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1.10.2008

Aktuelle Standortanalyse der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft:
Vorarlberg unter Top-30 Regionen Europas

  • "Textil-Ländle" erblüht zum modernen, breit aufgestellten Wirtschaftstandort
  • "Exportchampion" dank erfolgreichen Strukturwandels
  • Gelebte Innovationsfähigkeit und Flexibilität als Basis langfristiger Wachstumserfolge

Die Vorarlberger Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren strukturell stark gewandelt - weg von einer quasi "Monoindustrie" im Textil-Ländle hin zu einer wettbewerbsstarken Dienstleistungsgesellschaft mit einem starken, industriellen Kern. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Standortanalyse der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft, die heute von Bank Austria Vorstand Helmut Bernkopf, dem stv. Bank Austria Chefökonomen Stefan Bruckbauer und Bank Austria Landesdirektor Hans Winter präsentiert wurde. Seit dem EU-Beitritt ist die Wirtschaft im Ländle jährlich um knapp 3 Prozent gewachsen, die damit auf Platz 2 liegt. Die unverändert große Industrieorientierung macht die Vorarlberger Wirtschaft von der internationalen Konjunktur besonders abhängig und wird 2008 angesichts der ungünstigen globalen Rahmenbedingungen auch zu einer unterdurchschnittlichen Entwicklung führen.

Im Hinblick auf die vier Analysegruppen punktet Vorarlberg vor allem durch sein hohes Wohlstandsniveau: Mit rund 34.600 Euro liegt das regionale BIP pro Kopf deutlich über dem Österreich-Durchschnitt. Damit rangiert Vorarlberg unter den TOP-30 Regionen in Europa, exklusive Hauptstädte sogar unter den TOP-10. In der unmittelbaren Nachbarschaft steht nur das Fürstentum Liechtenstein besser da, selbst die Schweizer Kantone müssen hinter dem Ländle zurückstehen. In Deutschland wäre Vorarlberg aktuell die viertreichste Region hinter Hamburg, Oberbayern und Darmstadt.

Strukturwandel bringt Beschäftigungs- und Exportrekorde
Auch bei der zweiten Analysegruppe, den Arbeitsmarktdaten, glänzt Vorarlberg mit Bestwerten. So ist die Zahl der unselbstständig Erwerbstätigen im vergangenen Jahrzehnt um 1,2 Prozent jährlich gestiegen und hat mit rund 145.000 Arbeitnehmern einen historischen Rekordbeschäftigtenstand erreicht. Das bedeutet die zweithöchste Erwerbsquote in Österreich. Die Arbeitslosenquote ist gleichzeitig kräftig gesunken und liegt mit 5,7 Prozent deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt. Dieser belief sich im Vergleich auf 6,2 Prozent.

„Der erfolgreiche Strukturwandel und die geographische Lage haben Vorarlberg zum österreichischen ‚Exportchampion’ gemacht“, sagt Bank Austria Vorstand Helmut Bernkopf, „Derzeit gehen rund 65 Prozent der Produkte ins Ausland, die Exporte pro Kopf betragen stolze 20.500 Euro.“ Seit dem Jahr 2000 hat Vorarlberg bei den Ausfuhren jährlich durchwegs im zweistelligen Bereich zugelegt. Dabei war die Entwicklung in den vergangenen vier Jahren, gestützt auf die Stärke der Industrie, besonders dynamisch.

„Im Gesamtergebnis liegt Vorarlberg an dritter Stelle in Österreich, nahezu gleichauf mit Oberösterreich und Salzburg. Die Vorarlberger Unternehmen präsentieren sich damit in einer sehr guten Verfassung und weisen in vielen Bereichen enorme Stärken auf“, hält Bernkopf fest.

Schwung in höherwertigen Industriesegmenten und zukunftsfähigen Servicebereichen
Die Struktur der Vorarlberger Wirtschaft ist für die zukünftigen wirtschaftlichen Herausforderungen gut gerüstet. „Vorarlberg hat mit 27,4 Prozent den höchsten Sachgüteranteil an der regionalen Wirtschaftsleistung nach Oberösterreich. Die steigende Branchenvielfalt und das technologische Aufrüsten verhelfen dem Ländle zu tragfähigeren Strukturen“, analysiert Stefan Bruckbauer, stv. Chefökonom der Bank Austria. „Die Vorarlberger Unternehmen haben mit der erfolgreichen Umorientierung von der Textilindustrie in Richtung zukunftsorientierte Dienstleistung und höherwertige Industriesegmente ihre hohe Anpassungsfähigkeit in einem sich rasch verändernden, global vernetzten Wirtschaftsumfeld unter Beweis gestellt.“

