21.07.2008

Bank Austria präsentiert das erste CEE-Stimmungsbarometer
CEE-Jugend international orientiert, optimistisch und flexibel

  • 15.000 Befragungen in 14 CEE-Ländern und Österreich
  • Bank Austria Optimismus-Index: Jugendliche in Zentral- und Osteuropa blicken zuversichtlich in die Zukunft

Die Jugendlichen in Zentral- und Osteuropa (CEE) blicken durchwegs optimistisch in ihre Zukunft, zeigen eine hohe berufliche Flexibilität und die Bereitschaft zur Mobilität. In der zunehmenden Internationalisierung erkennen die Jugendlichen große Chancen und streben für eine begrenzte Zeit einen beruflichen Wechsel ins Ausland an, so die Ergebnisse des ersten CEE-Stimmungsbarometers der Bank Austria. „Wir sind seit mehr als 30 Jahren eng mit den CEE-Ländern verbunden, einer Region mit viel Potenzial. Umso mehr freut uns zu sehen, dass speziell die Jugend die Chancen eines vereinten Europas erkennt und zu nutzen weiß. Damit schaffen sich die Jugendlichen die Basis einer erfolgreichen Zukunft“, so Bank Austria Vorstandsmitglied Ralph Müller.

Repräsentativ wurden im Auftrag der Bank Austria 15.000 Personen in 15 Ländern1 zu ihren beruflichen und persönlichen Erwartungen von namhaften Instituten wie der GfK Group, RmPlus, TNS und PENTOR2 befragt. Die Antworten lassen einen durchwegs positiven Trend erkennen, weisen aber auch einige sehr interessante Unterschiede auf. „Die junge Generation speziell in Polen, Serbien, Russland, Bosnien-Herzegowina und Bulgarien, aber auch die kasachische Jugend, glaubt an eine äußerst gute wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes“, so Martin Mayr, stv. Leiter Market Research der Bank Austria. „Weniger euphorisch sehen dies die österreichischen Jugendlichen: Sie beurteilen die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Landes zwar nicht pessimistisch, aber es fehlt auch ein spürbarer Optimismus.“ Entschieden schlechter ist die Stimmung in der Türkei. Neben einem unsicheren und angespannten politischem Umfeld sind die Ursachen dafür die starke Inflation, große Preisschwankungen und hohe Zinsen. Ähnlich pessimistisch ist die Einstellung in Ungarn, wo die sehr schwierige wirtschaftliche Situation nach den finanzpolitisch notwendigen Veränderungen deutlich spürbar ist.

Die Jugend vertraut auf eine gute Zukunft
In der Erwartungshaltung zur Entwicklung der persönlichen Situation zeigen sich ebenfalls große Unterschiede zwischen den Ländern. Der dafür errechnete Mittelwert3 zeigt, dass sich speziell die Jugend in Kasachstan mit einem Wert von 71, Rumänien und Polen mit 69 und Serbien mit 66 eine sehr gute Entwicklung der eigenen Situation erwartet, während die Gesamtbevölkerung mit einem Mittelwert von 63 in Kasachstan, 54 in Rumänien, 57 in Polen und 59 in Serbien ihre persönliche Lage deutlich zurückhaltender einschätzt. Noch deutlicher wird der Unterschied in der Ukraine. Hier glaubt die Jugend an eine vielversprechende Zukunft (Mittelwert 60), während der Durchschnitt der Bevölkerung mit einem Mittelwert von 46 keine wirklichen Perspektiven für sich erkennen kann. „Die Veränderungen in den Ländern wie Kasachstan oder der Ukraine passieren jetzt, und die junge Generation erkennt dies als ihre Chance, in die dynamischen Entwicklung mit involviert zu sein“, erklärt Ralph Müller. Ähnlich große Unterschiede finden sich auch in Österreich. Die junge Generation erwartet sich eine durchaus positive eigene Entwicklung (Mittelwert 67), während der Durchschnitt zwar noch positiv aber doch deutlich zurückhaltender ist (Mittelwert 55).

