Professionelle Begleitung für Kinder und Jugendliche bei Trennung oder Scheidung der Eltern

Eingereicht von: RAINBOWS-Salzburg, Mag. Eva Glitschthaler
Projektstart: 2006
Kategorie: Kinder/Jugendliche
Social-Media: https://www.rainbows.at/salzburg-angebote/

In konfliktreichen Trennungs- oder Scheidungssituationen kann Besuchsbegleitung ein hilfreiches Instrument sein, um den Kontakt des Kindes oder der Kinder zu beiden Elternteilen zu gewährleisten. So können sie aus Streitigkeiten der Eltern herausgehalten werden, bis die Eltern den Kontakt wieder eigenverantwortlich und selbstständig gestalten können.

Besuchsbegleitung der RAINBOWS dient also dazu, dem Kind nach der Trennung oder Scheidung der Eltern, den Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen. Das Projekt bietet einen geschützten Rahmen, in dem eine behutsame Annäherung des Kindes an den getrenntlebenden Elternteil geschehen kann.

Im Fokus jeder Besuchsregelung steht dabei immer die individuellen Bedürfnisse des Kindes bzw. der Kinder, die sich entwicklungsbedingt sehr von denen der Erwachsener unterscheiden. Die begleiteten Treffen zwischen dem Kind und dem getrenntlebenden Elternteil erfolgen auf neutralem Boden. Die Besuchsbegleitung ist eine Übergangslösung, bis sich das Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern verbessert.

Zum Wohle des Kindes sollen die Eltern gemeinsam einen gangbaren Weg finden, der es den Kindern ermöglicht, mit dem getrenntlebenden Elternteil in Kontakt zu bleiben. Die Besonderheit bei RAINBOWS ist jedoch, dass man bei den begleiteten Kontakten nicht in einem „Besuchscafe“ bleiben muss, sondern Ausflüge, Spielplatzbesuche unternimmt oder auch in der Wohnung des besuchenden Elternteils sein kann.

Die Evaluierungen des Projektes zeigen, dass die Besuchsbegleitung von allen beteiligten Müttern, Vätern und Kindern sehr positiv erlebt wird. Daher wäre es schön, so ein Angebot aufgrund der Rückmeldungen, des steigenden Bedarfs und der großen Nachfrage auch in Zukunft flächendeckend weiterhin anbieten zu können. Daher würde der Bank Austria Sozialpreis zur Fortführung und Absicherung des Projektes dienen. Begünstigt sind davon im Jahr ca. 190 Kinder und Jugendliche.

Im Rahmen der Besuchsbegleitung gibt es immer wieder Eltern, die weit entfernt wohnen. Diesen Eltern ist es kaum möglich einen „normalen Alltag“ mit ihren Kindern zu leben. Um dem ein paar Mal im Jahr entgegenzuwirken, wäre es sehr positiv, Unternehmungen wie z.B. einen Grillnachmittag, eine Radtour etc. organisieren zu können. Für viele Eltern ist es auch nicht möglich, die Kinder zum Besuchstreff zu bringen, weil sie entweder nicht mobil sind, oder aber das andere Elternteil nicht treffen können. Für diese Familien wäre es notwendig, dass jemand die Kinder von einem Elternteil holt und zum anderen bringt. Über solche ehrenamtlichen Fahr- und Unterstützungsdienste wäre es auch Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank Austria möglich, sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen.