20.10.2011

Bank Austria Anlagebarometer zum Weltspartag:
Die Österreicherinnen und Österreicher müssen kleinere Brötchen backen

  • Bank Austria Anlagebarometer zeigt neuen Trend, die Motive zu sparen ändern sich: Großinvestitionen für Wohnungs- oder Hauskauf als Sparmotiv sind rückläufig, Konsumgüter wie Möbel und Kleidung als Sparziel steigen deutlich an
  • Die ÖsterreicherInnen setzen beim Sparen auf Sicherheit: Deutliche Steigerungen bei Lebensversicherungen und geförderter Zukunftsvorsorge
  • Der Weltspartag bleibt für 1,1 Millionen Menschen in Österreich ein fixer Ankerpunkt in wirtschaftlich turbulenten Zeiten – sie planen einen Besuch ihrer Bank sicher ein

Trotz der sich eintrübenden Konjunktur hat das private Konsumklima unter den anhaltenden Schlagzeilen der europäischen Schuldenkrise wenig gelitten, generell wird aber mehr ans Sparen gedacht als noch vor einem halben Jahr. Diesen Befund zahlreicher aktueller Studien bestätigt das exklusive Bank Austria Anlagebarometer, eine Erhebung, die Ende September mit dem Marktforschungsinstitut GfK unter 500 Österreicherinnen und Österreichern durchgeführt wurde.

Die Motivation zu sparen erfährt bei den ÖsterreicherInnen interessanterweise eine Wendung in Richtung Konsumgüter und weg von Großinvestitionen für Immobilien oder Autos. Den Spitzenplatz der Sparmotive nimmt mit 74 Prozent die Vorsorge für Notfälle ein (plus 15 Prozent, 2009: 59 Prozent), 29 Prozent geben an, für Möbel zu sparen (plus 10 Prozent, 2009: 19 Prozent), 25 Prozent legen Geld für Kleider beiseite (plus 7 Prozent, 2009: 18 Prozent),  jedoch nur noch 22 Prozent (2009: 25 Prozent) sehen den Erwerb einer Immobilie als Ziel und nur mehr 33 Prozent (2009: 37 Prozent) wollen mit dem Ersparten ein Auto erwerben.

Sicherheit dominiert das Anlageverhalten
Die interessantesten Sparformen für Österreicherinnen und Österreicher sind aktuell – trotz deutlichem Rückgang – nach wie vor klassische Sparprodukte wie Sparbuch, Online-Sparen und Bausparen mit 75 Prozent (minus 10 Prozent, 2009: 85 Prozent), einen erstaunlichen Zuwachs erzielten dagegen Lebensversicherungen mit 52 Prozent (plus 18 Prozent, 2009: 34 Prozent) und mit 45 Prozent Zusatzpensionen wie die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge (plus 7 Prozent, 2009: 38 Prozent).

„Unser Anlagebarometer zeigt, dass die Menschen ihre Sparmotivation in Richtung kleinerer Ausgaben verschieben, die ihnen auch in Zukunft leistbar erscheinen“, meint Rainer Hauser, Bank Austria Vorstand für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe, „im Anlageverhalten dominiert klar das Bedürfnis nach Sicherheit, daher erfahren Lebensversicherungen mit Kapitalsicherheit und die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge einen klaren Boom. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Menschen stellen sich darauf ein, in Zukunft kleinere Brötchen zu backen.“

Und Martin Gölles, Leiter der Bank Austria Marktforschung ergänzt: „Auch Anlageformen wie Gold, Silber und Wertgegenstände wie z.B. Kunst und Antiquitäten liegen in der Gunst der Konsumenten höher als zuletzt. Grundbesitz und Immobilien legen zwar beim Interesse zu, werden also von vielen als gute Anlageform beurteilt, allerdings gibt es keine lineare Entwicklung bei den Anlagemotiven, weil die erzielbaren Sparvolumen als nicht als ausreichend empfunden werden.“

Weltspartag bleibt Fixpunkt für 1,1 Millionen Menschen in Österreich
Immerhin 1,1 Millionen Menschen planen einen Besuch ihrer Bank zum Weltspartag fix ein, rund 400.000 weitere haben vor, am 31. Oktober in die Bank zu gehen. Der Besuch hat Tradition, begleitet werden die Kinder und auch die Geschenke dienen nach wie vor als Anreiz. Für knapp 20 Prozent ist der Weltspartag eine gute Gelegenheit, Erspartes auf die Bank zu bringen. Bank Austria Vorstand Rainer Hauser: „Die persönliche Einschätzung des Sparverhaltens zeigt, dass 2011 wieder mehr gespart werden kann wie in den Krisenjahren 2008 und 2009. Der Ausblick in die nähere Zukunft ist zwar weniger optimistisch als zuletzt, dennoch geben 6 von 10 Konsumenten an, in den nächsten Jahren mehr oder zumindest gleich viel sparen zu können.“

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505 - 52809
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at

Die Präsentation des Bank Austria Anlagebarometers können Sie hier kostenlos downloaden.

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