24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

OnlineBanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
MegaCard – gratis für alle zwischen 14 und 20 Jahren Informieren Sie sich jetzt ›
06.12.2011

UniCredit Private Banking Asset Allocation & Ausblick 1. Quartal 2012: Risikoanteil im Portfolio ausgeglichen, Schuldenkrise bleibt bestimmendes Thema

  • Europäische Schuldenkrise weiterhin im Fokus, USA vermeidet neuerliche Rezession
  • Aktiengewichtung aktuell auf "Neutral": bevorzugte Regionen sind USA und Emerging Markets (jeweils übergewichtet), Europa und Japan untergewichtet
  • Rentenmärkte bleiben 2012 herausfordernd: Emerging Markets Anleihen übergewichtet
  • Gold bleibt angesichts der aktuellen Unsicherheit bevorzugte Absicherung im Portfolio

Die weiterhin ungelöste Schuldenkrise in der Eurozone sowie die Verunsicherung der Anleger betreffend eine globale Wachstumsabkühlung bewegen uns zur Beibehaltung der neutralen Aktiengewichtung. Unsere vorsichtige Haltung gegenüber Staatsanleihen halten wir aufrecht. Grund hierfür ist das bereits sehr tiefe Niveau der Renditen der Kernländer, woraus sich auch nur mehr ein sehr eingeschränktes Potenzial für ein weiteres Absinken der Renditen ergibt. Unternehmensanleihen weisen noch immer günstige Fundamentaldaten auf. Die Unternehmen haben ihren Verschuldungsgrad gesenkt und verfügen zudem über hohe Cash-Bestände. Dennoch sehen wir das Potenzial begrenzt, womit wir diese Assetklasse neutral gewichten.

Europäische Schuldenkrise weiterhin im Fokus; USA vermeidet neuerliche Rezession
Auf der einen Seite bestehen derzeit die Befürchtungen, dass die europäische Staatsschuldenkrise das globale Wirtschaftswachstum abschwächen wird. Andererseits wird die Weltwirtschaft von einer Politik der expansiven Geldpolitik gestützt. Das strukturelle Wachstum der Schwellenländer sowie die Erholung bei den Unternehmensinvestitionen, getragen von soliden Unternehmensbilanzen, dienen als zusätzliche Stimuli. Unter dem Strich stehen wir daher den Aktienmärkten "neutral" gegenüber. Innerhalb der entwickelten Märkte bevorzugen wir die USA. Neben den geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen sorgt ein Cashflow auf Rekordstand für ein positives Investitionsumfeld. Außerdem gehen wir nicht von einem neuerlichen Abgleiten der USA in eine Rezession aus. Gegenüber den Aktienregionen Europa und Japan bekräftigen wir hingegen mittels "Untergewichtung" unser negatives Anlagevotum. In Europa belasten die notwendigen fiskalpolitischen Einschnitte. In Japan sind die schwächelnde Weltwirtschaft und die Wechselkursproblematik die Ursachen für unsere vorsichtige Haltung.

Schwellenländer übergewichten: solide Wachstumsraten – aber auch gewisse Risiken
Wir setzen unsere Übergewichtung bei den Aktien der Schwellenländer auch im vierten Quartal fort. Die Wachstumsaktivität in den Emerging Markets sollte 2012 etwas geringer als 2011 ausfallen. Man versucht jedoch verstärkt, den Binnenkonsum als Wachstumstreiber zu nutzen, um so die schwächeren Exportaussichten, im Zusammenhang mit den krisengeschüttelten westlichen Industriestaaten, zu kompensieren. Weiters haben die Notenbanken bereits begonnen, Zinssenkungen durchzuführen. Damit lenken sie ihren Fokus weg von der Inflation in Richtung Wirtschaftswachstum, was sich wiederum positiv auf die Entwicklung der lokalen Aktienmärkte auswirken sollte. Kommt es jedoch wider Erwarten zu einem stärkeren Rückgang der Wachstumsraten, so bleibt den Regierungen aufgrund solider Staatsfinanzen Spielraum für etwaige Stimulierungsmaßnahmen.

Rentenmärkte – auch 2012 bleibt ein Jahr der Herausforderungen
Prägend für die Rentenmärkte bleibt aufgrund der europäischen Schuldenkrise weiterhin die hohe Risikoaversion der Anleger, die das Aufsuchen von sicheren Häfen mit sich bringt und damit die Renditen der Anleihen der Kernländer auf einem tiefen Niveau hält.  Hier könnte nur eine politische Lösung dauerhaft Abhilfe schaffen. Emerging Markets Anleihen sehen wir strukturell positiv, wobei wir Investments in Lokalwährung vorziehen. Betreffend die Entwicklung des Leitzinssatzes in der Eurozone gehen wir von einer zusätzlichen Senkung auf 1,0 Prozent aus, die unmittelbar in einer der folgenden Ratssitzungen der EZB beschlossen werden sollte.

Gegenüber Öl sind wir neutral eingestellt. Hier stehen eine solide Nachfrage sowie limitierte Reservekapazitäten einem unsicheren Wachstumsszenario gegenüber, welches das Aufwärtspotenzial limitiert. Bei Gold behalten wir unsere Übergewichtung bei. Ausschlaggebend hierfür sind die weiter vorherrschenden Unsicherheiten,  aber auch von einer weiteren Runde des Quantitative Easing-Programmes könnte das Edelmetall sehr stark profitieren. Weiters stellt Gold unser bevorzugtes Absicherungsinstrument innerhalb des Portfolios dar.

Rückfragen: Mag. Monika Rosen, Chefanalystin im UniCredit Private Banking
Tel. +43 (0) 50505 – 40104 E-Mail: monika.rosen@unicreditgroup.at

 zurück zur Übersicht