31.03.2011

Bank Austria verzichtet freiwillig auf VPI-Gebührenanpassung per 1. April 2011

  • Um ihren Kundinnen und Kunden Rechtssicherheit garantieren zu können, verzichtet die Bank Austria freiwillig auf die Inflationsanpassung der Kontogebühren per 1. April 2011
  • Damit verzichtet das Institut bereits zum zweiten Mal in Folge nach 2010 freiwillig auf ihr Recht zur Gebührenanpassung nach dem Verbraucherpreisindex (VPI)

"Die Bank Austria tritt – stellvertretend für den gesamten Bankensektor –  für ein faires und praktikables Modell der Gebührenanpassung ein und hofft auf eine rasche Klärung dieser Frage", meint Rainer Hauser, Bank Austria Vorstand für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe. "Durch die Klage des Vereins für Konsumenteninformation wird ein für die Kunden transparentes und nachvollziehbares Verfahren zur Anpassung der Gebühren an die Teuerungsrate, das zudem auf absolut objektiver Basis des Verbraucherpreisindex erfolgt, in Frage gestellt."

Die Klage des Vereins für Konsumentenschutz beruft sich auf eine Interpretation der EU-Richtlinie "Payment Services Directive", die mit dem Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG)  in Österreich umgesetzt wurde. Die Bank Austria kann diese Interpretation nicht nachvollziehen. Gegen ein im Juni 2010 gefälltes erstinstanzliches Urteil  in der Sache wurde ein Rechtsmittel durch die Bank Austria erhoben, das Verfahren befindet sich zurzeit in 2. Instanz, es liegt also keine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung vor.

Die Bank Austria wird in dieser Angelegenheit nicht davor zurückscheuen, sämtliche Rechtsmittel auf nationaler und europäischer Ebene auszuschöpfen.

Bankgebühren in Österreich zählen zu den niedrigsten in ganz Europa
Die Bankgebühren in Österreich zählen laut der Capgemini-Studie "Zahlungsverkehr in Österreich im Vergleich zu Europa" für die Bundessparte "Banken und Versicherungen" der WKO zu den niedrigsten in ganz Europa. Kunden in Österreich zahlen demnach im Durchschnitt um 50,80 Euro weniger als jene aller Vergleichsländer.

Die Kostenentwicklung des Bank Austria ErfolgsKontos seit 2002 liegt am unteren Ende der Preisentwicklung im Vergleich zu anderen Dienstleistungen und auch unterhalb der Entwicklung der Jahresnettoeinkommen. Die Gebührenanpassung ist eine reine Inflationsabgeltung und beträgt bei einem durchschnittlichen Bank Austria Erfolgskonto 20 Cent pro Monat oder 2,40 Euro im Jahr.

Es gibt in Österreich 4.051.470 Gehalts und Pensionskonten. Wollten die österreichischen Banken also die jährlich geplanten 500 Mio. Euro Bankensteuer mit Gebührenerhöhungen einbringen, müssten die Gebühren ca. 123 Euro pro Konto im Jahr angehoben werden. Ein Konnex mit der Bankenabgabe entbehrt also jeder Grundlage.

Grafik (GIF; 11 KB)

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505 - 52809;
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at

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