27.03.2000

Verläufiges Ergebnis der Bank Austria-Gruppe 1999: Gewinnsprung um 180%

  • Bank Austria erzielt Rekordergebnis von 7 Milliarden Schilling
  • Provisionsüberschuss wächst zweistellig
  • Verhandlungen um Pensionsreform erfolgreich abgeschlossen
  • Umfangreiche Internet-Investitionen geplant - neue Internet-Strategie
  • Dynamische Entwicklung und enormes Potential in Mittel- und Osteuropa


Die Bank Austria-Gruppe bilanziert 1999 erstmals nach International Accounting Standards (IAS). Sie hat 1999 nach vorläufigen Berechnungen einen Jahresüberschuss vor Steuern von 8,0 Milliarden Schilling und einen Konzernjahresüber- schuss von 7,1 Milliarden Schilling erwirtschaftet. Dies ist gegenüber dem IAS-Wert des Vorjahres von 2,5 Milliarden Schilling ein Anstieg von 176,7 %. Bank Austria General- direktor Gerhard Randa: "Wir haben 1999 einen Rekordgewinn erzielt, und wir werden dieses Ergebnis 2000 weiter verbessern."
Der Jahresüberschuss von rund 7 Milliarden Schilling entspricht einem Gewinn von 60 Schilling je Aktie. Die Bank Austria-Gruppe liegt damit voll im Plan zum Erreichen ihres Ertragszieles für das Jahr 2001 von 80 Schilling je Aktie. Der Return on Equity (ROE) liegt für 1999 über 11 %. Hier ist die Zielvorgabe für das Jahr 2001 - ein ROE von mindestens 12 % - bereits 1999 fast erreicht.

Der Rückgang der Nettozinsspanne konnte 1999 gestoppt werden. Die Trendwende, die sich bereits in den ersten drei Quartalen angedeutet hatte, hat sich im letzten Quartal des Vorjahres bestätigt. Daraus resultiert für 1999 ein Zinsüberschuss von 28,0 Milliarden Schilling (plus 0,8 %). Durch die weiterhin deutlich rückläufigen Risikovorsorgen im Kreditgeschäft von 5,8 Milliarden Schilling (gegenüber 10,4 Milliarden Schilling im Jahr 1998) ergibt sich ein Zinsüberschuss nach Risikovorsorgen, der mit 22,2 Milliarden Schilling um 27,1 % über dem Vorjahreswert liegt.

Zweistelliger Anstieg beim Provisionsüberschuss
Sehr erfreulich hat sich 1999 der Provisionsüberschuss mit einem Plus von 11,0 % auf 10,9 Milliarden Schilling entwickelt. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Fondsgeschäft. Hier konnte die Bank Austria-Gruppe ihre Spitzenposition behaupten und liegt mit einem Volumen von 245 Milliarden Schilling und einem Marktanteil von 23,5 % deutlich vor den Mitbewerbern.

Das Handelsergebnis von 2,4 Milliarden Schilling blieb um 17,9 % unter dem sehr guten Vorjahresergebnis.

Verwaltungsaufwand steigt moderat
Der Verwaltungsaufwand stieg 1999 mit 1,3 % auf 29,5 Milliarden Schilling nur moderat - trotz zahlreicher vorgezogener Maßnahmen im Zuge der Vereinheitlichung der EDV-Systeme von Bank Austria und Creditanstalt und hoher Investitionen in Zukunftstechnologie wie das Internet-Banking.

Pensionsreform bringt Personalkosteneinsparungen
Der positive Abschluss der Pensionsreform in der Bank Austria AG wird einen erheblichen Beitrag zur Stabilisierung der Kostenentwicklung der Gruppe während der nächsten Jahre bringen. Der Rückgang des Mitarbeiterstandes wird sich somit in Zukunft klar in einer Senkung des Personalaufwandes widerspiegeln.

BA/CA-I leistet wesentlichen Ergebnisbeitrag
Ein sehr gutes Ergebnis konnte 1999 auch der Teilkonzern Bank Austria Creditanstalt International (BA/CA-I), in der die Auslandsaktivitäten der Bank Austria-Gruppe konzentriert sind, erreichen. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg von 728 Millionen Schilling im Vorjahr auf 2,9 Milliarden Schilling. Der Konzernjahresüberschuss erreichte 2,6 Milliarden Schilling (1998: 274 Millionen Schilling). Der ROE lag bei ausgezeichneten 21 %. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 15 % auf etwa 335 Milliarden Schilling.

Dynamisches Wachstum in Mittel- und Osteuropa
Auch in Mittel- und Osteuropa - Kern der Expansionsstrategie der Bank Austria-Gruppe - konnten die Kommerzbanktöchter der BA/CA-I 1999 gute Ergebnisse erzielen. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 13 % auf 1,4 Milliarden Schilling. Der Konzernjahresüberschuss lag bei 1,1 Milliarden Schilling, eine Steigerung um sieben % im Vergleich zum Vorjahr. Die Bilanzsumme erreichte rund 85,4 Milliarden Schilling. Damit nimmt die BA/CA-I den zweiten Platz unter den Auslandsbanken in dieser Region ein. Das Mittel- und Osteuropa-Netz der Gruppe umfasst 450 Geschäftsstellen.

Neue Internetstrategie
Die Bank Austria-Gruppe setzt stark auf neue Technologien, insbesondere auf das Internet. 1999 stieg die Zahl der Online-Banking-User um 150 % von 32.000 auf 80.000.

Damit ist die Gruppe beim Thema Online-Banking klarer Marktführer in Österreich. Für das Jahr 2005 rechnet sie mit mehr als 500.000 Usern. Die Bank Austria-Gruppe beabsichtigt, massiv in das Internet-Banking zu investieren. Sie wird demnächst eine umfassende Internetstrategie für Westeuropa und die Region Mittel- und Osteuropa präsentieren.
Teil dieser Strategie sind Kooperationen und Allianzen mit starken Partnern - unter anderem mit internationalen IT-Anbietern.

Bank Austria-General Randa: "Internet und e-commerce sind Schlüsselthemen für das Bankgeschäft. Wir geben diesen Themen höchste Priorität."

GuV-Zahlen

In Mio. ATS Vorl. Ergebnis 1999 Jahreser- gebnis 1998 Verän- derung in Mio. EUR Verän- derung in %
Zinsüberschuss 28.058 27.824 216 0,8
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -5.846 -10.370 4.523 -43,6
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 22.212 17.472 4.740 27,1
Provisionsüberschuss 10.898 9.820 1.078 11,0
Handelsergebnis 2.369 2.887 -518 -17,9
Verwaltungsaufwand -29.498 -29.112 -386 1,3
Jahresüberschuss v. Steuern 8.002 2.600 5.402 207,7
Konzernjahresüberschuss 7.050 2.548 4.502 176,7


In Mio. Euro Vorl. Ergebnis 1999 Jahreser- gebnis 1998 Verän- derung in Mio. EUR Verän- derung in %
Zinsüberschuss 2.039 2.023 16 0,8
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -425 -754 329 -43,6
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1.614 1.270 344 27,1
Provisionsüberschuss 792 714 78 11,0
Handelsergebnis 172 210 -38 -17,9
Verwaltungsaufwand 2.144 2.116 28 1,3
Jahresüberschuss v. Steuern 582 189 393 207,7
Konzernjahresüberschuss 512 185 327 176,7

 

Rückfragen: Bank Austria Public Relations
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martin.hehemann@bankaustria.com