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23.05.2000

Aktuelle Aktienstrategie des Bank Austria Asset Managements

  • Qualität bei Technologiewerten im Vordergrund
  • Selektive Zukäufe bei Blue Chips empfohlen
  • US-Markt: Flaue Stimmung – Pharmawerte unter den wenigen Gewinnern

Die Erhöhung der kurzfristigen Zinsen um 50 Basispunkte auf nunmehr 6,5% seitens der amerikanischen Notenbank war zwar von der Mehrzahl der Marktteilnehmer erwartet worden, die erhoffte Beruhigung und Stabilisierung auf den internationalen Aktienmärkten trat damit aber dennoch nicht ein.

Kurskorrekturen treffen auch Blue Chips

Waren zu Beginn der Korrektur vor allem Werte aus der zweiten und dritten Reihe am stärksten von den Kursrückschlägen betroffen, so sind in den letzten Wochen vor allem die vermeintlich stabileren Blue Chips unter die Räder gekommen. Die größten Kursrückschläge verzeichnete die Telekommunikationsbranche, hier speziell die europäischen Telekomwerte. Aufgrund des durch die UMTS-Auktionen hervorgerufenen erhöhten Finanzierungsbedarfs reagierten diese Werte am sensitivsten auf ein höheres Zinsumfeld.

"Bei aller Unsicherheit auf den Börsenparketten fällt allerdings positiv auf, daß das Volumen sehr gering ist und von einem echten Abgabedruck nichts zu spüren ist", sieht Monika Rosen, Aktienexpertin im Asset Management der Bank Austria auch positive Aspekte. Vielmehr ist dieser "Bären-Markt" für viele Marktteilnehmer nach den zum Teil einmalig hohen Kursgewinnen eine neue Erfahrung, mit der viele erst vertraut werden müssen.

Als Fazit sieht Rosen für langfristig orientierte Investoren teilweise historisch niedrige Einstiegsniveaus. Rosen: "Wir raten daher zu selektiven Zukäufen bei Blue Chips, bei Technologie- und Telekommunikationswerten sollte man besonders auf "Qualität" achten."

US-Aktienmarkt: Zinserhöhung führt zu Verkaufsdruck

Seit ihrem Hoch vom 10. März hat die US-Technologiebörse Nasdaq eine volatile Zeit hinter sich, wobei bis dato der Tiefstand vom 14. April von 3.321 Punkten nicht unterschritten wurde. Auch gestern konnte dieses Tief trotz der hohen Verluste während der Handelszeit letztlich gehalten werden, die Nasdaq schloß mit einem vergleichsweise moderaten Verlust

von weniger als 1%. Das ist aus technischer Sicht besonders bedeutsam, da somit bereits zum zweiten Mal das Tief vom 14. April erfolgreich getestet wurde. Eine Bodenbildung könnte sich somit abzeichnen.

Der Markt zeigte sich zunächst von der Zinserhöhung durch die Fed um 50 Basispunkte wenig beeindruckt, in der Folge baute sich aber doch massiverer Verkaufsdruck auf, wobei wieder einmal die Technologie überproportional betroffen war. "Da wir die Ergebnisse für das 1. Quartal 2000 sehr gut hinter uns gebracht haben (Gewinnwachstum von 23% im S&P 500), hat der Markt im Moment genug Zeit, sich über die Zinsen Gedanken zu machen", so Rosen.

Technologie und Einzelhändler unter Druck – Pharma als Gewinner

Bei einer Betrachtung der einzelnen Branchen fällt auf, dass neben der Technologie vor allem Einzelhändler unter Druck gerieten, da man hier negative Auswirklungen der restriktiven Zinspolitik befürchtet. Rosen: "Es ist das erklärte Ziel der Fed, das Wachstum abzubremsen, und das kann letztlich nur über den privaten Konsum geschehen." Auf der Gewinnerseite standen zuletzt wieder die Pharmawerte, die von ihrem Status als "safe haven" und von guten Quartalszahlen profitierten. Ein überraschender Gewinner waren Tabakaktien, hier spielten Fusionsgerüchte (Nabisco) und einige positive Gerichtsentscheidungen eine Rolle.

Rückkehr zum historischen Mittel

Angesichts der aktuell eher flauen Stimmung und des Mangels an "hard facts" bleiben die Umsätze vergleichsweise gering, was ebenfalls auf die Richtungslosigkeit des Marktes hinweist. Um einen besseren Überblick über die Lage zu erhalten, hilft vielleicht ein kurzer Blick in die Vergangenheit. Betrachtet man die historische Entwicklung, so könnte die aktuelle Entwicklung einfach eine Rückkehr zum historischen Mittel darstellen: Zwischen 1926 und 1999 hat der S&P 500 durchschnittlich 11% pro Jahr abgeliefert, in den letzten 5 Jahren waren es im Schnitt 28%.

"In jedem Fall würden wir Schwächephasen zum Positionsaufbau nutzen und erwarten uns nach einer Bodenbildung wieder eine gute Performance der Märkte. Insbesondere bei Blue Chips aus der Technologie erscheint der Verkaufsdruck zuletzt übertrieben" so Rosen abschließend".

Rückfragen: Bank Austria Asset Management

Monika Rosen, Tel. 33147 DW 5403