Das Bank Austria Kunstforum Wien ist mit einer jährlichen Besucheranzahl von 250.000, eine weltweit einzigartige Anlaufstelle für Kunst der Klassischen Moderne und die Avantgarden der Nachkriegszeit.

Bedeutende Museen präsentieren in den Wechselaustellung ihre Werke ebenso wie private Sammler. Die private Institution vereint die großen Namen der Kunst, wie van Gogh, Miró, Cézanne, Picasso, Kandinsky, Chagall, Warhol und Lichtenstein und zeigt seit 2000 auch Ausstellungen zeitgenössischer Künstler.

2012 hat das Bank Austria Kunstforum Wien die Leitung der über 9.000 Werke umfassende Bank Austria Kunstsammlung übernommen. Zu den Highlights der Sammlung zählen Arbeiten von Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Maria Lassnig, Christian Ludwig Attersee, Arnulf Rainer, Franz West, Herbert Brandl und Erwin Wurm. In den letzten Jahren wurde der Sammelschwerpunkt vermehrt auf neue Medien verlagert, insbesondere die Fotografie. Zudem wird der Kunst der CEE-Länder verstärkt Augenmerk geschenkt. Die Schwerpunkte der Sammlung bzw. die laufende Sammlungstätigkeit schlagen sich gleichzeitig vermehrt im Ausstellungsprogramm nieder.

Bank Austria Kunstforum

Adresse:
Freyung 8, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 bis 19.00 Uhr
Freitags 10.00 bis 21.00 Uhr

Aktuelle und kommende Ausstellungen 

Man Ray
14. Februar bis 24. Juni 201

Man Ray (geb. als Emmanuel Radnitzky 1890 in Philadelphia, gest. 1976 in Paris) wurde stets vor allem als Fotograf rezipiert. Weitreichende Berühmtheit erlangte er für seine Künstler-Fotoporträts und seine kameralos aufgenommenen Rayografien der 1920er. Dass Man Ray jedoch malte, zeichnete, designte, Filme drehte, Objekte entwarf, Schriften verfasste, sich auch für Typografie, Buch- und Magazingestaltung begeisterte und eine veritable Karriere als experimenteller Modefotograf bei Harper’s Bazaar und Vogue verfolgte, will die Ausstellung des Kunstforums vor Augen führen.

Eine Auswahl von 150 Schlüsselwerken aus der ganzen Welt, darunter Gemälde, Fotografien, Objekte, Papier-Arbeiten, Collagen, Assemblagen und experimenteller Film, wird die gleichsam enigmatische wie komplexe Künstlerpersönlichkeit Man Rays umreißen und zeigen, wie er – in kongenialer künstlerischer Komplizenhaftigkeit mit Duchamp – den Grundstein legte für wie und was wir heute als „Kunst“ betrachten.

Michaela Frühwirth

tresor. Michaela Frühwirth: handeln, erdwärts
26. April bis 24. Juni 2018 

Michaela Frühwirth, geboren 1972 in Wien, Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Arnulf Rainer und an der The Cooper Union School of Architecture in New York. Von 2006 bis 2007 Resident an der Rijksakademie in Amsterdam. Dozentin für bildende Kunst an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam seit 2008. Lebt und arbeitet in Amsterdam.

In der Ausstellung handeln, erdwärts im tresor im Bank Austria Kunstforum widmet sich Michaela Frühwirth dem letzten aktiven Grafitstollen Österreichs in Kaisersberg (Steiermark) und dem Eingang der Höhle von Chauvet in Südfrankreich, die menschliche (Bild-)Zeugnisse aus dem Jungpaläolithikum birgt.

Japonismus

Japonismus
10. Oktober 2018 bis 20. Jänner 2019

Die Herbstausstellung des Kunstforums 2018 widmet sich der „Japomanie“ – der Begeisterung der westlichen Welt für die Ästhetik und die Bilderwelt des Fernen Ostens. Sie verfolgt die Entwicklung von der Faszination für das Fremdartige, Neue, von den Anfängen in den 1860er Jahren bis weit nach der Jahrhundertwende, bis zu dessen Amalgamation in das Formenvokabular der westlichen Malerei, den Einfluss seiner Ästhetik auf die Entwicklung der Moderne um 1900.

Die Ausstellung zeigt Gemälde und Druckgraphik, aber auch Objekte und Möbel, und stellt die von fernöstlicher Ästhetik beeinflussten Europäischen Werke von Claude Monet über Edgar Degas zu Gustav Klimt oder Henri de Toulouse-Lautrec, den Nabis und dem Blauen Reiter, den Japanischen Holzschnitten, Paravents und Objekten gegenüber. An die 100 Exponate aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen geben einen breiten Überblick über das in ganz Europa verbreitete Phänomen des „Japonismus“ vom späten 19. Jahrhundert bis zum Beginn der Avantgarden.