medienkompetenz wichtig und nötig ist, zeigt bereits die positive Resonanz auf den Workshop #followme, der verstärkt gebucht wird, gerade weil die Erfahrungen der Jugendlichen einen zentralen Stellenwert im Programm einnehmen. Das Projekt lebt von einem Erfahrungsmix, deshalb können Anregungen und Fragestellungen von allen Interessierten eingebracht werden. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden der Bank Austria können sich aktiv am Projekt beteiligen. Gerade Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten die Inhalte der Workshops durch ihre Expertise um wichtige Gesichtspunkte erweitern. Zusätzlich kann der Verein Amazone den Workshop für interessierte Gruppen anbieten und/oder für Coachings, Gespräche und Austausch zur Verfügung stehen.