24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

OnlineBanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
MegaCard – gratis für alle zwischen 14 und 20 Jahren Informieren Sie sich jetzt ›
22.05.2000

Erfolgreiche Reformpolitik in der Slowakei

  • Für 2000 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % erwartet
  • Handelsbilanzdefizit sinkt auf 6 Prozent des BIP
  • Inflation bleibt mit fast 13 % auch 2000 zweistellig

Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten haben sich deutlich verbessert. Die Defizite in den Bereichen Leistungsbilanz und Budget konnten stark reduziert werden. In Relation zum BIP wurden beide Defizite auf knapp die Hälfte gesenkt. Allein das Handelsbilanzdefizit ging von knapp 81 Mrd. SKK bzw. 11,3% des BIP (1998) auf 47 Mrd. SKK oder 5,9% des BIP im Jahr 1999 zurück. Die Exporte nahmen 1999 um 11,7% zu, während die Importe mit einem Zuwachs von 1,4% nur geringfügig über dem Vorjahresniveau lagen. Für die Stagnation der Importe war 1999 neben der Entwicklung des Wechselkurses (starke Abwertungstendenz bis etwa zur Jahresmitte) auch die gebremste Nachfrage und vor allem die Einführung der Importabgabe verantwortlich. Nach Ansicht der Volkswirte der Bank Austria wird daher abzuwarten sein, ob im Jahr 2000 die Importe durch die – gegenüber dem Euro erstarkte – Krone (SKK/EUR-Kurs Jahresdurchschnitt 1999: 44,1; Prognose für 2000: 41,5) und den stufenweisen Abbau der Importabgabe zunehmen werden und sich dadurch die Situation der Handels- und Leistungsbilanz wieder verschlechtert.

Inflationsraten wachsen zweistellig.

Die Anhebung der Mehrwertsteuer und der administrierten Preise hat 1999 zu einem neuerlichen Inflationsschub geführt, der auch 2000 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 1999 betrug der Anstieg der Verbraucherpreise 10,6%. Für 2000 prognostizieren die Ökonomen der Bank Austria eine Preissteigerung von 12,8%.

Negativer Effekt der Sparpolitik ist eine immer rascher ansteigende Arbeitslosenquote. Im Jahresdurchschnitt 1999 betrug sie knapp 17,5% und die Tendenz ist weiterhin steigend. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat bereits zu Reallohnverlusten in der Industrie (-2,3% im Zeitraum Jänner – November 1999) und einen Rückgang des privaten Konsums im 3. Quartal 1999 (-3%) geführt.

Sorgen bereitet den Volkswirten der Bank Austria die stark sinkende Investitionstätigkeit der slowakischen Unternehmen, da daraus auf eine immer noch brisante finanzielle Lage und mangelnde Umstrukturierungen geschlossen werden kann. Der Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen lag im Jahresvergleich im Zeitraum Jänner bis September 1999 immerhin bei -15,8%.

Trotz Problemen positive Aussichten.

Eine Trendumkehr ist bei der Industrieproduktion zu erkennen, die im Oktober und November 1999 positive Wachstumsraten von jeweils 0,7% aufwies. Insgesamt konnte die Slowakei im Jahr 1999 ein Wirtschaftswachstum von 1,9% erreichen. 2000 sollte ein BIP-Wachstum von 1,5% erreicht werden können.

Hauptziel der Regierung wird im Jahr 2000 die Ankurbelung der Privatisierungsvorhaben sein. Bis Ende 2000/Anfang 2001 sollen die drei größten Banken (VUB – Allgemeine Kreditbank, Slovenska Sporitelna, IRB), aber auch Anteile der SLSP (Slovenska Poisovna) privatisiert werden. Ein Konzept zur Portefeuille-Restrukturierung, finanzieller Sanierung und einer darauf folgenden Privatisierung wurde von der Regierung, der Notenbank und den betroffenen Banken bereits erarbeitet. Weitere zur Disposition stehende Unternehmen: das staatliche Telekommunikationsunternehmen Slovenske Telekomunikacie ST mit 51% sowie die slowakische Raffinerie Slovnaft.

Darüber hinaus umfassen die weiteren Stabilisierungsmaßnahmen einen fortgesetzten Abbau des Defizits der öffentlichen Finanzen sowie eine Verbesserung der Koordination der Politik im fiskalischen Bereich, im Bereich der Lohnpolitik und im Bereich der Währungspolitik.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations

Dr. Karl Mauk, Tel. 71191 DW 51373; E-Mail: karl.mauk@bankaustria.com