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10.02.2000

Die Schlacht ist geschlagen
Der Übernahmekampf Mannesmann - Vodafone ist entschieden

Strategien für den Anleger

Der lange Zeit erbittert geführte Übernahmekampf zwischen Mannesmann und Vodafone Airtouch fand vergangene Woche in der Nacht zum Donnerstag ein Ende. Mannesmann Chef Esser akzeptierte, sichtlich unter dem Druck des Aufsichtsrates, das verbesserte Übernahmeangebot des britischen Mobilfunkriesen Vodafone Airtouch, mit 58,96 Vodafone-Aktien je Mannesmann-Aktie.

Ein neuer Telefongigant entsteht - wer kauft Orange?
Am neu entstehenden Telefongiganten werden demnach Vodafone Airtouch 50,5% und Mannesmann 49,5% halten. Angesichts der nun mit ca. 353 Euro bewerteten Mannesmann Aktie (abhängig vom Kurs der Vodafone), rechnen die Unternehmen mit einer Akzeptanzquote der Übernahmeofferte von 90%.

Dennoch sind nicht alle Fragen gelöst. Speziell im Falle der im Oktober 1999 um 60 Milliarden DM erworbenen britischen Orange dürften sich Probleme ergeben. Orange, der Auslöser des Gefechtes zwischen Esser und Gent, muss aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden, was negative Auswirkungen auf den erzielbaren Preis haben könnte. Als Interessenten werden neben der holländischen KPN auch die japanische NTT DoCoMo genannt. Ungeklärt bleibt auch die weitere Zukunft der zyklischen Geschäftsbereiche. "Es wurde zwar angekündigt, dass am erarbeiteten Konzept, also einer Abspaltung, festgehalten wird, dennoch bildet auch an dieser Stelle der erzielbare Preis die alles entscheidende Frage", so Monika Rosen vom Asset Management Team der Bank Austria. Siemens beispielsweise hat bereits Interesse am Automotive-Sektor bekundet.

Vodafone/Mannesmann Nummer 4 in der Welt
Fest steht, dass mit Vodafone/Mannesmann, gemessen an der Börsenkapitalisierung, nach Microsoft, General Electric und Cisco das viertgrößte Unternehmen der Welt entsteht. Vodafone/Mannesmann hat in 25 Ländern mehr als 25 Millionen Mobilfunkkunden.
Nicht zu vergessen, dass ein derartiger Merger Implikationen auf Indizes wie beispielsweise den FTSE 100 hat. "Vodafone/Mannesmann wird eine noch stärkere Indexgewichtung im FTSE 100 aufweisen können, was Indexfonds zu Nachkäufen verpflichten und die Kursentwicklung positiv unterstützen sollte", ist Bank Austria Asset Management-Mann Hannes Roubik überzeugt.

An dieser Stelle werden dem Anleger, der Mannesmann-Aktien hält, folgende Strategien vorgeschlagen:

Was ist prinzipiell zu tun?
Ein deutsches Unternehmen (Mannesmann) wird von einer britischen Gesellschaft (Vodafone) übernommen. Obwohl ein Listing in Frankfurt (in Euro) weiterhin geplant ist, muss sich der Anleger bewusst sein, dass er einen Titel mit Firmensitz in Großbritannien im Depot haben wird. An dieser Stelle sei auf das Währungsrisiko im britischen Pfund (derzeit auf historischen Höchstständen) hingewiesen. "Anleger, die bewusst langfristig die britische Vodafone halten wollen, sollten die Offerte annehmen. Allen anderen würden wir zu Gewinnmitnahmen oder zur Umschichtung in einen anderen Telekomwert aus dem Euroland raten", so Rosen. Hinsichtlich der günstigen Bewertung im europäischen Branchenvergleich als auch der anhaltenden Wachstumsphantasie wird an dieser Stelle die spanische Telefonica empfohlen.

Markt-Timing
Angesichts der aktuellen Bewertung der Mannesmann-Aktie wird dem risikoscheuen Anleger (der Vodafone längerfristig behalten möchte) geraten, das Tauschangebot anzunehmen. Ein risikofreudigerer Anleger verkauft möglicherweise noch nicht, sondern wartet die weiteren Entwicklungen bezüglich Orange-Verkauf ab. "Sollte der Kurs der Mannesmann-Aktie innerhalb der verlängerten Umtauschfrist (bis. 17. Februar 2000, 24:00 Uhr) den Wert der Vodafone Offerte übersteigen, so raten wir, in diesem Fall Gewinne mitzunehmen, ansonsten spätestens mit Ablauf dieser Nachfrist das Vodafone Angebot angenommen zu haben", schließt Rosen die Analyse ab.


Rückfragen: Bank Austria Public Relations
Roman Jost, Tel. 711 91 DW 56150