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14.7.2008

Bank Austria und UniCredit Group präsentieren CEE Banking Study 2008:
Bankensektor in Zentral- und Osteuropa weiterhin erfolgreich

  • Wachstum der Banken wird schwächer, bleibt aber auf hohem Niveau
  • Risikokosten und Refinanzierungskosten steigen, aber weiterhin hohe Rentabilität und starke Kapitalausstattung des Bankensektors
  • Internationale Banken werden weiterhin von ihrer CEE-Strategie profitieren – UniCredit Group ist Marktführer
  • Unter den derzeitigen Marktverhältnissen erwarten Ökonomen weniger Fusionen und Akquisitionen sowie eine stärkere Konzentration auf organisches Wachstum

Der Bankenmarkt in den Ländern Zentral- und Osteuropas (CEE)1  ist weiterhin fest in der Hand internationaler Banken, die von ihren Tochterbanken und Beteiligungen in dieser Region profitieren. In CEE hat sich ein voll integrierter regionaler Markt mit mehreren Teilsegmenten entwickelt, der kaum Möglichkeiten für weitere lokale Akquisitionen bietet. "Unsere Studie zeigt, dass ausländische Eigentümer auf dem Bankenmarkt in CEE eine bedeutende Rolle spielen: Auf sie entfallen 75% der Bilanzsumme des Bankensektors in Zentraleuropa, 83% in Südosteuropa und den baltischen Staaten sowie 19% im Raum Broader Europe2 ", erläutert Federico Ghizzoni, Vorstand der Bank Austria für Zentral- und Osteuropa und Head of Poland's Markets Division der UniCredit Group. Daher waren die Bemühungen von Banken um Fusionen und Akquisitionen (M&A) in letzter Zeit auf neue Märkte oder spezielle Geschäftsfelder gerichtet, während Expansionsstrategien im derzeitigen globalen Umfeld hauptsächlich auf organisches Wachstum und Filialexpansion abzielen. Aufgrund der Verteuerung der Refinanzierung für Banken infolge der neuen internationalen Rahmenbedingungen könnten Liquiditätsfragen die Wachstumspläne einiger regionaler Player im zentral- und osteuropäischen Raum einschränken. Die Rationalisierung von Filialnetzen und globale M&A-Aktivitäten können zu Veränderungen auf dem regionalen Bankenmarkt beitragen. Dies geht aus der "CEE Banking Study 2008" hervor, die von den CEE Ökonomen der Bank Austria und der UniCredit Group erstellt wurde.

Konjunkturausblick für Zentral- und Osteuropa: solides Wachstum
Die Wirtschaft der Region CEE wird trotz der Neueinschätzung der Risiken auf internationaler Ebene nach wie vor von einer kräftigen Konjunktur geprägt sein. Das Hauptrisiko besteht in der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Region von Kapitalzuflüssen, aber selbst bei einer Verringerung der Kapitalzuflüsse werden sich die Wachstumsraten in der Region CEE im Zeitraum 2008-2010 voraussichtlich auf einen Wert von über 4 % einpendeln. Wegen der Gewichtung von Lebensmitteln und Erdöl im Verbraucherkorb stellt die Inflation in den CEE-Ländern eine besondere Belastung für private Haushalte wie auch für Unternehmen dar. Dennoch bleibt die Konvergenz der Realeinkommen ein treibender Faktor zur weiteren Angleichung des Lebensstandards.

Die Marktdurchdringung mit Bankprodukten schreitet mit abgeschwächten Zuwachsraten weiter fort: Im Zeitraum 2008-2010 werden die Volumina mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 23 % zunehmen, wobei das Kreditvolumen stärker wachsen wird als die Einlagen. Ein Bankgeschäftsmodell mit implizitem externem Refinanzierungsbedarf beinhaltet aber auch das Risiko einer Kreditverknappung. Die umfassende Präsenz internationaler Marktteilnehmer wirkt diesem Risiko zum Teil entgegen.

"Die Sicherstellung einer soliden Refinanzierung hat für den lokalen Bankensektor und die lokalen Volkswirtschaften weiterhin hohe Priorität", meint Debora Revoltella, CEE Chefökonomin der Bank Austria und der UniCredit Group. Die baltischen Staaten, Kasachstan und die Ukraine sehen sich bereits den Herausforderungen einer Kreditverknappung gegenüber – geringere Kapitalzuflüsse führen dabei zu niedrigerem Kreditwachstum und in der Folge zu einer Konjunkturabschwächung. Der Bankensektor in Zentral- und Osteuropa verfügt jedoch weiterhin über eine starke Kapitalausstattung, die potentielle Erschütterungen gut auffangen kann. Die Rentabilität des Bankensektors wird im Zeitraum 2008-2010 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von voraussichtlich rund 17 % zunehmen.

