24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

Internetbanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
Investieren in Trends, die die Welt verändern. Informieren Sie sich jetzt ›
15.03.2000

Performance des S&P 500 wird von wenigen Aktien dominiert

  • S&P 500 gibt umfassendes Bild des US-Marktes
  • Technologie ist der absolut dominierende Sektor
  • Anstieg wird von immer weniger Aktien getragen

"Während der 30 Werte umfassende Dow Jones Industrials Index wahrscheinlich das am meisten beobachtete Börsenbaromter der Welt ist, gibt der S&P 500 ein besseres, weil umfassenderes Bild des US Marktes", sagt Monika Rosen vom Asset Management-Team der Bank Austria. Wie der Name schon sagt, umfaßt er 500 Werte, sowohl von der New York Stock Exchange als auch von der Nasdaq. Seine Performance wird jedoch in immer größerem Ausmaß von einem relativ kleinen Kreis von Aktien getragen, wobei hier die Technologie eindeutig dominiert.

Noch Ende der 60er Jahre entfielen auf Technologiewerte weniger als 10% der Indexgewichtung, heute ist die Technologie mit über 25% der absolut dominierende Sektor. Im Gegenzug ist der Anteil von Grundstoffwerten von 15 auf 3% zurückgefallen.

Große Aktien haben bessere Fundamentaldaten
Dazu vielleicht ein detaillierter Blick: die größten 100 Werte im S&P 500 haben das dreifache Kursgewinnverhältnis als die letzten 100: nämlich 48 vs. 16, bezogen auf die Konsensuserwartungen für 2000. Aber dieser hohe Preis hat seinen Grund. Die Top 100 haben nämlich auch das mehr als dreifache Umsatzwachstum (21 vs. 6%), und ihre Margen sind mehr als doppelt so hoch (9 vs. 4%). Damit zeigt sich, daß die größten Aktien im S&P 500 ihre hohe Bewertung durch bessere Fundamentaldaten zumindest zum Teil rechtfertigen können.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Tatsache, daß die bloßen Performancezahlen des S&P 500 zwar sehr beeindruckend klingen, dieser Anstieg aber von immer weniger Aktien getragen wird. 1998 lieferten die 30 größten Werte 60% der Indexperformance, im Vorjahr waren es bereits stolze 87%. Und auch ein anderes Größenverhältnis ist interessant zu beobachten: Die Top 30 machten Ende 1998 knapp 40% der Gesamtkapitalisierung des S&P 500 aus, Ende 1999 waren es fast 50%. Damit entfällt auf die 30 größten von insgesamt 500 Werten nahezu die Hälfte des Gesamtgewichts.


Demgegenüber bleibt die große Masse der Aktien weit zurück. Von allen an der New York Stock Exchange gehandelten Werten sind 1999 nur mehr 37% gestiegen! 1998 waren es immerhin noch 40%.

Unternehmensgröße ist bedeutender Faktor an Aktienmärkten
Was bedeuten diese Aussagen nun für die Investitionsentscheidung des Anlegers? Die Performance im S&P 500 wird - allein aufgrund der Gewichtung - in zunehmendem Maße von "Riesen" wie Microsoft, General Electric oder Cisco getragen, während die breite Masse der Werte in der Performance hinterherhinkt. Damit vollzieht die Wall Street aber auch eine Tendenz der realen Wirtschaft, denn die amerikanischen multinationalen Unternehmen dominieren in ihren Sektoren ebenso wie an der Börse. Das unterstreicht auch der weltweite Trend zu Fusionen, der zuletzt mit so spektakulären Entwicklungen wie der Jagd von Vodafone auf Mannesmann einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Größe zählt - das gilt in der modernen Wirtschaft mehr denn je, und sie zählt auch und vor allem an den Aktienmärkten. "Je mehr die Welt zusammenrückt und zu einem "global village", einem globalen Dorf wird, desto wichtiger wird es für ein Unternehmen, weltumspannend zu agieren. Diejenigen Gesellschaften, die das können, werden von der Börse eben entsprechend belohnt", bringt Monika Rosen diese Entwicklung auf den Punkt.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations
Karl Mauk, Tel. 711 91 DW 51373