Junge Talente fördern

Die Bank Austria gehört seit vielen Jahren zu den führenden heimischen Kultursponsoren. Mit der 2005 ins Leben gerufenen und zunächst gemeinsam mit der Jeunesse vergebenen Auszeichnung "Artist of the Year" beweist die Bank Austria ihr Engagement auch für junge Kunst. Eine Experten-Jury aus der Vienna Music Group wählt junge Musikerinnen oder Musiker oder auch Musikgruppen aus, die am Anfang einer vielversprechenden Karriere stehen. Im Sinne einer nachhaltigen Förderung setzt die Bank Austria gemeinsam mit den Preisträgern langfristige Impulse, hin zu einer erfolgreichen Karriere in der internationalen Musiklandschaft.

Luka Kusztrich

Schon mit acht Jahren erhielt Luka Kusztrich seinem ersten Violinunterricht. Seine Matura schloss er 2009 im Wiener Musikgymnasium Neustiftgasse ab. Es folgten weitere Unterrichtsjahre unter anderem bei Dora Schwarzberg an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, seit Oktober 2012 studiert er in Wien bei Gerhard Schulz.

Kusztrich ist bereits Preisträger mehrerer nationaler wie internationaler Wettbewerbe, unter anderem bei "Rovere dòro" in San Barolomeo (2004), in Barletta (2006) und beim Bundeswettbewerb "Prima la Musica 2006".

Als Solist konzertierte Luka Kusztrich unter anderem mit dem Wiener Neustädter Jugendorchester im Rahmen einer Japantournee, sowie den Universitätsorchestern von Nigata und Nagasaki unter Yoshinori Kawachi.

Meisterkurse absolvierte er bei Benjamin Schmid, Ivry Gitlis, Viktor Tretjakov und Peter Götzel (Internationales Musikforum Trenta 2013, das ebenfalls von der Bank Austria unterstützt wird).

2012 war Kusztrich Stimmführer und Konzertmeister des Webern Symphonie Orchesters und Akademist der Orchesterakademie Ossiach. 2014 wirkte er als Bühnenmusiker bei den Salzburger Festspielen mit.


Benjamin Feilmair

Benjamin Feilmair wurde 1991 im oberösterreichischen Vöcklabruck geboren. Bereits mit elf Jahren begann er mit dem künstlerischen Basisstudium an der Anton Bruckner Privatuniversität, wo er ab 2005 bei Gerald Kraxberger studierte.

2008 wechselte er von Linz nach Wien an die Privatuniversität Konservatorium Wien zu Matthias Schorn und absolvierte gleichzeitig das Musikgymnasium in Linz, an dem er 2010 maturierte.

Seine musikalische Ausbildung rundete er bei zahlreichen Meisterkursen bei Größen wie unter anderem Karl Leister, Sabine Meyer, Peter Schmidl oder Alois Brandstätter ab. Für sein virtuoses Talent auf der Klarinette wurde Feilmair mehrfach als erster Preisträger bei „Prima la Musica“, dem Folgewettbewerb „Gradus ad Parnassum“ sowie von der Internationalen Sommerakademie Mozarteum ausgezeichnet. Weiters erhielt er den Solistenpreis des Festivals Allegro Vivo und gewann den internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach.

Benjamin Feilmair ist auf den Konzertbühnen vielseitig aktiv und ist unter anderem als Solist beim Bruckner Orchester Linz oder dem Orchester des Konservatoriums Wien, wie auch in Rezitals - meist begleitet von seinem Bruder, dem Pianisten Florian Feilmair - in bedeutenden Sälen wie dem Wiener Konzerthaus, dem Musikverein in Wien oder bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern tätig.

Seinen musikalischen Horizont erweitert Feilmair mit seiner stätigen musikalischen Tätigkeit in Orchestern, etwa im European Union Youth Orchestra unter Sir Colin Davis, im Attersee Institute Orchestra und im Wiener Jeunesse Orchester. Dies führt auch zu Substitutionstätigkeiten im Orchester der Wiener Staatsoper und im RSO Wien.


Mobilis Saxophonquartett

Seit 2009 musizieren die vier Vollblutmusiker Michael Krenn, Janez Ursej, Yukiko Iwata und Goran Jurkovic miteinander. Unter dem damaligen Namen quartett.konsax.wien traten sie erstmals auf, tauften sich allerdings bereits März 2010 auf den Namen Mobilis Saxophonquartett um. Die verschiedenen kulturellen Einflüsse des Ensembles spiegeln sich in einem breitgefächerten Repertoire wieder. Dieses umfasst frühe Originalliteratur bis hin zu zeitgenössischen Werken und ausgewählten Transkriptionen verschiedener Epochen: Mitreißende Bearbeitungen von Barock bis Moderne – etwa aus Domenico Scarlattis berühmter Sonaten-Sammlung oder von George Gershwins wunderbar jazzig groovenden Préludes.

