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14.09.2000

News aus dem Asset Management der Bank Austria:
Fusion von Chase & JP Morgan

Die amerikanische Traditionsbank JP Morgan, deren Gründer J. Pierpont Morgan zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Entstehen der modernen amerikanischen Unternehmenslandschaft wesentlich beteiligt war (Gründung von GE, AT&T und US Steel), wird von Chase Manhattan übernommen.

Von Deutscher Bank zu Chase Manhattan

Die Meldungen bezüglich einer Übernahme von JP Morgan gab es schon seit einiger Zeit, als potenzieller Käufer wurde dabei immer wieder die Deutsche Bank genannt. Jetzt wird es doch ein amerikanischer Bräutigam – wobei Chase ja schon seit einiger Zeit versucht, sich stärker im lukrativen Investment Banking zu engagieren und dabei die kalifornische Investment Bank Hambrecht & Quist (Spezialität: Technologie) und das britische Investmenthaus Robert Fleming gekauft hat. "Gerüchten zufolge hätte Chase zwar lieber bei Merrill Lynch zugeschlagen, wurde aber zurückgewiesen", so Monika Rosen vom Asset Management Team der Bank Austria.

Der Kaufpreis für JP Morgan liegt bei 36 Milliarden US-Dollar in Aktien, das entspricht ungefähr 207 US-Dollar für eine Aktie von JP Morgan. Rosen: "Damit bezahlt Chase eine hohe Prämie, wenn man bedenkt, dass die Aktie von JP Morgan noch Anfang Juli bei 115 $ notiert hatte."

Stärkung des Wertpapierbereichs in Zentrum der Überlegungen

Die Absichten von Chase in dem Deal sind für BA-Aktienexpertin Rosen klar: "Sie wollen ihre Aktivitäten im Wertpapierbereich verstärken und vor allem im lukrativen Geschäft mit Emissionen (IPO’s) und Fusionen (M&A) Fortschritte erzielen. Das ist mit diesem Schritt zwar teilweise gelungen, in einigen Geschäftssegmenten ist die Übermacht von Morgan Stanley, Merrill Lynch und Goldman Sachs aber nach wie vor unantastbar." Dennoch: JP Morgan bringt einen weltberühmten Markennamen, eine globale Präsenz (im Gegensatz zu Chase stark in Europa) und eine lange Liste von prestigeträchtigen Kunden mit in die Ehe. Beobachtern zufolge hatte JP Morgan aber Schwierigkeiten, sich dem Internet-Zeitalter anzupassen. Sie sind ein sehr traditionsreiches Haus, und ihre Beziehung zu neuen Technologieunternehmen, die an die Börse gehen wollen, war lange Zeit faktisch nicht vorhanden, so ein Beobachter.

Für Monika Rosen ist der Deal ist auch im Gesamtzusammenhang der amerikanischen Finanzdienstleistungsbranche signifikant. "Nachdem heuer bereits die Schweizer UBS das Investmenthaus Paine Webber gekauft hatte, und jüngst Donaldson, Lufkin und Jenrette an CSFB ging, ist das nun ein rein amerikanischer Deal, mit dem die Amerikaner wohl auch ein wenig ihr Heimterritorium verteidigen wollen." Immerhin zeigen die europäischen Player (Deutsche Bank) ja eindeutig die Bereitschaft, sich ihr Ticket an die Wall Street etwas kosten zu lassen.

Treffsichere Empfehlung der Bank Austria

Abschließend dürfen wir auf die Tatsache verweisen, dass JP Morgan und Chase zu den von uns im 3. Quartal empfohlenen Werten gehören und dass unsere Empfehlung für amerikanische Finanzwerte insgesamt voll ins Schwarze getroffen hat. "Wir glauben auch weiterhin an eine gute Performance in diesem Sektor, würden JP Morgan aktuell aber nur mehr halten, so Monika Rosen abschließend.

                                                              Chase allein                        Chase mit JP Morgan
 
Berater bei Fusionen global                  Platz 8                                               Platz 5
 
Berater bei US Fusionen                       Platz 6                                              Platz 4
 
Begebung von US Bonds                      Platz 6                                              Platz 3
 
US Aktienemissionen                            Platz 12                                            Platz 6
 

Besonders die letzte Zeile ist signifikant: Nach der Übernahme von JP Morgan verbessert sich Chase deutlich, liegt aber weiterhin nur an 6. Stelle im Aktien-Emissionsgeschäft – die Dominanz von Morgan Stanley, Merrill und Goldman bleibt unangetastet.

Rückfragen: Bank Austria Asset Management

Monika Rosen, Tel. 33 147 DW 5403