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7.12.2000

Tschechien Liebkind der Investoren Für heuer wird ein Wirtschaftswachstum von 2,6%, für nächstes Jahr 3,5% erwartet

Für heuer wird ein Wirtschaftswachstum von 2,6%, für nächstes Jahr 3,5% erwartet

Was haben VW und Phillips, die Deutsche Telekom und Matsushita, ABB und die South African Breweries gemeinsam ? Sie alle investierten in den letzten Jahren Millionenbeträge in Tschechien. Die niedrigste Teuerungsrate in der zentraleuropäischen Region und ein wieder steigendes Wirtschaftswachstum, dass von den Bank Austria Ökonomen heuer auf 2,6 und im nächsten Jahr auf 3,5 Prozent geschätzt wird, sowie die günstige geographische Lage machten die Tschechische Republik in den letzten Jahren zu einem der begehrtesten Standorte für westliche Firmen in Mittel- und Osteuropa. So hat es in den letzten fünf Jahren trotz Strukturschwäche die meisten Foreign Direct Investments pro Einwohner verzeichnen können.

Integration in die EU im Außenhandel bereits vollzogen

Dass ein Großteil der Produkte, die von diesen Unternehmen erzeugt werden, in den Export gehen, und diese zwischenzeitlich zu fast 70 Prozent in die EU, ist nicht zuletzt ein Ergebnis dieser Entwicklung. Gegenüber Oktober des Vorjahres stieg der Güterexport um fast 36 Prozent. Dass aber auch die westlichen Exporteure von der Errichtung neuer Produktionsstädten profitieren, ist an den Importen zu erkennen, die sogar noch stärker, und zwar um rund 40 Prozent, stiegen. Gerade das technische Know-how, das für die adäquate Ausstattung dieser Fertigungsanlagen notwendig ist, fehlt im Land selbst noch größtenteils. Auch bei den Importen ist die Verschränkung mit dem Westen zu spüren, da sie ebenfalls zu gut 60 Prozent aus der EU stammen.

Offizielles Budget für 2000 Maastrichtkonform

Mit einem Budgetplan, der für heuer ein Defizit von 39,6 Mrd. Kronen ( ca. 2% vom BIP) vorsieht, liegt das offizielle Budget um einiges unter den drei Prozent, die der Maastrichtvertrag als obere Schranke für die Länder der EU vorsieht. Leider ist zum einen nicht zu erwarten, dass diese Zahl hält, zum anderen spiegelt sie nicht die gesamte Belastung wieder. Die Nationalbank schätzt, dass das Budgetdefizit ohne Berücksichtigung einmaliger Privatisierungserlöse und inklusive der Kosten, die durch die Restrukturierung des Bankensektors anfallen, heuer bei 147,6 Mrd. Kronen (rund 7,7 % des BIPs) und 2001 mit 140,4 Mrd. Kronen nur wenig darunter liegen wird. Berücksichtigt man, dass fast 80 Prozent der Ausgaben verpflichtender Natur sind, so wird die tschechische Regierung mittelfristig nicht umhin kommen, strukturelle Änderungen, vor allem im Bereich des Gesundheitswesens, vorzunehmen.

Inflation bleibt auch 2001 zahm

Die moderaten Lohnabschlüsse, durch die die Reallöhne in den ersten neun Monaten diesen Jahres nur um 2,2 Prozent gestiegen sind, werden zum einen zu einer leichten Belebung des privaten Konsums führen. Da sie zum anderen aber weit unter den Produktivitätswachstum liegen, sind nachfrageinduzierte inflationäre Tendenzen auszuschließen. Druck auf die Preise könnte infolge der schlechten Ernte in diesem Sommer durch steigende Lebensmittelpreise entstehen. Auch ist zu erwarten, dass der hohe Ölpreis, der dieses Frühjahr die Produzentenpreise steigen ließ, noch bis ins nächste Jahr die Verbraucherpreise beeinflußen wird. Trotzdem gehen die Bank Austria Ökonomen davon aus, dass die Inflation 2001 mit 4,6 Prozent erneut äußerst moderat ausfallen wird.

Obwohl Tschechien noch einiges an Strukturreformen zu erledigen hat, konnte die Rezession überwunden werden und 2001 sollte das Land mit 3,5 Prozent Wirtschaftswachstum Anschluss an die stark wachsenden Länder der Region finden, so die Bank Austria Volkswirte abschließend.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations

Karl Mauk, Tel. 711 91 DW 51373;

E-Mail: karl.mauk@bankaustria.com