Weiteres Marktpotential für Bankdienstleistungen, internationale Player spielen bedeutende Rolle
Wesentliche Merkmale aller Bankensysteme in der Region CEE sind dynamisch agierende Marktteilnehmer – trotz des derzeit viel schwierigeren Umfelds –, die Abhängigkeit von Kapitalzuflüssen und unerfreulichen Aussichten hinsichtlich Inflationsentwicklung. 

Der regionale Bankenmarkt in Zentral- und Osteuropa besteht aus 2,609 Banken mit einer aggregierten Bilanzsumme von knapp 2.000 Milliarden Euro. Platz eins in der Rangliste der führenden Banken in der Region CEE nimmt die UniCredit Group ein, die über die Bank Austria in Zentral- und Osteuropa3 tätig ist und in der Region eine Bilanzsumme von 118 Milliarden Euro sowie einen Gewinn nach Steuern (vor Minderheitenanteilen) von 2.125 Millionen Euro aufweist. Auf Platz zwei liegt Raiffeisen mit einer Bilanzsumme von 72,7 Milliarden Euro und einem Gewinn nach Steuern (vor Minderheitenanteilen) von 973 Millionen Euro. Die Erste Bank liegt in diesem Ranking mit einer Bilanzsumme von 72,0 Milliarden Euro an dritter Stelle, mit einem Gewinn nach Steuern (vor Minderheitenanteilen) von 1.026 Millionen Euro aber auf Rang zwei. Die stärkste Marktstellung in der Region hat UniCredit mit einer Präsenz in 20 Ländern und rund 3.700 Geschäftsstellen. Dahinter liegt Raiffeisen mit einem Bankennetz das 16 Länder umfasst, knapp gefolgt von Société Générale mit 2.340 Geschäftsstellen in 15 Ländern der Region CEE. 

Die in der Region führenden internationalen Bankengruppen planen die Eröffnung von insgesamt rund 4.100 neuen Filialen in Zentral- und Osteuropa, wobei sie die meisten neuen Geschäftsstellen in Märkten wie Russland und der Ukraine eröffnen wollen. Rund ein Drittel dieser geplanten neuen Filialen entfällt auf die UniCredit Group, die sich in den nächsten drei Jahren auf starkes organisches Wachstum konzentrieren wird. "Wir kennen den Markt und können auch in dem nunmehr von höheren Risiken geprägten Umfeld stark wachsen. Für die nächsten drei Jahre peilen wir in Bezug auf Erträge ein jährliches Wachstum von 19,3 Prozent an. Die Gruppe wird den Schwerpunkt weiterhin auf die Region CEE legen, wo wir bis 2010 insgesamt rund 1.300 neue Filialen eröffnen wollen. Wir konzentrieren uns voll auf organisches Wachstum und die starke Filialexpansion, vor allem in der Türkei, in Russland, Rumänien und der Ukraine," betont Federico Ghizzoni.

Wachstum im Privatkundenbereich weiterhin stärker als im Firmenkundengeschäft
Die Ökonomen der Bank Austria und der UniCredit Group sehen trotz der Volatilität auf den Kapitalmärkten und der Risikoscheu der Investoren weitere Möglichkeiten für eine strukturelle Umgestaltung des Portfolios im Geschäft mit privaten Haushalten. "Bei Kreditprodukten haben die Haushalte schon deutlich aufgeschlossen, aber das Wachstumspotential bleibt aufgrund des Strebens nach einem höheren Lebensstandard intakt", meint Revoltella. "Die Risiken bei privaten Haushalten liegen vor allem in einer möglichen Abwertung der lokalen Währungen und einer möglichen Verschlechterung der Kreditqualität. Die privaten Haushalte in der Region CEE können nicht mehr so viel sparen und sind zunehmend auf Kredite angewiesen. Ein hoher Anteil ihrer Verschuldung entfällt auf Fremdwährungen, besonders im Bereich Hypothekarkredite", erläutert Revoltella. Die potentielle Nachfrage nach Wohnraum wird den weiteren Ausbau des Hypothekarkreditgeschäfts in den zentral- und osteuropäischen Ländern stützen. Besonders großes Potential in diesem Geschäftsfeld besteht in der Region "Broader Europe".

Im Firmenkundengeschäft steht der zyklischen Stabilisierung in manchen Bereichen eine erneute Nachfrage nach Bankkrediten von Seiten der Unternehmen gegenüber. In zunehmendem Maß konkurrieren die Banken miteinander bei der Erbringung zusätzlicher Dienstleistungen wie Leasing, Cash Management und strukturierten Finanzierungen. Diese zusätzlichen Dienstleistungen sind die wichtigsten Wachstumstreiber des Firmenkundengeschäfts in der Region CEE.

1 Zu den Ländern Zentral- und Osteuropas zählen die baltischen Staaten, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kasachstan, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, die Türkei, die Ukraine und Ungarn.
2 "Broader Europe" umfasst Russland, Kasachstan, die Ukraine und die Türkei
3 und über die Pekao in Polen

Rückfragen: Communications CEE
Silvana Lins
Tel.: +43 (0) 50505 56036
E-Mail: Silvana.Lins@UniCreditGroup.at

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