Das Bank Austria Kunstforum Wien ist mit einer jährlichen Besucheranzahl von 250.000, eine weltweit einzigartige Anlaufstelle für Kunst der Klassischen Moderne und die Avantgarden der Nachkriegszeit.

Bedeutende Museen präsentieren in den Wechselaustellung ihre Werke ebenso wie private Sammler. Die private Institution vereint die großen Namen der Kunst, wie van Gogh, Miró, Cézanne, Picasso, Kandinsky, Chagall, Warhol und Lichtenstein und zeigt seit 2000 auch Ausstellungen zeitgenössischer Künstler.

2012 hat das Bank Austria Kunstforum Wien die Leitung der über 9.000 Werke umfassende Bank Austria Kunstsammlung übernommen. Zu den Highlights der Sammlung zählen Arbeiten von Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Maria Lassnig, Christian Ludwig Attersee, Arnulf Rainer, Franz West, Herbert Brandl und Erwin Wurm. In den letzten Jahren wurde der Sammelschwerpunkt vermehrt auf neue Medien verlagert, insbesondere die Fotografie. Zudem wird der Kunst der CEE-Länder verstärkt Augenmerk geschenkt. Die Schwerpunkte der Sammlung bzw. die laufende Sammlungstätigkeit schlagen sich gleichzeitig vermehrt im Ausstellungsprogramm nieder.

Bank Austria Kunstforum

Adresse:
Freyung 8, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 bis 19.00 Uhr
Freitags 10.00 bis 21.00 Uhr

Aktuelle und kommende Ausstellungen 

Gerhard Rühm
4. Oktober 2017 bis 28. Jänner 2018

Als Komponist, Pianist, Performer, Literat und bildender Künstler war der 1930 in Wien geborene und heute in Köln lebende Gerhard Rühm ein Grenzgänger zwischen den einzelnen Kunstdisziplinen, lange bevor Begriffe wie „Crossover“ und „Intermedialität“ in der künstlerischen Praxis zum guten Ton gehörten. Im Zwischenraum von Wort und Bild, von Sprache und Musik und von Schrift und Zeichnung sucht Rühm eine stete Erweiterung medialer Ausdrucksformen, die auf konzeptuelle wie humorvolle Weise Sehgewohnheiten durchbrechen.

Die retrospektive Werkschau im Kunstforum trägt dem mehr als sechs Jahrzehnte umspannenden, wegweisenden Schaffen Rühms in seiner Vielfalt Rechnung. Rühms visuelle Poesie – zwischen Schrift und Bild pendelnde Typocollagen, Fotomontagen und Schreibmaschinenideogramme –, und deren musikalisches Pendant, die visuelle Musik, sowie gestische und konzeptionelle Zeichnungen und Schriftfilme werden dabei ebenso präsentiert wie seine auditive Poesie, Chansons, Klavierstücke und Melodramen an der Schwelle von Sprache und Musik.

Andere Räume. Das Museum als Heterotopie -
im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien
29. November 2017 bis 21. Jänner 2018

In der siebten Ausgabe des Ausstellungsformates collected, das ausgewählte Werke aus der Bank Austria Kunstsammlung präsentiert, treffen Gemälde und Fotografien aufeinander, die durch Inszenierung des Realen oder das Zeigen von Utopien (Bild-)räume konstruieren und durch das Schaffen dieser anderen Räume ein kritisches Betrachten und Befragen realer Orte ermöglichen. Die Ausstellung setzt ein Vexierspiel aus Utopie und Realität der Bildräume, Medien und letztlich des Museums als Heterotopie selbst in Gang.

Man Ray
14. Februar bis 24. Juni 2018

Man Ray (geb. als Emmanuel Radnitzky 1890 in Philadelphia, gest. 1976 in Paris) wurde stets vor allem als Fotograf rezipiert. Weitreichende Berühmtheit erlangte er für seine Künstler-Fotoporträts und seine kameralos aufgenommenen Rayografien der 1920er. Dass Man Ray jedoch malte, zeichnete, designte, Filme drehte, Objekte entwarf, Schriften verfasste, sich auch für Typografie, Buch- und Magazingestaltung begeisterte und eine veritable Karriere als experimenteller Modefotograf bei Harper’s Bazaar und Vogue verfolgte, will die Ausstellung des Kunstforums vor Augen führen.

Eine Auswahl von 150 Schlüsselwerken aus der ganzen Welt, darunter Gemälde, Fotografien, Objekte, Papier-Arbeiten, Collagen, Assemblagen und experimenteller Film, wird die gleichsam enigmatische wie komplexe Künstlerpersönlichkeit Man Rays umreißen und zeigen, wie er – in kongenialer künstlerischer Komplizenhaftigkeit mit Duchamp – den Grundstein legte für wie und was wir heute als „Kunst“ betrachten.