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28.07.2000

News aus dem Bank Austria Asset Management:
Tech Aktien: Das Glas ist wieder halb leer!

  • Trotz guter Ergebnisse sind "bad news" im Focus der Anleger
  • Abkühlung der Gewinndynamik in den USA befürchtet
  • Überraschende Gewinnwarnung bei Nokia führt zu Kurseinbruch

Nach dem starken Comeback der Technologie im Juni (mit plus 17% einer der besten Monate aller Zeiten für die Nasdaq) scheint im Moment wieder alles schiefzulaufen: Obwohl viele Tech-Unternehmen sehr gute Ergebnisse vorlegen – und zwar nicht nur in den USA, sondern auch in Europa – konzentrieren sich die Anleger ganz auf das "halb leere Glas", das heißt auf die schlechten Nachrichten. Die sind zwar nicht besonders zahlreich, dafür aber leider prominent.

"Die Hauptfurcht der Anleger in den USA läuft im Moment darauf hinaus, dass eine Verlangsamung im amerikanischen Wirtschaftswachstum auch zu einer Abkühlung in der Gewinndynamik führen könnte", analysiert Monika Rosen vom Asset Management Team der Bank Austria. Obwohl die Ergebnisse für das 2. Quartal in den USA bis jetzt deutlich über den Erwartungen lagen, werden die Schätzungen für das Gewinnwachstum im 3. und 4. Quartal zunehmend zurückgenommen. Monika Rosen weiter: "In Europa hat vor allem die unerwartete Gewinnwarnung von Nokia die Laune verdorben, zumal dieses Unternehmen die Anleger seit Jahren nicht enttäuscht hatte."

Trotz allem positiver Ausblick für 2. Halbjahr 2000

Somit bewahrheitet sich eine Aussage des Bank Austria Asset Managements aus der jüngsten Vergangenheit: Die Investoren haben sich bis vor kurzem ganz auf die ausgezeichneten Ergebnisse zum Halbjahr konzentriert, aber noch nicht wirklich überlegt, was ein langsameres Wirtschaftswachstum für die Unternehmen heißt. Natürlich gibt es damit Entspannung von der Zinsseite – und dieser positive Faktor wird im Moment vielleicht zu sehr übersehen – aber gleichzeitig müssen Gewinnerwartungen möglicherweise etwas zurückkommen. In dieser Übergangsphase ist der Markt anfällig für Korrekturen, "wir glauben aber dennoch an einen positiven Ausblick im 2. Halbjahr". Wir würden zwar mit Neuengagements eventuell noch eine Stabilisierung abwarten, sind aber prinzipiell der Meinung, dass Schwächephasen zum Aufbau von Qualitätswerten genutzt werden sollten," so Monika Rosen.

Nokia übertrifft Erwartungen und warnt – Kurseinbruch um 25 %

Nokia hat zwar die Erwartungen der Analysten im 2. Quartal wieder übertroffen, gleichzeitig aber eine Warnung für das 3. Quartal ausgesprochen. Der Gewinn wird im 3. Quartal unter dem Wert vom 2. Quartal liegen, da die Kunden derzeit auf die neue, internetfähige Modellgeneration warten und daher die existierende Produktpalette nicht mehr so stark nachfragen. Das Ergebnis: Der Kurs brach auf die Nachricht um fast 25% ein. Auch die amerikanischen Konkurrenten, wie Motorola oder Texas Instruments, gerieten unter Abgabedruck.

Fazit von Aktienexpertin Rosen: "Ein klassischer Fall, wo das beste Ergebnis nichts nützt, wenn der weitere Ausblick getrübt ist. Ein Unternehmen leidet ja oft unter einer Übergangsphase von einem Produkt zum nächsten, leistungsfähigeren (das ist ein altes Problem bei Intel)." Nokia bleibt ein Blue Chip unter den Telekomausrüstern, geduldige Anleger können bei Stabilisierung an einen Zukauf denken, müssen aber damit rechnen, dass das Problem möglicherweise nicht in einem Quartal gelöst ist.

Auch Nikkei unter Druck – erstmals seit Mai 1999 unter 16.000 Punkten

In Japan gab es im Sog der Nasdaq ebenfalls ein Gewitter bei den Tech-Aktien, der Nikkei endete am Freitag erstmals seit Mai 1999 unter 16.000 Punkten. "Hier wirkt sich die Rochade aus dem Frühjahr, als 30 Werte der New Economy aufgenommen wurden, jetzt negativ aus, so Rosen.

Der Blue Chip Wert Sony legte diese Woche Ergebnisse vor, die zwar im Rahmen der Erwartungen ausfielen, aber nicht wirklich überzeugen konnten. Die Elektronik-Division zeigte Stärke, aber Spiele und Unterhaltung belasteten das Ergebnis. Hier machen sich v.a. die Entwicklungskosten für die PlayStation II bemerkbar. Also auch das im weitesten Sinn ein Fall, wo der Übergang auf ein neues Produkt die Erträge unter Druck bringt.

Als Fazit bleibt, dass Sony weiterhin zu den Top Werten am japanischen Aktienmarkt gehört, im Zuge der Tech-Korrektur aber Federn lassen musste. Wenn die neue PlayStation die Gewinne wieder unterstützt, hat die Aktie sicher Potential nach oben.

Rückfragen: Bank Austria Asset Management

Monika Rosen, Tel. 33147 DW 5403