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28.01.2011

Ausblick Aktienmarkt Österreich für das 1. Quartal 2011:
Die Börse Wien kämpft sich weiter aufwärts

  • Handelsplatz profitiert von beginnendem Boom in Deutschland und Erholung in Osteuropa, die relativ günstige Budgetsituation sorgt für zusätzliches Investoreninteresse
  • UniCredit-Analysten rechnen mit einem ATX von 3.075 Punkten in 12 Monaten bei einem Gesamtrenditepotenzial von 11 Prozent
  • Strategie: Aktuelles Portfolio setzt auf Bank- und Immobilientitel mit ausgeprägter Osteuropa-Orientierung und Zykliker mit Deutschland-Bezug


Mit einem Wertzuwachs von 16 Prozent des ATX war die Börse Wien im Vorjahr der Aktienmarkt mit der zweitbesten Performance im Euroraum. Der Handelsplatz profitierte dabei insbesondere vom beginnenden Boom in Deutschland sowie von der Erholung in Osteuropa. Diese beiden Entwicklungen wirkten sich dabei sowohl auf die Gewinnentwicklung als auch auf den weiteren Geschäfts¬ausblick der gelisteten Unternehmen positiv aus. Darüber hinaus hat die im Vergleich zur EWU-Peripherie günstige Budget- und Schuldensituation Österreichs für zusätzliches Investoren¬interesse am Aktienmarkt Wien gesorgt. Nach der jüngsten Überarbeitung der Gewinnschätzungen und Kursziele rechnen die Analysten der UniCredit nunmehr mit einem ATX von 3.075 Punkten zum Jahresende bei einem Gesamtrenditepotenzial von 11 Prozent.

"Das Konjunkturbild der österreichischen Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten nur wenig geändert. Die entscheidenden Impulse für die anhaltende Erholung kommen weiterhin vom Außenhandel", sagt Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand Corporate & Investment Banking. Die globale Konjunktur hat sich nach sommerlichen Schwächesignalen zum Winter hin wieder gefangen. Gleichzeitig trägt die Binnenkonjunktur wieder stärker zur Wirtschaftsdynamik bei als noch vor wenigen Monaten. Österreich sollte damit 2011 nicht mehr so stark am Tropf der Weltwirtschaft hängen. Das Wirtschaftswachstum wird mit heuer zumindest 2,0 Prozent höher als im Vorjahr ausfallen und erfreulicherweise auf einem ausgeglichenen Wachstumsmix basieren. "Österreichs Chancen auf einen selbsttragenden Aufschwung stehen gut", so Bernkopf, "Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass das Ausmaß der Budgetkonsolidierung in Österreich nicht so hoch ist wie in vielen anderen Ländern des Euroraums."

Die Akzentuierung der Schulden- bzw. Spread-Krise hat die interne Wachstumsdivergenz in der Eurozone ohne Zweifel verschärft. Das stellt die Zinspolitik der EZB vor die enorme Herausforderung, einen Mittelweg zwischen der Wachstumsträgheit an der Peripherie und der Inflations¬gefahr zu finden. In jedem Fall wird sich Europa früher als die USA, nämlich gegen Jahresende 2011, von der Nullzinspolitik verabschieden. Bis dahin sollten die europäischen Aktienmärkte vom noch tiefen Zinsniveau profitieren können.

Die europäischen Aktienmärkte weisen unverändert niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnisse, ein hohes Gewinnwachstum und attraktive Dividendenrenditen aus. Die Wiener Börse erscheint im Vergleich zu anderen weiter leicht höher bewertet, sie zeigt aber gleichzeitig auch eine höher erwartete Wachstumsdynamik. "Angesichts der Tatsache, dass Staaten mit strukturellen Problemen vielfach auch einen negativen Gewinntrend verbuchen müssen, sollte die Länderallokation an Bedeutung für die Investoren gewinnen. Das wird nach unserer Meinung die Börse Wien begünstigen", meint Thomas Neuhold, Leiter Aktienresearch Österreich in der UniCredit. Generell lassen schwächere Frühindikatoren weitere positive Gewinnrevisionen zusehends unwahrscheinlicher werden. Deutliche Kursanstiege sind daher nur bei sich ausweitenden Bewertungen möglich.

3.075 Punkt als 12 Monate-Ziel für den Wiener Leitindex
Aktuell rechnen die Analysten der UniCredit mit einem ATX von 3.075 Punkten auf 12 Monate. Mit einem Gewinnabschlag von 35 Prozent zum Höchststand im Jahr 2007 ist der Wiener Leitindex zwar immer noch nicht auf dem Niveau vor der Wirtschaftskrise angelangt, er setzt aber seinen positiven Aufwärtstrend fort. Der ATX gehörte 2010 zu den wenigen europäischen Aktienmärkten mit einer deutlich positiven Gewinnrevisionsdynamik. Für 2011 erwartet das Aktienresearch der UniCredit ein Gewinnwachstum der ATX-Unternehmen von plus 26 Prozent  und von 15 Prozent für das Jahr 2012. Die Gewinnrevisionsrate ist aktuell nahe null und weitere positive Gewinnrevisionen sind auch in Österreich eher unwahrscheinlich.

Das Aktienresearch Österreich der UniCredit empfiehlt in diesem Umfeld AT&S, Erste Bank, Immofinanz, Post, Strabag und Wienerberger. "Trotz eines weiter positiven volkswirtschaftlichen Umfeldes ist die Stimmung an der Börse verhalten. Wir setzen daher mit unserem aktuellen Portfolio auf Bank- und Immobilientitel mit ausgeprägter Osteuropa-Orientierung und Zykliker mit Deutschland-Bezug. Damit haben wir für jede Wetterlage vorgesorgt",so Neuhold.


Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Tiemon Kiesenhofer, Tel. +43 (0) 50505 - 52819
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@unicreditgroup.at
Julia Wegenstein, Tel. +43 (0) 50505 – 52854
E-Mail: julia.wegenstein@unicreditgroup.at

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