Der Beschäftigtenanteil in den unternehmensnahen Dienstleistungen wie zum Beispiel Rechtsanwälte, Steuerberater oder Werbewirtschaft konnte kontinuierlich auf mittlerweile 6 Prozent angehoben werden. Zwar besteht gegenüber dem Österreichschnitt immer noch Aufholbedarf, dennoch konnte der Abstand in den letzten Jahren deutlich verringert werden. Im Bereich der Wachstums- und  Technologiebranchen wie beispielsweise Elektroindustrie, Maschinenbau, KFZ oder chemische Industrie hat sich der Anteil der Beschäftigten auf über 7 Prozent erhöht.
Die qualitative Aufwertung der Vorarlberger Wirtschaft zeigt sich auch darin, dass die Beschäftigung in den Niedrigtechnologie-Branchen wie etwa Textil- und Bekleidungsindustrie wesentlich stärker abgenommen hat als im Österreich-Durchschnitt. Umgekehrt haben technologisch höherwertige und innovative Segmente wie etwa Medizin, IT und Messtechnik besonders stark zugelegt.

Vom Innovationsnehmer zum Impulsgeber mit mehr Forschung und stärkerer Vernetzung
„Die Erfolge bei der Neupositionierung in technologisch höherwertigen Wirtschaftszweigen und jene im Export sind wesentlich auf die zunehmende Innovationsfähigkeit der Vorarlberger Wirtschaft zurückzuführen. Die Ausgaben der Unternehmen für Forschung liegen zwar knapp unter dem österreichischen Durchschnitt, gleichzeitig weist Vorarlberg jedoch eine hohe Forschungseffizienz auf“, erklärt Bank Austria Landesdirektor Hans Winter.

Durch die praxisnahe Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Leitbetrieben liegt Vorarlberg trotz unterdurchschnittlicher Mittelausstattung zum Beispiel bei der Anmeldung von Patenten im österreichischen Spitzenfeld.

Belastet durch den im Bundesland fehlenden Universitätssektor liegt die F&E-Quote aber mit rund 1,3 % des BIP unter dem Bundesdurchschnitt. Der „Regionale Innovationsanzeiger“ der EU reiht Vorarlberg im Bundesländervergleich an die fünfte Stelle in Österreich. Die in diesem Indikator enthaltenen Variablen inkludieren Bildungsaktivitäten, Beschäftigungsstrukturen, konkrete Innovationsfähigkeit.

Bevölkerungsentwicklung und langfristige Wachstumschancen
Die Ökonomen der Bank Austria bescheinigen zusammenfassend dem zukunftsorientierten Vorarlberg überdurchschnittlich gute Chancen, sowohl national als auch in der europäischen Liga eine erfolgreiche Rolle zu spielen. Die ausgezeichneten langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten der Wirtschaft werden vor allem auch durch die aktuelle Bevölkerungsprognose unterstrichen, die für Vorarlberg einen deutlich ansteigenden Arbeitskräftepool erwarten lassen.

Broschüre „Standort Vorarlberg“: Wirtschaftsleitfaden und Ratgeber für Förderprogramme
Die volkswirtschaftliche Abteilung der Bank Austria hat zusammen mit der Landesdirektion Vorarlberg eine umfangreiche Broschüre erarbeitet, die die Standortattraktivität, die Leistungsfähigkeit und das Wachstumspotenzial von Vorarlberg auf den Prüfstand stellt. Im zweiten Teil der Broschüre „Standort Vorarlberg“ wird ein Überblick über die Förderlandschaft mit nationalen Fördermaßnahmen und Kofinanzierungen durch die EU gegeben. Als Mitglied der UniCredit Group kann die Bank Austria auf ein weltweites Netzwerk mit besonders intensiver Ausrichtung auf Deutschland, Italien und den zentral- und osteuropäischen Raum zugreifen. Dieser Leitfaden der Bank Austria soll dazu beitragen, dass Unternehmen – unabhängig davon, ob sie sich gerade in einer Gründungs-, Konsolidierungs- oder Erweiterungsphase befinden – für die anstehenden wirtschaftlichen Herausforderungen gut gerüstet sind. 

Die Broschüre „Standort Vorarlberg“ ist Teil einer neuen Serie von Bundesländeranalysen und im RegionalCenter Firmenkunden Vorarlberg (05 05 05 DW 98344) erhältlich und  hier abrufbar.


Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
 Martin Halama, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 52371;
 E-Mail: martin.halama@unicreditgroup.at

Druckfähige Fotos zum Download stehen für Sie  hier bereit. Ihr Abdruck ist kostenfrei.

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