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30.03.2011

UniCredit Private Banking Asset Allocation & Ausblick 2. Quartal 2011: Risikotangente im Portfolio erhöht, Krisen beherrschbar

  • Wirtschaftliche Erholung durch Turbulenzen in Nahost und Japan nicht gefährdet
  • Aktien aktuell auf „Übergewichten“ hoch gestuft: bevorzugte Regionen sind USA (übergewichtet) und Europa (neutral), Schwellenländer „neutral“, Japan untergewichtet
  • Unternehmensanleihen weiter „übergewichtet“ – High Yield bevorzugt
  • Steigende Renditen bei Staatsanleihen wahrscheinlich
  • Zinsanhebung in Europa: drei Schritte á 25 Basispunkte für 2011 erwartet
  • Auswirkungen Ölpreis bis jetzt beherrschbar
  • Gold bleibt angesichts der aktuellen Unsicherheit bevorzugte Absicherung im Portfolio

Wir haben im ersten Quartal die Risikotangente im Portfolio etwas erhöht und Aktien auf „Übergewichten“ hoch gestuft. Unternehmensanleihen waren davor schon übergewichtet. Diese Einstufung behalten wir für den Moment auch bei, da die Bilanzen der Unternehmen stark sind, die Ausfallsraten zurückgehen, und die Aufschläge immer noch über den Niveaus vor der Krise liegen. Relativ betrachtet geben wir riskanteren Schuldnern (High Yield) den Vorzug gegenüber den Top Bonitäten (Investment Grade).

Wirtschaftliche Erholung durch Krisenumfeld in Nahost und Japan nicht gefährdet
Trotz der jüngsten Turbulenzen (Krise in Nahost, Beben in Japan) sehen wir die Aktienmärkte positiv, da die wirtschaftliche Erholung in der westlichen Welt Tritt fasst, die Bewertungen nach wie vor attraktiv sind, und auch die Liquidität immer noch reichlich fließt. Unter den entwickelten Märkten bevorzugen wir die USA, dank der positiven Wachstumsdynamik und einer guten Berichtsaison. Europäische Aktien sehen wir weiterhin „neutral“, da dort die attraktivsten Bewertungen herrschen. Japanische Aktien sind angesichts der aktuellen Ereignisse weiterhin „untergewichtet“. Die wirtschaftlichen Kosten des Bebens in Japans sollen schätzungsweise 6 Prozent des BIP ausmachen. Die Erholung der Weltwirtschaft könnte unserer Einschätzung zufolge nur ins Wanken geraten, wenn ein „Armageddon-Szenario“ eintritt wie zum Beispiel eine Nuklearkatastrophe in Japan und ein Überschwappen der gewaltsamen Protestwelle auf den großen Ölproduzenten Saudi Arabien.

Schwellenländer neutral: langfristig positiv, kurzfristig nur begrenzte Phantasie
Aus taktischen Gründen bleiben wir in den Schwellenländern neutral gewichtet. Dort steigt die Angst vor Inflation, außerdem könnte die geopolitische Instabilität in Nordafrika die Risikoaversion der Anleger verstärken. Langfristig glauben wir jedoch nach wie vor an die Schwellenmärkte, da die Wachstumsraten hoch sind und die Bewertungen unter dem historischen Schnitt liegen. Unsere positive Sicht der Emerging Markets Anleihen ist struktureller Natur. Dennoch halten wir kurzfristig nur eine relativ kleine Position, da Inflationsdruck herrscht, die Zinsen steigen und die geopolitischen Risken zunehmen.

Renditen der Staatsanleihen kennen nur eine Richtung: nach oben
An den Rentenmärkten erwarten wir, dass die Renditen auf Staatsanleihen langsam zu steigen beginnen, da sich die konjunkturelle Erholung verfestigt. Außerdem hat EZB Chef Trichet  angekündigt, dass er in Europa schon bald eine erste Zinsanhebung durchführen will. Zwar glauben wir jetzt nicht an den Beginn einer aggressiven Serie von Straffungen, aber insgesamt drei Schritte á 25 Basispunkte erwarten wir für 2011. Die Anleihen der europäischen Peripherie sind derzeit von hoher Volatilität und Unsicherheit geprägt, daher würden wir dort nur bei einer neuerlichen Spread-Ausweitung zugreifen.

Wir sehen Energie / Öl positiv, haben die Förderquoten der OPEC aber sehr im Auge. Gold stufen wir weiterhin mit „neutral“ ein, da wir davon ausgehen, dass die wirtschaftliche Erholung und die steigenden Realzinsen die Attraktivität von Edelmetallen als Investmentalternative schmälern werden. Dennoch bleibt Gold angesichts der aktuell hohen Unsicherheit unsere bevorzugte Absicherung im Portfolio.

 


Rückfragen:      Mag. Monika Rosen, Chefanalystin im UniCredit Private Banking
                         Tel. (0) 50505 – 40104; E-Mail: monika.rosen@unicreditgroup.at

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