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10.05.2000

Bank Austria: Ausgezeichnete Wirtschaftsentwicklung macht Ungarn zum EU-Beitrittskandidaten Nr. 1.

  • Wirtschaft wird in den nächsten beiden Jahren um je 5 % wachsen
  • 2001 werden das Budgetdefizit auf 3 % und die Inflation auf 5 % sinken
  • Die Exporte sind im ersten Quartal um 30 % gestiegen

Die ungarische Wirtschaft setzt zu einem imposanten Höhenflug an. Nach einem realen Anstieg des BIP um 4,5% im Vorjahr erwarten die Ökonomen der Bank Austria in den nächsten beiden Jahren eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um rund 5%.

Ungarn wird dabei von der Konjunkturbeschleunigung in der Europäischen Union deutlich profitieren. Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres sind die Exporte um durchschnittlich 30% (Euro-Basis) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Die Inlandsnachfrage – insbesondere der Konsum – wird dagegen zunehmend durch eine vorsichtige Budgetpolitik gedämpft.

Budget auf Maastricht-Kurs

Der Haushaltsplan sieht eine Verringerung des Fehlbetrags des konsolidierten Budgets von 3,9% des BIP im Vorjahr auf 3,5% im Jahr 2000 und auf 3% im Jahr 2001 vor. Die Ökonomen der Bank Austria halten die Einhaltung dieses Ziels aus heutiger Sicht zwar für ambitioniert, aber für durchaus realistisch. Ein erstes positives Anzeichen dafür liefert das Budgetergebnis des ersten Quartals 2000. Das Defizit war mit 125 Mrd. HUF nur noch halb so hoch, wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Eine Lösung für die strukturellen Probleme in der Fiskalpolitik, wie etwa die langfristige Sicherung der Finanzierung der Krankenversicherung muß jedoch noch gefunden werden.

Inflationsrückgang verlangsamt sich

Die vorsichtige Budgetpolitik wird den Rückgang der Inflationsrate unterstützen. Die Teuerungsrate ist jedoch weiterhin beeinflußt vom gestiegenen Rohölpreis, wenn sich auch dieser Effekt im Jahresverlauf verringert. Für heuer prognostiziert die Bank Austria eine durchschnittliche Inflationsrate von 8% (1999: 10%). Im nächsten Jahr wird die Teuerungsrate deutlicher auf etwa 5% fallen.

Aufgrund dieser relativ günstigen Inflationsentwicklung erwarten die Experten der Bank Austria für das 2. Halbjahr 2000 eine weitere Reduktion der Abwertungsrate des Forint gegenüber dem Euro auf monatlich 0,2%. Am 1. April 2000 erfolgte die letzte Absenkung der monatlichen Abwertungsrate von 0,4% auf 0,3%. Im Zuge der Vorbereitung eines Beitritts zur EU ist seit 1.1.2000 ausschließlich der Euro Referenzwährung für den Forint im Crawling-peg System.

Leistungsbilanzdefizit im Griff

Durch die ausgezeichneten Exportnachfrage aus dem EU-Raum wird nach Ansicht der Ökonomen der Bank Austria das Leistungsbilanzdefizit in Ungarn heuer unter Kontrolle gehalten werden können. Der ungebrochen hohe Zufluß an ausländischen Direktinvestitionen wird weiterhin für eine ausreichende Finanzierung der vorhandenen Leistungsbilanzlücke von maximal 4,5% des BIP sorgen. In den nächsten beiden Jahren erwartet die Bank Austria daher, dass sich die Bruttoauslandsverschuldung Ungarns in Relation zur Wirtschaftsleistung leicht reduzieren wird. 1999 betrug sie 60,4% des BIP.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations

Dr. Karl Mauk, Tel. 71191 DW 51373; E-Mail: karl.mauk@bankaustria.com