Gleich nach der Gründung des Quartetts im Jahre 2009 konnten die vier phänomenalen Musiker einen ersten Preis beim österreichischen Wettbewerb "Gradus ad Parnassum" erzielen und legten damit den Grundstein für eine sich rasant entwickelnde Karriere. In der kurzen Zeit seines Bestehens konzertierte das Quartett bereits in renommierten Konzerthäusern wie im Brucknerhaus Linz, im Wiener Musikverein oder im ORF Radiokulturhaus Wien.

2011 wurde das Mobilis Saxophonquartett mit dem Bank Austria Artist of the Year Preis ausgezeichnet. 2012 folgte der Ö1 Pasticcio Preis für ihr Debut-Album. Mit diesem einmaligen Karriereschub spielt das Ensemble bis heute vor ausverkauften Häusern.


Daniela Koch

Im Alter von 16 Jahren begann die Flötistin Daniela Koch mit ihrem Studium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Michael Martin Kofler. 2009 belegte sie als jüngste Teilnehmerin den ersten Platz beim größten und international bedeutendsten Flötenwettbewerb, der 7. Kobe International Flute Competition.

Nach ihrem erfolgreichen zweiten Platz und der Verleihung eines Sonderpreises als jüngste Finalistin des 59. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München wurde sie für ihre musikalischen Leistungen im gleichen Jahr als "Bank Austria Artist of the Year 2010" ausgezeichnet. Zahlreiche Konzerte führten die junge Österreicherin unter anderem nach England, Italien, Frankreich, Kanada, Japan und in die USA.

Sowohl als Gast renommierter Festivals als auch als Solistin mit namhaften Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem European Union Chamber Orchester oder dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin begeistert die klassische Musikszene.

Seit 2011 Soloflötistin der Bamberger Symphoniker. Im selben Jahr erschien mit Unterstützung der Bank Austria Daniela Kochs Debüt-CD "My Magic Flut".

In der Saison 2013 war Daniela Koch »Rising Star« der European Concert Hall Organisation. In diesem Rahmen gab die Flötistin Rezitale in Konzertsälen, wie dem Bozar Brüssel, der Cité de la Musique Paris, dem Concertgebouw Amsterdam, der Luxemburger und Kölner Philharmonie, der Hamburger Laeiszhalle und dem Konzerthaus Wien.

In der ersten Hälfte 2014 führten Daniela Koch Konzerte u. a. nach Wiesbaden, Mannheim, Wien, Erlangen und zum Festival auf Herrenchiemsee. Sie spielte dabei mit Partnern wie Wen Xiao Zheng, Anneleen Lenaerts und Martin Klett. Mit den Bamberger Symphonikern unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott präsentuerte sie Mozarts Flötenkonzert Nr. 1 G-Dur KV 313. Außerdem ist sie als Solistin beim Kurpfälzischen Kammerorchester und beim Wiener Kammerorchester eingeladen.


Ádám und Sándor Jávorkai

Die Brüder Ádám und Sándor Jávorkai wurden im ungarischen Györ geboren. Sie absolvierten ihre musikalische Ausbildung an der Franz-Liszt-Musikakademie, beziehungsweise dem Béla Barók Konservatorium in Budapest. Danach studierten sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

2005 gründeten die Brüder die Jávorkai-Group. Seither begeistern sie mit enormer Spielfreude an der Violine und dem Violoncello die internationale Musiklandschaft. Damit treten die Brüder auch in die Fußstapfen ihrer Vorfahren, denn ihre Familie gilt seit Generationen als eine der wichtigsten Musikerfamilien Ungarns sowohl in der Klassik wie auch im Bereich der authentischen Volksmusik

Als Solisten treten die Brüder mit renommierten Orchestern wie der Budapester Philharmonie, den Berliner Symphonikern und der Dresdner Philharmonie auf. Konzerte als Duo führten sie bereits durch ganz Europa, nach Russland, Japan und China.

