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18.12.2000

Euroland überholt erstmals USA

Positive Neujahrsaussichten für Euroland – Ölpreis und Arbeitslosenrate sinken
Konjunkturdelle im Euroland schwächer als erwartet
Risken einer Abkühlung in den USA steigen

Die Wirtschaft im Euroland ist im dritten Quartal mit 2,8 % (zum Vorquartal auf Jahresbasis) erstmals seit der Einführung seit der Gemeinschaftswährung schneller gewachsen als die US-Wirtschaft (2,4 %). "Das bestätigt unsere Erwartung, dass die vorübergehende Konjunkturabschwächung im Euroland geringer ausfallen könnte als vielfach erwartet", so Stefan Bruckbauer von der Volkswirtschaft der Bank Austria.

2001: Beschleunigung der Konjunktur in Aussicht

Der anhaltend sehr günstige Euro-Dollar-Kurs, das Ende der Zinserhöhung im Euroland, der gesunkene Ölpreis und der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit im Euroland bieten eine günstige Basis für eine erneute Beschleunigung der Konjunktur im nächsten Jahr. Zwar wird das Wachstum im letzten Quartal 2000 nochmals etwas schwächer als im dritten Quartal ausfallen, im Verlauf des ersten Halbjahres 2001 rechnet Stefan Bruckbauer aber mit einer "spürbaren Beschleunigung".

Konsum und Investitionen als Wachstumsstützen – positive Stimmung

Unterstützt wird dieses Konjunkturszenario durch Steuererleichterungen in den großen Euroländern und den zu erwartenden raschen Rückgang der Inflationsrate. Konsum und Investitionen sollten 2001 als Wachstumsstütze dienen, da der Export nicht mehr diese Dynamik wie heuer haben wird. Die starke Industrieproduktion und der anhaltende Wettbewerb werden auch 2001 die Investitionen kräftig steigen lassen.

Euro-Aufwertung um 5 % erwartet

Die positiven Aussichten für Euroland werden auch durch die Stabilisierung der Stimmung von Konsumenten und Industrie gestützt. In Deutschland, dem wichtigsten Euroland, hat sich die Stimmung in der Industrie stabilisiert. Die Konsumentenstimmung ist in Deutschland, wie auch in Frankreich, gestiegen. "Im Euroland könnte es damit im Jahresverlauf zu steigendem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig sinkender Inflation kommen", so Stefan Bruckbauer weiter. Für die Zinsen wird ein Gleichbleiben, für den Euro eine leichte Aufwertung um rund 5 % erwartet.

Optimistisches Szenario mit Restrisiko

Die Risken für dieses optimistische Szenario sehen die Volkswirte der Bank Austria zum einen in der gestiegenen Unsicherheit über die US-Konjunktur. Sollte die USA schwächer wachsen als erwartet (3,2 % 2001), so könnte dies zu Zinssenkungen in den USA und zu einem schwächeren Dollar führen. Das würde die Eurokonjunktur negativ treffen.

Zum anderen liegt in der steigenden Kerninflationsrate im Euroland ein weiteres Risiko. Zwar wird die Inflation aufgrund der sinkenden Energiepreise zurückgehen. Die Inflation ohne Energiepreise wird jedoch wegen der starken Konjunktur – immerhin wächst das Euroland das zweite Jahr schneller als sein Potential – und Zweitrundeneffekten bei den Preisen auf 2 % Ende 2001 steigen. Damit steigt die Gefahr von Zinserhöhungen im Euroland.

"Spürbare Zinssenkungen in den USA, Zinserhöhungen im Euroland und damit verbunden ein deutlich stärkerer Euro sind die Gefahren für die Eurolandkonjunktur 2001. Allerdings hat dieses Szenario nur eine Wahrscheinlichkeit von 30 %. In unserem Hauptszenario sollte sich das positive Konjunkturbild auch 2002 fortsetzen", so Bruckbauer abschließend.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations

Roman Jost, Tel. 711 91 DW 56150;

E-Mail: roman.jost@bankaustria.com