6.12.2000

Bank Austria Konjunkturindikator für Österreich: Wachstumshöhepunkt überschritten – Stimmungsrückgang gestoppt

Robustes Wachstum für 2000 bestätigt, Optimismus für 2001 bleibt
Euroland: Erste Anzeichen eines Endes der negativen Stimmung

 

Erste positive Anzeichen trotz erneut leichten Rückgangs

Der monatliche Konjunkturindikator der Bank Austria zeigt für November zwar erneut einen leichten Rückgang, allerdings liegt er weiterhin auf sehr hohem Niveau. "Wie von uns erwartet hat sich die negative Stimmung vom Oktober nicht weiter verstärkt", so Stefan Bruckbauer, stellvertretender Leiter der Volkswirtschaft der Bank Austria. Für den Rückgang des Indikators im Oktober war der deutliche Rückgang des Optimismus in der europäischen Industrie und vor allem bei den österreichischen Konsumenten verantwortlich. Im November hingegen sind beide Indikatoren stabil geblieben. Der Hauptgrund für die Verschlechterung der Stimmung im Oktober waren der schwache Euro, der erneute Anstieg des Ölpreises und in Österreich die Ankündigung der Sparmaßnahmen der Regierung. Dagegen standen eine anhaltend günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, bei den Exporten und der Weltkonjunktur.

Ölpreis temporäres Problem – Österreich 2001: Plus 2,8 % Wirtschaftswachstum

Die Stabilisierung der Stimmung im November kann als Indiz dafür gesehen werden, dass die Industrie, aber auch die Konsumenten die Euroschwäche und den Inflationsanstieg aufgrund des Ölpreises als temporäres Problem sehen. "Es steigt die Hoffnung, dass das im Oktober gesunkene Vertrauen die Ausgabenpläne von Industrie und Konsumenten nicht anhaltend verringert," so Stefan Bruckbauer weiter. Damit kann die optimistische Prognose für das Wachstum in Österreich von über 2,5 % 2001 aufrecht erhalten werden.

Höhepunkt bei Inflation in Österreich überschritten – Risken für Weltkonjunktur steigen

Entsprechend den Erwartungen hat auch die Inflation ihren Höhepunkt überschritten. Für 2001 ist mit einer deutlich sinkenden Tendenz zu rechnen und die Inflationsraten in Österreich werden ab dem Sommer 2001 wieder eine eins vor dem Komma bekommen. Auch der positive Trend am Arbeitsmarkt sollte sich fortsetzen. Beide Entwicklungen stützen das optimistische Konjunkturszenario für Österreich.

Neben der Stabilisierung des Vertrauens der Wirtschaft in Österreich und dem Euroland haben sich insgesamt die Risken für die Weltkonjunktur im November jedoch erhöht. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der schwächer werdenden US-Konjunktur und dem anhaltend hohen Ölpreis zu sehen. Allerdings verweist die Bank Austria darauf, dass den USA bei einer drohenden schwächeren Konjunktur eine Vielzahl von Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehen. Aufgrund des hohen Dollar, relativ hoher Zinsen und einem hohen Budget-überschuss verfügt die USA über ausreichendes Potential zur Stimulierung der Konjunktur.

"Auch wenn das Konjunkturbild 2001 weniger optimistisch ist als 2000, sollte Österreichs Wirtschaft auch 2001 ihr Wachstumspotential ausschöpfen können", so die Volkswirte der Bank Austria.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations

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