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Projekt für Kinder und Jugendliche mit Schwierigkeiten der eigenen Gefühlsregulation

Eingereicht von: AQUA Mühle Vorarlberg gGmbH, Kerstin Mündle
Projektstart: 2017 (Fortführung bzw. Absicherung des Projekts)
Kategorie: Kinder/Jugendliche
Social-Media: https://www.aqua-soziales.com/

„DBT-A“ steht für Dialektisch-Behaviorale Therapie für Kinder und Jugendliche. Entwickelt wurde sie Anfang der 80er Jahre in den USA und kommt beispielsweise bei der Behandlung von Impulskontrollstörungen zum Einsatz. Kinder und Jugendliche die davon betroffen sind, bekommen immer wieder zu hören, dass ihre Gefühle und Wahrnehmungen falsch sind und mit ihnen etwas nicht stimmt. Der Umgang mit den eigenen Gefühlen gehört zu einem komplexen Thema für diejenigen Kinder und Jugendliche, die unter Schwierigkeiten mit der eigenen Gefühlsregulation leiden.

Im Rahmen von Impulskontrollstörungen gilt DBT-A als eine der erfolgreichsten Therapien, die in diesem Zusammenhang Einzeltherapie, Fertigkeitstraining in der Gruppe sowie Telefonkontakt im Notfall umfasst. Für Kinder und Jugendliche bedeutet es harte Arbeit, aber auch den Einsatz von Mut und Engagement, um etwas an ihrer Situation zu verändern. „AQUA Mühle“ ist österreichweit die erste Institution, die DBT-A ambulant anbietet, das nach Erfahrungsberichten von Jugendlichen gut aufgenommen und als hilfreich empfunden wird. Im sogenannten Skillstraining basierend auf der DBT-A von AQUA Mühle, lernen die Kinder und Jugendlichen sich gegenseitig auszutauschen und dass sie mit ihren Gefühlen nicht alleine sind. Sie werden dabei begleitet, ihre Impulse mit Hilfe des Skillstrainings besser zu kontrollieren bzw. zu korrigieren und sie bekommen nach einem (teil-)stationären Aufenthalt die nötige Unterstützung für eine erfolgreiche Wiedereingliederung.

Mit dem Training soll erreicht werden, dass von Impulskontrollstörungen betroffene Kinder und Jugendliche die Fähigkeit erlernen, mit ihren Symptomen und Gefühlen umzugehen und infolge dessen auch ihre Lebensqualität zu steigern. Durch die angebotene Therapie sollen selbstschädigendes impulsives Verhalten, die Beziehungsfähigkeit sowie Selbstzuwendung und Selbstannahme verbessert werden, während gleichzeitig die Anzahl stationärer Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sinkt. Von dieser Therapiemethode könnten jedes Jahr etwa 96 Personen profitieren. Auch aktuell arbeitet ein Team aus Therapeutinnen und Therapeuten sehr intensiv mit Betroffenen zusammen. Die Entscheidung für eine beantragte Weiterfinanzierung steht vom Land Vorarlberg noch aus. Mit einer Auszeichnung würde die Chance auf eine Weiterfinanzierung steigen und allen 96 Kindern und Jugendlichen einen Therapieplatz ermöglichen.

Zwischen 1,6% und 6% der Bevölkerung leiden unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und sind immer wieder mit Abwertungen in Bezug auf ihre Gefühle und Wahrnehmungen konfrontiert. Durch eine aktive Auseinandersetzung mit der Lage von Betroffenen kann einer Stigmatisierung entgegengewirkt werden. Sowohl Kundinnen und Kunden als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Austria können sich aktiv an dem Projekt beteiligen – es besteht die Möglichkeit, Berichte und Erfahrungen in die Teams der Bank Austria einzubringen oder Kundinnen und Kunden zu dem Thema zu informieren. Um zur Entstigmatisierung von Kindern und Jugendlichen beizutragen, wäre es ein tolles Zeichen, einer betroffenen Person eine Lehrstelle in einer Bank Austria Filiale und somit die Chance auf soziale Integration zu bieten.