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13.04.2000

Asset Allocation: Aktienmärkte bleiben interessant

  • Stärkere Gewichtung von Euro-Aktien
  • USA: Technologie bleibt Wachstumsträger – Dow Jones sorgt für Stabilität
  • Europa: "Old Economy" im Aufwind

Das erste Quartal des Jahres 2000 war geprägt von einem heterogenen Bild an den internationalen Aktienmärkten. Das Tempo bei den Kursen von Technologie-Werten nahm zu Beginn sogar noch zu, manche Aktien dieser Branche erreichten Bewertungsniveaus, die nur noch schwer zu rechtfertigen waren. Mit dem Drehen des Ölpreises im März und einer beginnenden Entspannung bei den Renditen kündigte sich aber eine Trendwende an den Märkten an.

Ende des ersten Quartals gab es die ersten Signale, die sogenannten TMT-Werte (Technologie, Medien, Telekom) wieder auf einen vernünftigeren Bewertungslevel zurück-zuführen. Die bis zu diesem Zeitpunkt anhaltend hohen Bewertungsniveaus bei TMT-Werten wurden durch eine Reihe von Umständen zunehmend in Frage gestellt. Unsicherheiten bezüglich der Entwicklungen im Microsoft-Prozess sowie Aussagen von Wall Street Analysten führten vor dem Hintergrund enormer Kurszuwächse in den vergangenen sechs Monaten zu einer kurzfristigen Unsicherheit unter den Anlegern, die sich weltweit in hoher Volatilität an den Technologie-Börsen widerspiegelte.

Technologie weiterhin Wachstumsträger – hohe Liquidität

"Wir betrachten die Rückführung der Bewertungsniveaus unter den Favoriten der letzten Monate als durchaus gesund, gehen aber davon aus, dass Technologie-Werte nach wie vor zu den Wachstumsträgern an den Börsen zählen werden", so DDr. Werner Kretschmer, Geschäftsführer des Asset Managements der Bank Austria.

"Generell sind wir nach wie vor zuversichtlich, was die Entwicklung an den Aktienmärkten anbe-langt. Wir betrachten etwaige Korrekturen in dieser Phase als Voraussetzung für Kurszuwächse auf breiterer Basis", ergänzt Mag. Monika Rosen, Aktienexpertin im Asset Management der Bank Austria. Die mittlerweile erkennbare Sektorrotation von TMT-Werten in die bislang großteils vernachlässigten und daher vergleichsweise günstigen Standardwerte zeigt, dass liquide Mittel die Aktienmärkte nicht verlassen haben. Die Liquidität ist nach wie vor ungemein hoch, was trotz momentan hoher Volatilität und Nervosität zuversichtlich stimmt.

USA – Dow Jones sorgt für Stabilität

Vom Ende der Rallye der TMT-Werte profitieren auch die Standardwerte. In den USA hat sich das Bild der vergangenen Monate gewandelt. War es ursprünglich die Nasdaq, die von einem Hoch zum nächsten eilte, ist es seit Ende des ersten Quartals der Dow Jones Index der Standardwerte, der für die nötige Stabilität sorgt und die aus der Technologiebranche fließenden liquiden Mittel auffängt. "Die Frage: "Old oder New Economy" wird die Märkte auch noch weiterhin beschäftigen", ist Rosen überzeugt. Die Gewinnwachstumsraten bei amerikanischen Technologie-Unternehmen sind aber mit 27 % noch immer höher als die des Gesamtmarktes (20 %).

Europa – Verluste vor allem für Internet- und Medienwerte

Europa konnte sich dieser Entwicklung erwartungsgemäß nicht entziehen. Die enormen Kurssteigerungen der nationalen Indizes seit Herbst waren auch hier im wesentlichen auf Technologiewerte zurückzuführen. Dementsprechend wirkten sich die Unsicherheiten im amerikanischen Technologiebereich auch auf die europäischen Pendants aus. An den Tech-Märkten des alten Kontinents kam es insofern auch zu phasenweise heftigen Korrekturen. Auch die großen Indizes mussten abgeben, zählen doch v. a. Unternehmen der Telekombranche zu den Schwergewichten.

