25.03.2011

Die "GemeindeMilliarde“ der Bank Austria:
Beratungs- und Finanzierungsinitiative geht in die zweite Runde

  • Auf Grund starker Nachfrage durch den Kommunalen Bereich stockt die Bank Austria ihre GemeindeMilliarde um zusätzliche 500 Millionen Euro auf
  • Palette der Analysetools für Gemeinden um neuen Praxisplaner "Vorhaben und Investitionen" erweitert
  • Budgetkonsolidierung, Schuldenrückführung und Ausgabendynamik fordern den Öffentlichen Sektor künftig strukturell 

Auf Grund der starken Nachfrage durch den Kommunalen Bereich wird die Bank Austria ihre im Vorjahr für diese Kunden gestartete Beratungs- und Finanzierungsinitiative auch 2011 fortsetzen. Sie wird demnach ihre GemeindeMilliarde um weitere 500 Millionen Euro an begünstigten Mitteln aufstocken, die Palette von Analysetools für Gemeinden wurde um den neuen "Vorhabens- und Investitionsplaner" erweitert. "Obwohl die Steuereinnahmen und damit die Ertragsanteile für die Gemeinden steigen, geht die Einnahmen-Ausgabe-Schere weiter auf", sagt Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand Corporate & Investment Banking, "Als der strategische Finanzpartner der Kommunen wollen wir dem mit einem neuen Sondertopf für Investitionen und einem verstärkten Know-how-Transfer in Richtung unserer Kunden entgegenwirken."

Das Umfeld für die österreichische Wirtschaft und damit auch für die Gemeinden hat sich in den vergangenen Monaten auf der Einnahmenseite deutlich verbessert. Nach einem BIP-Rückgang um minus 3,9 Prozent 2009, konnte Österreichs Wirtschaftsleistung im Vorjahr voraussichtlich um 2 Prozent zulegen. Für 2011 rechnen die Ökonomen der Bank Austria mit einem Plus von 2,3 Prozent. Die österreichische Konjunktur legt damit ein höheres Erholungstempo an den Tag als bisher angenommen. Die Gemeinden profitieren von dieser Entwicklung im Wege höherer Steuereinnahmen, ihre Ertragsanteile sind im Vorjahr um 150 Millionen Euro oder rund 2 Prozent gestiegen. Doch eine hohe Ausgabendynamik im Bereich Soziales und Gesundheit und neue Anforderungen belasten die Budgets auch in der begonnenen Erholungsphase. So hat ihr Budgetsaldo von plus 0,1 Prozent des BIP 2008 auf minus 0,27 Prozent 2009 gedreht. Die Ökonomen der Bank Austria rechnen für das Vorjahr mit einem Defizit von fast 1 Milliarde Euro oder minus 0,35 Prozent des BIP.

Die aktuelle Prognose des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung der Gemeindefinanzen bis 2014 zeigt eine leichte Stabilisierung durch ein höheres Einnahmenwachstum und eine etwas geringere Transferbelastung als bisher erwartet. Die Einnahmen steigen dennoch weiterhin in deutlich geringerem Ausmaß als die Ausgaben. Der Überschuss der laufenden Gebarung fällt von 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf voraussichtlich 460 Millionen Euro für das Jahr 2014. Dadurch fehlt 1 Milliarde Euro pro Jahr, um das bisherige Investitionsniveau der Gemeinden halten zu können.

"Das finanzielle Korsett der Gemeinden ist eng", so Bernkopf, "Die laufende Konjunkturerholung schafft zwar eine gewisse Erleichterung, aber die kommunalen Einnahmen liegen weiter unter Vorkrisenniveau." Die Brutto-Investitionen der österreichischen Gemeinden beliefen sich 2009 auf 2,04 Milliarden Euro und lagen damit um 2 Prozent unter dem entsprechenden Wert aus 2008. Ihr Anteil am BIP erhöhte sich hingegen geringfügig von 0,73 auf 0,74 Prozent.

