25.05.2011

UrlaubsEuro Sommer 2011: "UrlaubsEuro" im Sommer 2011 mehr wert als im Vorjahr

  • Starker Euro erhöht Kaufkraft im Urlaub
  • Besonders in Übersee erhöhter Wert gegenüber Vorjahr
  • Weiterhin Türkei, Ungarn und Kroatien an der Spitze der Topdestinationen
  • In der Schweiz erreicht der UrlaubsEuro einen Tiefststand

"Obwohl der Euro zum Dollar in den letzten Wochen abwertete, liegt er derzeit noch über dem Kurs vom Mai 2010 und erhöht im Durchschnitt damit den Wert des UrlaubsEuro im Ausland", so fasst Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria, die aktuellste Berechnung des UrlaubsEuro zusammen. Der stärkere Euro konnte auch die in manchen Ländern feststellbare höhere Inflation als in Österreich ausgleichen. Im Durchschnitt ist der UrlaubsEuro heuer im Sommer 2 % mehr wert als noch im Sommer 2010.

Vor allem bei Überseedestinationen macht sich im Vergleich zum Vorjahr der stärkere Euro bemerkbar. "Im Durchschnitt ist der UrlaubsEuro heuer in Übersee rund 6 % mehr wert als vor einem Jahr", meint Bruckbauer und ergänzt, „besonders deutlich fiel der Anstieg in Teilen Afrikas und in Mexiko aus, etwas weniger stark in Südamerika und Asien.“ Der starke Anstieg des Euro gegenüber den Währungen vieler Überseedestinationen konnte den teilweise deutlich stärkeren Anstieg der Preise in diesen Ländern mehr als ausgleichen. Damit liegt der Wert des UrlaubsEuro im Durchschnitt in den meisten Überseedestinationen 2011 noch stärker über dem Wert in Europa bzw. in Österreich als in den vergangenen Jahren.

Innerhalb der wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher fiel der Anstieg besonders bei der Türkei und den USA mit jeweils rund 12 % gegenüber dem Sommer 2010 am stärksten aus, die Preissteigerungen lagen nur unwesentlich höher als in Österreich. "Negativ macht sich heuer die höhere Inflation beim Urlaub in Griechenland, Spanien und Portugal bemerkbar", meint Bruckbauer, ergänzt jedoch, dass "der Unterschied mit rund 1 % im kaum wahrnehmbaren Bereich bleibt." Trotzdem nähert sich damit der Wert des UrlaubsEuro in diesen Ländern jenem in Österreich an, in Griechenland und Spanien liegt er mit rund 108 bzw. 107 nur mehr unwesentlich über jenem in Österreich.

Etwas geringere Preissteigerungen als in Österreich gab es in Deutschland, Italien und Frankreich, allerdings wurde dadurch der Wert des UrlaubsEuro nur unwesentlich erhöht und liegt weiterhin in etwa auf dem Niveau wie in Österreich. In einigen Ländern mit niedrigeren Preissteigerungen als in Österreich, etwa der Schweiz oder Schweden, wurde der Wert des UrlaubsEuro durch die zum Teil stark gestiegene Währung mehr als überkompensiert. Besonders in der Schweiz sank damit der Wert des UrlaubsEuro eines österreichischen Touristen mit 11% besonders stark und erreichte einen historischen Tiefststand. "In der Schweiz dürfte heuer der UrlaubsEuro des Österreichers am wenigsten Wert sein" meint Bruckbauer.
 
Unter den weniger stark besuchten Urlaubsdestinationen in Europa ist weiterhin der UrlaubsEuro in Rumänien, Bulgarien und Polen spürbar mehr als zu Hause wert. Auch in Tschechien und der Slowakei ist der UrlaubsEuro mehr als in Österreich wert, auch wenn es erneut zu einer leichten Reduktion des Wertes im Vergleich zum Vorjahr kam. Den stärksten Anstieg des Wertes des UrlaubsEuro innerhalb der beobachteten Länder gab es in Mexiko.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer – wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

 Grafiken und Tabellen zur Presseaussendung

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E-Mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

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E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at

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