Heimatverbunden und zukünftige „Self-made WoMen“
Die Selbständigkeit sehen junge Menschen in einigen CEE-Ländern als sehr gute Alternative zum Angestelltenverhältnis. So entsteht eine Generation an „Self-made WoMen“, speziell in der Türkei, wo sich 38 % eine berufliche Selbständigkeit vorstellen können, wie auch in Serbien (25 %) und in Ungarn (22 %).

Durchaus flexibel zeigt sich die junge Generation einiger Länder auch in Bezug auf ihre Arbeitsstelle. Die Mobilitätsbereitschaft bei den Slowaken und Ungarn ist immerhin um das Dreifache höher als bei jungen Österreichern. So können sich 15 % der Slowaken und Ungarn sowie 14 % der Bosnier vorstellen, außerhalb ihres Heimatlandes zu arbeiten, aber nur 5 % der Österreicher.

„Generell hat die große Mehrheit der Jugendlichen den Wunsch, zukünftig im eigenen Land zu arbeiten, wobei dies vor allem auf junge Menschen aus Slowenien, Russland, der Ukraine und Österreich zutrifft“, sagt Mayr. „Zudem wird auch der zukünftige Arbeitgeber sehr bewusst ausgewählt.“ Speziell in Russland (46 %), Slowenien (48 %), Bulgarien (43 %), wie auch in Österreich (46 %), wird ein einheimischer Arbeitgeber internationalen Konzernen vorgezogen. In Polen und der Slowakei ist das Interesse an internationalen Firmen dafür wiederum sehr hoch. So wollen 39 % der polnischen Jugendlichen in der polnischen Niederlassung einer internationalen Firma ihre Karriere starten und nur 13 % in einer einheimischen.

Bank Austria Optimismus-Index
„Die Studie ermöglichte uns, einen Optimismus-Index zu errechnen. Klar erkennbar ist für uns, dass bis auf wenige Ausnahmen, die Jugend in allen befragten CEE-Ländern sehr positiv in die Zukunft blickt“, erklärt Müller. „Mit einem Index von 68 führt die polnische Jugend alle anderen Länder an, dicht gefolgt von den Kasachen und Rumänen, welche mit einem Index von 66 ebenfalls an eine sehr gute Entwicklung des Landes und der eigenen Situation glaubt.“ Dieser erste Optimismus-Index der CEE Länder bildet die Grundlage für zukünftige Studien der Bank Austria. „Der Optimismus-Index verbindet uns noch tiefer mit der CEE-Region, ist er doch ein klarer Zusatzindikator für künftige Entwicklungen in den Ländern. Und wir als die führende Bankengruppe in der Region werden die Jugendlichen in CEE tatkräftig auf ihrem Weg unterstützen.“

Über UniCredit Group
Die Bank Austria ist innerhalb der UniCredit Group für Zentral- und Osteuropa verantwortlich. Die UniCredit Group ist eine der größten europäischen Bankengruppen. Sie ist in 23 Ländern Europas tätig und beschäftigt rund 180.000 Mitarbeiter, die in rund 10.000 Geschäftsstellen über 40 Millionen Kunden betreuen. Die Bilanzsumme der UniCredit Group beträgt rund 1.000 Milliarde Euro.

In der Region Zentral- und Osteuropa betreibt UniCredit das größte internationale Bankennetz mit über 80,000 Mitarbeitern, die in mehr als 3,900 Geschäftsstellen rund 27 Millionen Kunden betreuen. Derzeit ist die UniCredit Group in folgenden Ländern vertreten: Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kasachstan, Kroatien, Kirgisistan, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tadschikistan, Tschechien, Türkei, Ungarn und Ukraine.

1   Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kasachstan, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn
2   Gfk Group: Töchterunternehmen der GfK Austria; RmPlus: Firma für Market Research und Marketing; TNS: Taylor Nelson Sofres; Pentor: Pentor Research International
3   Indizierter Mittelwert: alle Werte über 50 sind positiv, alle Werte unter 50 negativ

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