Nach Berechnungen des KDZ zeigt der Investitionstrend der Gemeinden für 2011 einen Rückgang. Angesichts der in den letzten Jahren stark gestiegenen Schulden - die Gemeindeschulden verzeichnen seit 2005 einen Anstieg von 650 Millionen Euro - werden die erforderlichen Investitionen künftig nur mehr eingeschränkt mit zusätzlichen Schulden finanziert werden können. Darum hat das KDZ im Hinblick auf eine verbesserte, nachhaltigere Vorhabensplanung, mit Unterstützung der Bank Austria, den neuen Praxisplaner "Vorhaben und Investitionen" entwickelt.

"Dieses Analysetool ermöglicht den Gemeinden, die kostenlose Erstellung einer mittelfristigen Finanzplanung unter Einbeziehung künftiger Investitionen. Auch die Finanzierungskosten können damit geschätzt werden", sagt Peter Biwald, Geschäftsführer des KDZ, "Ein äußerst praxisrelevantes Service, mit welchem die Kommunen ihre Finanzplanung auf einfachem Wege verbessern und Einsparungspotenziale heben können."

Bereits während der letzten Jahre wurden durch die Bank Austria und das KDZ Analyse- und Planungstools für die Bonitäts- und Risikobewertung, diverse Umlagen, Kinderbetreuung sowie Senioren- und Pflegeheime implementiert. Die Praxisplaner werden bereits von mehr als 210 registrierten Städten und Gemeinden verwendet.

GemeindeMilliarde 2010 war ein voller Erfolg
Die erste GemeindeMilliarde der Bank Austria im Vorjahr war ein voller Erfolg. Innerhalb von zwölf Monaten war der Sondertopf vollständig ausgeschöpft. Rund die Hälfte davon floss in beschäftigungswirksame Infrastrukturinvestitionen, der andere Teil in das kommunale Finanzmanagement. Insgesamt wurden österreichweit knapp 270 Projekte finanziert, wobei ein Viertel jeweils nach Niederösterreich und in die Steiermark floss. Die Infrastrukturinvestitionen wurden klar von Kanalbau, Wasser und Altenheimen dominiert.

Die nunmehrige Aufstockung der GemeindeMilliarde ist abermals vorrangig für Infrastruktur¬investitionen wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Verkehrswege oder Kulturstätten konzipiert und kann auch im Wege von Projektfinanzierungen bzw. PPPs ausgenutzt werden. Die Refinanzierung dieser Kredittranche basiert auf einem öffentlichen Deckungsstock, der von Moody´s ein AAA-Rating erhalten hat. Aufgrund der Refinanzierungsmöglichkeiten der UniCredit, die sich nicht zuletzt auch in der Emissionskraft widerspiegelt, stellt die Bank Austria den Kunden aus dem Kommunalen Bereich diese günstigeren Konditionen zur Verfügung.

Die Palette der Praxisplaner, die Bank Austria und KDZ gemeinsam entwickelt haben, wurden 2010 insgesamt 3.000 Mal online abgerufen. Auf den neuen Praxisplaner "Vorhaben und Investitionen" wurde in den ersten beiden Monaten seines Bestehens ca. 400 Mal zugegriffen.

Die Bank Austria unterstützt seit über 20 Jahren den Kommunalen Bereich. Bereits 2005 hat sie mit dem "Public Sector" intern eine spezielle Betreuungseinheit für diese Kundengruppe geschaffen. Mit einem Transaktionsvolumen von 12 Milliarden Euro, Finanzierungen in Höhe von 8 Milliarden Euro sowie rund 3.000 Kunden ist die Bank Austria heute der unangefochtene Marktführer auf Einzelinstituts-Basis in diesem Segment.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
 Julia Wegenstein, Tel. +43 (0) 50505 - 52854
 E-Mail: julia.wegenstein@unicreditgroup.at

 KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung
 Öffentlichkeitsarbeit
 Michaela Bareis, Tel. +43 (0)1 892 34 92 - 17
 E-Mail: bareis@kdz.or.at

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