Junge "Old Economy"– gute Vorzeichen für Pharmaindustrie

Zu den großen Verlierern zählen insbesondere Internet- und – mit einigen Ausnahmen - Medienwerte. Trotzdem ist Kretschmer auch für Europa durchaus optimistisch: "Es gilt ähnliches wie für die USA. Wir gehen auch hier davon aus, dass die künftige Performance der Indizes von einer breiteren Basis getragen wird". Es zeigt sich aber auch in Europa der Trend, dass Unternehmen der sogenannten "Old Economy" gar nicht mehr so "alt" sind. Fast täglich stellen Banken, Retailer oder auch Versorger ihre Internet-Strategien vor. Rosen: "Wir nehmen an, dass auch hier bislang vernachlässigte Branchen, wie beispielsweise die Pharmaindustrie, von den günstigen Bewertungsniveaus profitieren werden."

Asien: Enttäuschende Wirtschaftszahlen und Gewinnmitnahmen

In Asien stand der japanische Aktienmarkt unter dem Eindruck enttäuschender Zahlen zum Wirtschaftswachstum, die im vierten Quartal 1999 ein Schrumpfen der Wirtschaft von 1,4 % ausgewiesen hatten. Zusätzlich haben einige Investoren mit dem Auslaufen des japanischen Geschäftsjahres am 31. März 2000 ihre Positionen glatt gestellt und teils beträchtliche Gewinne realisiert. Vor allem Technologietitel litten unter dem einsetzenden Verkaufsdruck. Der Nachfolger von Premier Obuchi – Yoshiro Mori – gilt als Vertreter der Linie seines Vorgängers. Als große Herausforderungen stehen der G-7 Gipfel sowie die Parlaments-wahlen im Herbst an. "New Economy" und Nikkei dürften einen starken Yen unterstützen.

Asset Allocation der Bank Austria – stärkere Gewichtung von Euro-Aktien

Hinsichtlich der Asset Allocation für das zweite Quartal 2000 bleibt die Bank Austria im Prinzip bei einer neutralen Haltung zu Aktien, der Anteil wird aber von 40 auf 41 % erhöht. Kretschmer: "Im gegenwärtigen globalen Umfeld sehen wir weiterhin Potenzial für Kurs-steigerungen auf den internationalen Aktienmärkten." Rentenseitig positioniert sich die Bank Austria mit 57 % ebenfalls neutral zur Benchmark. Demzufolge beträgt der Cash-Anteil 2 %.

Im Anleihenportefeuille bleiben die Anteile "Euroland" mit 74 % und "UK" mit 3 % unverändert. Der Anteil "Sonstiges Europa" (Dänenkronen, Schwedenkronen, Norwegerkronen und griechische Drachmen) wird von 8 auf 5,5 % reduziert. Diesen Schritt wird mit der hervorragenden Performance schwedischer Anleihen, wo jetzt Gewinne mitgenommen werden, begründet. Mit dem frei werdenden Anteil wird der US-Dollar-Anteil von 15 auf 17,5 % erhöht.

"Im Aktienportefeuille tragen wir der anhaltend guten Performance europäischer Aktien Rechnung und erhöhen den Euroland-Anteil von zuletzt 23 auf 24 %", so Aktienexpertin Rosen. Im Gegenzug wird der UK-Anteil von 8 auf 7 % reduziert. USA mit 48 % und sonstiges Europa mit 3 % bleiben unverändert. "Wir unterstreichen unsere anhaltend positive Einschätzung von Asien, schichten dort aber insofern um, als wir den Japan-Anteil von 13 auf 12 % reduzieren und im Gegenzug die Emerging Markets (vor allem Südost-Asien) von 5 auf 6 % erhöhen", so Rosen abschließend.

 

Rückfragen: Bank Austria Asset Management

Monika Rosen, Tel. 33147 DW 5403; E-Mail: monika.rosen@amg.co.at