Maja Osojnik

Maja Osojnik, die »Bank Austria Artist of the Year« Preisträgerin 2008, entwirft mit ihrem Blockflöten-Consort ein vielschichtiges Porträt. Die begabte Komponistin, Flötistin und Sängerin überrascht ihre Anhänger mit ihrer experimentellen Musik, in der sie Jazz, Volksmusik und elektronische Musik miteinander verbindet.

Geboren und aufgewachsen im ehemaligen Jugoslawien, zog es Osojnik Mitte der 1990er-Jahre nach Wien. Sie studierte Blockflöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sowie Gesang von 2002-2003.

Für die Blockflöte absolvierte sie eine Konzert- und Meisterausbildung. Von 2005 bis 2007 studierte Osojnik Jazzgesang am Konservatorium Wien.

Bereits 2003 gründete sie mit Kollegen das Low Frequency Orchestra, ein Ensemble das sich zeitgenössischer improvisierter und komponierter Musik widmet. Osojnik beteiligte sich in unzähligen Bands, unter anderem Binar, FruFru, Edward and the innocent Bystanders, u.v.m.

2009 gründete sie die Maja Osojnik Band. Mit ihrer Truppe reist die charakterstarke Sängerin durch Mittel- und Osteuropa und tritt besonders in den Sommermonaten auf Festivals und Art Shows auf.


Acies Quartett

Vier junge Musiker gründeten 2000 das Acies Quartett. Seit 2006 besteht das Ensemble aus den heutigen Mitgliedern Benjamin Ziervogel, 1. Violine, Raphael Kasprian, 2. Violine, Manfred Plessl, Viola und Thomas Wiesflecker am Violoncello.

Die vier Ausnahmemusiker haben schnell die Aufmerksamkeit der internationalen Musikszene auf sich gezogen.

Ihre musikalischen Fähigkeiten erweiterten die jungen Musiker in Meisterkursen bei Mitgliedern von Quartetten mit Weltniveau. Bei ihren zahlreichen Konzerten gastierte das Acies Quartett unter anderem in der Slowenischen Philharmonie, dem Cankarjev dom Ljubljana, dem Teatro dei Dioscuri Rom oder im Konzerthaus Klagenfurt.

Im März 2008 spielten die vier Musiker erstmals im Brahmssaal des Wiener Musikvereins.Im Mai desselben Jahres folgte ihr Debüt im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Studioalbums 2007 folgte das zweite Album 2009 sowie die Einspielung des Schubert Quintetts gemeinsam mit David Geringas.

2010 wurde das Acies Quartett in das Programm des österreichischen Außenministeriums "The new Austrian sound of music" gewählt und konzertierte auf verschiedenen Tourneen in Europa, darunter Mailand, Prag, Sarajevo und Paris. Es folgten Auftritte in den USA, Indien, Bangladesh und Vietnam.

Im Jänner 2012 erschien ihre vierte CD für das Label Gramola mit Streichquartetten von Dmitri Schostakowitsch. Außerdem wurden sie mehrfach, unter anderem 2012, zum international renommierten Festival Schubertiade Schwarzenberg eingeladen.

Seit 2014 spielt das Quartett mit einem neuen Bratschisten, Simon Schellnegger.


Petra Stump

Die 1975 in Vorarlberg geborenen Petra Stump begann ihre musikalische Ausbildung 1989 mit dem Klarinettenstudium am Landeskonservatorium Feldkirch sowie einem Konzertfachstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Von 1999 bis 2002 studierte sie in der Meisterklasse von Ernesto Molinari an der Hochschule für Theater und Musik in Biel-Bern in der Schweiz und besuchte bei einem zweijährigen Auslandsaufenthalt das Conservatorium van Amsterdam.

Meisterkurse bei Alois Brandhofer, Suzanne Stephens, Karlheinz Stockhausen und Christian Leitherer rundeten ihre musikalische Ausbildung ab.

Mit ihrer Leidenschaft für ihr Instrument begeisterte Stump bereits bei zahlreichen Auftritten und Festivals in ganz Europa, unter anderem bei den Salzburger Festwochen, den Hörgängen im Wiener Konzerthaus, der Biennale Bern, dem Festival für Neue Musik Alicante, dem Nuovi Spazi Musicali in Rom oder dem Montmartre en Europe.

Seit einigen Jahren arbeitet Petra Stump gemeinsam mit Heinz-Peter Linshalm national und international erfolgreich als Klarinettenduo, unter anderem für namhafte Komponisten wie etwa Pierluigi Billone, Chaya Czernowin, Beat Furrer, Bernhard Gander oder Jorge Sanchez-Chiong.