07.04.2011

Corporate & Investment Banking 2010/11:
Die Zeichen stehen auf Wachstum

  • Firmenkundengeschäft ist eine wichtige Stütze der Bank Austria, 899 Millionen Euro oder ein Viertel des gesamten Betriebsergebnisses kommen aus diesem Geschäftsfeld
  • Mit einem Marktanteil von bis zu 89 Prozent ist die Bank Austria unverändert die führende Firmenkundenbank Österreichs
  • Besonders erfolgreich waren 2010 die Kommerzielle Immobilienfinanzierung, das Geschäft mit dem Kommunalen Sektor und die Handelsfinanzierungen
  • Hochwertige Eigenkapital- und solide Primärmittelausstattung bilden die Basis für Expansion im Jahr 2011

2010 war ohne Zweifel das Jahr der Erholung für Österreichs Unternehmen. Nach einem BIP-Rückgang um minus 3,9 Prozent 2009 hat die heimische Wirtschaftsleistung im Vorjahr voraussichtlich wieder um 2 Prozent zugelegt. Fast 90 Prozent des Aufschwungs entfielen dabei auf die Exportwirtschaft. Gleichzeitig schrumpften die Bruttoinvestitionen über das Gesamtjahr noch geringfügig. Diese Entwicklung spiegelt im Wesentlichen auch das Firmenkundengeschäft der Bank Austria wider, deren Kreditvolumen 2010 mit rund 46 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres lag. Besonders erfolgreich liefen die Bereiche Kommerzielle Immobilienfinanzierung, das Geschäft mit dem Kommunalen Bereich und die Handelsfinanzierungen.

"Wir schreiben das Jahr 3 nach der Insolvenz von Lehman Brothers, dem Beginn der größten globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise seit 1929. Obwohl die Wurzeln dieser Krise vor allem in den USA lagen, waren die Auswirkungen praktisch in allen Volkswirtschaften weltweit zu spüren", sagt Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand Corporate & Investment Banking, "Wir haben seither in Europa und in Österreich große Schritte auf dem Weg zu einer sogenannten ‚neuen Normalität’ zurückgelegt. Kein Unternehmer, kein Manager kann heute einfach auf den nächsten Konjunkturaufschwung hoffen. Unser Wirtschafts- und Finanzsystem ist nicht mehr dasselbe wie vor 2008."

Unternehmensfinanzierung im Vergleich zu 2009 stabil
Das Firmenkundengeschäft war gemessen am Gesamtergebnis der Bank Austria auch 2010 eine wichtige Ergebnisstütze: So beträgt der Anteil der Division Corporate & Investment Banking (CIB) mit 1.334 Millionen Euro 19 Prozent an den Betriebserträgen bzw. mit 899 Millionen Euro 24 Prozent am Betriebsergebnis. Die Ertragslage blieb damit im Vergleich zu 2009 stabil, die Cost/Income-Ratio ist mit nur 32,6 Prozent die niedrigste der Bank Austria.

"Wir haben im vergangenen Jahr die Corporate & Investment Banking Division neu aufgestellt und Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 50 Millionen Euro in die neue Division für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe übergeben", so Bernkopf, "Umso mehr freut es mich, dass wir die Unternehmensfinanzierungen auf dem Niveau von 2009 halten konnten. Wir sind heute noch näher an unseren Kunden, den österreichischen Leitbetrieben." Aktuell entfallen mit rund 46 Milliarden Euro knapp 70 Prozent aller Kundenforderungen in Österreich auf das Firmenkundengeschäft. Der Kreditrisikoaufwand in der Bank Austria ist indes 2010 um 19 Prozent auf 1.839 Millionen Euro gesunken, in der Corporate & Investment Banking Division hat er sich sogar fast um die Hälfte auf 169 Millionen Euro reduziert.

Der Verkauf der CAIB an die HypoVereinsbank wurde wie geplant per 1. Juni 2010 finalisiert. Das kundennahe Investmentbanking-Geschäft, die Funding-Aktivitäten der Bank Austria sowie das lokale Capital-Markets-Geschäft wurden davor in die Bank Austria reintegriert. Das kundennahe Investmentbanking und das Know How zu großvolumigen Finanzierungen wurden in der neuen Serviceeinheit Financing & Advisory konzentriert.

Highlights 2010
Besonders erfolgreich waren im Jahr 2010 die Kommerziellen Immobilienfinanzierungen, das Geschäft mit dem Kommunalen Sektor und die Handelsfinanzierungen: So konnte der Bereich "Real Estate" sein Kreditvolumen von 1,1 Milliarden auf 2,3 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Mit Finanzierungen in Höhe von 660 Millionen Euro konnte CEE sein diesbezüglichen Volumens¬anteil sogar um mehr als 300 Prozent ausweiten. Die Errichtung des DC Tower in der Wiener Donau-City mit einem Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro und des Serdika Centers in Sofia, bei welchem die Bank Austria 70 Millionen Euro finanzierte, zählen dabei zu wichtigsten Immobilienprojekten von "Real Estate".

Auch der kommunale Bereich (Public Sector) war 2010 sehr erfolgreich. Die Bank Austria als Marktführer im öffentlichen Sektor stellte mit der sogenannten "GemeindeMilliarde" dabei den Kommunen Kapital zu vergünstigten Konditionen für Investitionen im Bereich Infrastruktur und Daseinsvorsorge zur Verfügung.

Im Bereich Handelsfinanzierungen konnte die Bank Austria klar von der starken Nachfrage nach OeKB-gedeckten Exportkrediten profitieren und ihre Position als Marktführer weiter ausbauen. Jeder zweite OeKB-gedeckte Exportkredit wird aktuell von der Bank Austria abgewickelt. "Die breite Streuung der von uns finanzierten Importmärkte ist eine konkurrenzlose Stärke der Bank Austria und macht uns für viele Unternehmen zum bevorzugten Partner. Mit unserem einmaligen Netzwerk unterstützen wir sie bei der Geschäftsausweitung in Wachstumsmärkte – von Zentral- und Osteuropa über Asien bis nach Afrika", sagt Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand Corporate & Investment Banking. Als Folge der globalen Finanzkrise hat zudem der strukturierte Forderungsankauf enorm an Bedeutung gewonnen. Der Bereich "Structured Trade & Commodity Finance" konnte sein Volumen auf 1 Milliarde Euro verdoppeln.

Vom "AufschwungKredit", den Bank Austria 2010 lanciert hat, wurden insgesamt 1,5 Milliarden Euro vergeben. Die Bank Austria hat damit zirka 150 mittlere Unternehmen auf ihrem Weg aus der Krise und bei der Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition unterstützt. Der AufschwungKredit umfasste neben günstigen Mitteln auch eine kostenlose, umfassende Beratung zu Liquiditätsfragen und Fördermöglichkeiten. Ebenfalls starke Nachfrage verzeichneten die öffentlichen Kredit¬haftungen nach dem ULSG. Die Bank Austria vermittelte in diesem Zusammenhang rund 314 Millionen Euro oder knapp 24 Prozent der gesamten Haftungen und bewegte ein Kreditvolumen von 518 Millionen Euro oder 23 Prozent der Finanzierungen. Sie war damit der aktivste Vermittler unter Österreichs Banken.

Für 2011 ist nach einer Phase der Konsolidierung wieder werthaltiges Wachstum im Firmen-kundengeschäft der Bank Austria angesagt. Dabei ist es das Ziel der Corporate & Investment Banking Division unter anderem die Position als "preferred partner" bei Kapitalmarktmaßnahmen von Unternehmen weiter auszubauen. "Wir möchten hier nicht bloß als Geldlieferant in Erscheinung treten, sondern Beratung und Know How in den Mittelpunkt stellen. Unser Fokus liegt weiters auf dem Cross Border-Geschäft, wo wir als europäische Bankengruppe mit einem einzigartigen Netzwerk schon heute in einigen Segmenten Marktführer sind", so Bernkopf abschließend.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
 Julia Wegenstein, Tel. +43 (0) 50505 - 52854 
 E-Mail: julia.wegenstein@unicreditgroup.at

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